Kann ich wegen Krankheit, fristlos gekündigt werden (unbefristeter Vertrag)?

12 Antworten

Auch wenn einige Antworten hier das Gegenteil behaupten: Auch Krankheit kann ein zulässiger Kündigungsgrund sein. Allerdings sind die Voraussetzungen vom Gesetzgeber sehr hoch angesetzt. Und da die bei dir nicht erfüllt sind, spare ich mit hier die Aufzählung.

Selbst wenn alle Voraussetzungen erfüllt wären, wäre eine fristlose Kündigung nicht zulässig - jedenfalls nicht, solange du deine AU's immer rechtzeitig abgibst.

Krankheit ist kein Kündigungsgrund.

Du solltest darauf achten, dass du im Falle einer Krankheit den Arbeitgeber unverzüglich informierst (telefonisch, per Email) und dass eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (gelben Schein) innerhalb von 3 Tagen beim Arbeitgeber vorliegen sollte. Andernfalls kann der Arbeitgeber eine Abmahnung wegen unentschuldigten Fehlens ausstellen.

Du solltest die Krankheitstage aber nicht in einem Jahr auf die Spitze treiben. Auch wenn Krankheit kein Kündigungsgrund ist, kann ein Arbeitgeber bei vielen Krankheitstagen einen anderen Kündigungsgrund finden, um das schwarze Schaf los zu werden.  

Krankheit ist kein Kündigungsgrund

Diese Aussage ist falsch. Krankheit kann sehr wohl ein zulässiger Kündigungsgrund sein! Allerdings wohl nicht in diesem Fall.

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@DarthMario72

Krankheit ist nur ein zulässiger Kündigungsgrund, wenn die Krankheit die Ausübung des Berufes verhindert. z. b. ein Querschnitsgelähmter, der an einer Stanze "Stehen" muss. (dummes Beispiel). Aber ansonsten gilt der Schutz des Arbeitnehmers und daher ist Krankheit generell kein Kündigungsgrund.

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@Willothewisp

Auch das ist so nicht richtig.

Voraussetzungen für eine krankheitsbedingte Kündigung sind nach aktueller Rechtsprechung:

  1. ne­ga­ti­ve Ge­sund­heits­pro­gno­se
  2. er­heb­li­che Be­ein­träch­ti­gung der be­trieb­li­chen oder wirt­schaft­li­chen In­ter­es­sen des AG
  3. Es muss ei­ne In­ter­es­sen­abwägung vor­ge­nom­men wer­den. Sie muss zu­guns­ten des AG aus­ge­hen, d. h. sie müsste er­ge­ben, dass ihm bei ei­ner um­fas­sen­den Abwägung der bei­der­sei­ti­gen In­ter­es­sen un­ter Berück­sich­ti­gung der Dau­er des Ar­beits­verhält­nis­ses, der Krank­heits­ur­sa­chen, der Fehl­zei­ten ver­gleich­ba­rer Ar­beit­neh­mer und des Le­bens­al­ter des Ar­beit­neh­mers die Be­ein­träch­ti­gung sei­ner In­ter­es­sen (Punkt 2) nicht mehr wei­ter zu­ge­mu­tet wer­den kann.
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@DarthMario72

Sie haben vergessen zu erwähnen, dass es keine andere Position für den erkrankten Arbeitnehmer gibt, die weniger Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Arbeitnehmer stellt und somit eine Weiterbeschäftigung erfüllt.

Weiterhin sind die oben genannte Punkte auch nur zu treffend, wenn Sie alle zusammen erfüllt sind.

Die Rechtsprechung unterscheidet auch zwischen den folgenden Arten einer Erkrankung des Arbeitnehmers, die eine Kündigung rechtfertigen:

- Häufige Kurzerkrankungen

- lang andauernde Erkrankung

- krankheitsbedingte, dauernde Leistungsunfähigkeit

- völlige Ungewissheit, ob die Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt wird

- krankheitsbedingte Leistungsminderung

Weiterhin sind Arbeitsgerichte besonders streng und arbeitnehmerfreundlich wenn es sich um Krankheitsbedingte Kündigungen handelt .

Nur da diese Punkte in dem oben genannten Fall keine Rolle spielen, bin ich darauf nicht eingegangen.

 

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@Willothewisp

Ich bin in meiner Antwort auch nicht  näher darauf eingegangen, weil die Voraussetzungen für eine krankheitsbedingte Kündigung nicht erfüllt sind. Trotzdem ist deine pauschale Behauptung "Krankheit ist kein Kündigungsgrund" schlichtweg falsch.

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@DarthMario72

Wenn man nur meinen ersten Satz betrachtet, dann hast du Recht. Aber im Gesamtkontext gesehen ist mein Post gar nicht mal so falsch und auf die ursprüngliche Frage kann man sagen, dass in diesem Fall Krankheit kein Kündigungsgrund ist. 

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Ja, man kann auch bei bestehender Erkrankung  und auch wegen einer Erkrankung gekündigt werden.

Bei letzerm bestehen jedoch sehr eng ausglegte Voraussetzungen.

Zum einen Zählt dazu, wenn absehbar ist, dass auf Grund der Erkrankung auch in Zukunft die Arbeitsleistung auf Grund der Erkrankung, nicht mehr erbracht werden kann.

Eine fristlose Kündigung ist hier nicht angebracht.

Lese dazu auch einmal diesen Link:

http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Kuendigung_Krankheitsbedingt.html#tocitem1

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