Kann ich wegen wiederholter Schikanen durch den Vermieter ein Miet-Zurückbehaltungsrecht ausüben?

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7 Antworten

Wenn sich so ein Mieter verhalten würde, dürfte er wegen Störung des Hausfriedens abgemahnt werden und bei weiterer Störung gekündigt werden. Der Mieter wäre sogar berechtigt, die Miete zu mindern.

Hier liegt der Fall genau anders rum. Der Vermieter ist der Störer. Der Mieter sollte ihn also auffordern (abmahnen), sein Verhalten zu normalisieren und die Störungen einzustellen, das schriftlich mit Fristsetzung von einer Woche. Für den Fall des Verzuges ankündigen (den Brief per Einwurfeinschreiben) , dass du 30% der Bruttomiete ab nächstem Monat zurückbehalten wirst. Das ist keine Mietminderung, der Zurückbehalt wäre nach Einstellung der Störungen nachzuzahlen.

Auf Unterlassung zu klagen (was theoretisch zwar zulässig wäre), brächte hier wohl keinen Erfolg, da das Gericht aus der Erfahrung her Klage nicht annähme.

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Vergiss es.

Unberechtigte Mietminderung kann zur Kündigung führen und ich sehe hier keinen Ansatz für eine Mietminderung.

Auch das im Kommentar erwähnte Schreiben kann für Dich nach hinten losgehen, denn das was man behauptet, sollte man auch eindeutig beweisen können.

Ist es ein Zweifamilienhaus in dem auch die Vermieterin wohnt, kann sie erleichtert kündigen nach §573a BGB.

Auch wenn Du es nicht lesen willst, umziehen ist das Beste und Du solltest zumindest auf Wohnungsuche gehen.

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Kommentar von Karsten1966
09.07.2017, 21:30

Sind 3 Mietparteien (eine Wohnung steht seit Auszug der älteren Dame leer, sie darf die Wohnung aber nicht mehr vermieten - Geschäftsunfähigkeit). Außerdem wäre das in meinem Fall keine Minderung, sondern ich würde 2 bis 3 Wochen zurückbehalten. Kündigen darf man erst (so viel ich weiß), wenn der Rückstand 2 Monatsmieten umfasst. Und welchen Anwalt soll sie nehmen ? Der letzte Anwalt von ihr hat beim Amtsfericht Antrag auf Vollstreckung gestellt, da sie die Anwaltskosten nicht bezahlt hat. Unsere Miete an sie wurde daraufhin gepfändet....

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Kommentar von albatros
10.07.2017, 14:26

Es ist doch nicht beabsichtigt die Miete zu mindern sondern über einen Teil der Miete das Zurückbehaltungsrecht auszuüben um Druck auf die Vermieterin auszuüben und sie zu veranlassen, ihr Verhalten zu ändern. Der Zurückbehalt ist/wäre nach Beendigung der Attacken (Störungen) nachzuzahlen.

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Die Miete zurück zu halten, kann da leicht nach hinten los gehen.Sobald mehr als eine Monatsmiete Rückstand besteht, kann sie fristlos kündigen.

"Schikane" ist ein Gummi-Wort. was bedeutet das denn im einzelnen?

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Kommentar von Karsten1966
09.07.2017, 19:07

Ich zitiere mein Schreiben, das ich gerade aufsetze :

So

haben Sie in der Vergangenheit unseren Balkon, unsere Garage und den

Flur wiederholt be-schmutzt; haben mir Scherben vor die Garage

geworfen (sollte in Zukunft hierdurch ein Schaden entstehen, werde

ich die Kosten dafür aus der Miete herausrechnen); haben behauptet,

ich hätte ihre Blumen und Windräder zerstört; haben unser Kind

verbal angegriffen;haben einen Eimer Wasser über mein Auto

geschüttet; unterstellen uns, ihre Bilder im Hausflur  herabzureißen

(die nicht ordnungsgemäß befestigt sind); haben unser Kellerschloß

mit Kaugummi verstopft; haben Milch auf die Fensterbank gekippt;

haben Nägel und Schrauben auf die Treppenstufen gelegt, in die unser

Kind beinahe getreten wäre; haben den Zugang zu unserer Wohnung

durch unterschiedlichste Hindernisse blockiert; und zuletzt unseren

Türknauf (und auch das Geländer und Treppenstufen) mit Marmelade

eingeschmiert.

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Nein! Psychisch krank heißt nicht blöd. Nach zwei fehlenden Monatsmieten ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch die fristlose Kündigung im Briefkasten zu haben.  Androhen kannst du es natürlich, aber welchen Sinn soll das haben? Deine Vermieterin wird sich nur bestätigt fühlen und die Schikanen werden demnach nicht weniger werden. Eher würde das m. E. nur noch zu einer Verschlimmerung der Situation führen.Den gleichen Erfolg dürften die Anzeigen gehabt haben.

Ist die Frau tatsächlich psychisch krank oder vermutest du das nur? Es gibt auch notorische Nörgler, die in jedem Menschen nur böses vermuten.

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Kommentar von Karsten1966
09.07.2017, 21:33

Die Frau ist erwiesenermaßen psychisch krank, sie ist sogar deswegen prozeßunfähig. Ich würde die Miete ja nur 2 bis 3 Wochen zurückhalten (da sie das Geld braucht, wäre das zumindest ein Schuß vor den Bug), damit es nicht zu einem 2-Monats-Rückstand kommt. Die Miete halt nur verspätet zahlen....

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... für mich kann da etwas nicht stimmen. Wenn sie denn, wie hier behauptet wird, geschäftsunfahig ist, kommt auch ein Betreuer.

So schnell kann ein Mieter gar nicht schauen.

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Kommentar von Karsten1966
10.07.2017, 19:13

Das ist das, was hier keiner von uns versteht. De Anwalt vom Mieterverein hat uns (schriftlich) mitgeteilt, daß die gute Frau prozeß- und geschäftsunfähig ist. Die Richterin hat aber eine Betreuung abgelehnt - obwohl jeder sagt, daß bei Geschäftsunfähigkeit automatisch ein Betreuer bestellt wird. Ist hier aber nicht so.....Die Frau macht, was sie will.

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Worin bestehen die angeblichen Schikanen?

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Kommentar von Karsten1966
09.07.2017, 19:07

Ich zitiere (s.o.) :

So haben Sie in der Vergangenheit unseren Balkon, unsere Garage und den Flur wiederholt be-schmutzt; haben mir Scherben vor die Garage geworfen (sollte in Zukunft hierdurch ein Schaden entstehen, werde ich die Kosten dafür aus der Miete herausrechnen); haben behauptet, ich hätte ihre Blumen und Windräder zerstört; haben unser Kind verbal angegriffen;haben einen Eimer Wasser über mein Auto geschüttet; unterstellen uns, ihre Bilder im Hausflur  herabzureißen (die nicht ordnungsgemäß befestigt sind); haben unser Kellerschloß mit Kaugummi verstopft; haben Milch auf die Fensterbank gekippt; haben Nägel und Schrauben auf die Treppenstufen gelegt, in die unser Kind beinahe getreten wäre; haben den Zugang zu unserer Wohnung durch unterschiedlichste Hindernisse blockiert; und zuletzt unseren Türknauf (und auch das Geländer und Treppenstufen) mit Marmelade eingeschmiert.

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Bringen Sie jeden dieser Tatbestände, soweit beweisbar, zur Anzeige.

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Kommentar von Karsten1966
09.07.2017, 19:11

Die Polizei interessiert das nicht. Heute erst dagewesen. Ist kein Straftatbestand. Ordnungsamt nicht zuständig. Betreuungsstelle sagt, solange keine Gefahr für andere oder die Olle selbst ausgeht, keine Chance.

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