Kann ich von Privatversicherung in gesetzliche wechseln?

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6 Antworten

Hallo,

das ist richtig:

dein Freund kann nicht in die GKV wechseln, weil er über 55 Jahre ist. Dabei spielt es keine Rolle, wie gering sein monatliches Einkommen ist.

Er kann tatsächlich nur mit seiner Privatversicherung über eine Umstellung oder einen Tarifwechsel sprechen, der ihn finanziell entlastet. Bestimmt können ihm dort Möglichkeiten angeboten werden, die ihm helfen.   

viele Grüße

Bettina vom Barmenia-Team 

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Gibt es eine Möglichkeit?

Einen Menschen heiraten der GKV versichert ist und maximal 415,- € im Monat selber verdienen. Dann wäre eine Familienversicherung möglich (§ 10 Abs. 1 SGB V).

In jedem anderen Fall ist der GKV Zug seit 3 Jahren abgefahren.

Bleibt ein Tarifwechsel nach § 204 VVG.

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nein mit über 55 Jahren ist das ausgeschlossen. Schade für deinen Freund, aber die PKV muss man sich halt gut überlegt haben.

Er soll sich an seine PKV wenden und mit denen klären ob es eine Art Basispackt für ihn gibt, dass günstiger ist. und sich dann ans Jobcenter oder Sozialamt wenden. Vielleicht wissen die wie man weiter unterstützt werden kann. Aber wie gesagt, aus der PKV kommt er nicht mehr. Ich geh davon aus er war längere Zeit privat versichert.

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indiacheyenne 10.05.2016, 06:46

Ja er war sehr lange Privatverichert. Er hat jetzt seit einpaar Monaten zwei Arbeitsstellen bei denen er knapp über 1000 euro zusammen verdient.  Ist es auch dann nicht möglich in eine gesetzliche zu wechseln?

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DerHans 10.05.2016, 10:44

Wieso ist das schade?

Er hat lange Jahre Beiträge gespart. Wenn er diese nicht tatsächlich gespart hat, ist es seine eigene Schuld. 

Mit dieser Ersparnis hätte er jetzt locker die Beiträge weiter zahlen können.

Das ist genau richtig so. ALLE Schlupflöcher müssten geschlossen werden

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MiaMaraLara 10.05.2016, 19:25
@DerHans

Ja klar diese Reglung ist richtig und sinnvoll. Schade ist es für einzelne, dass sie nicht bei dem Schritt in die PKV an solche Situationen gedacht haben bzw. die eigene Zukunft falsch eingeschätzt haben.

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Ab 55 gibt es keinen Weg zurück in die gesetzliche.

Das ist auch richtig so.

Man kann nicht in jüngeren Jahren den Beitragsvorteil wählen, und anschließend wenn man älter wird, nach dem Staat rufen.

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indiacheyenne 10.05.2016, 06:50

Es ist ja nicht so das er nun auf der faulen haut liegt wie so manch anderer.  Er hat seit ein paar Monaten zwei Jobs bei denen er zusammen etwas über 1000 euro verdient.  Also seinen Lebensunterhalt bestreitet er komplett selbst.  Nur ist nun die Privatversicherung mit ca 500 euro im monat zu teuer geworden und deshalb meine Frage ob es nicht was günstigeres gibt.

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DerHans 10.05.2016, 10:45
@indiacheyenne

Er hätte die Beitragsersparnis eben tatsächlich sparen sollen und nicht auf den Kopf hauen

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Ich glaube, dass es nur möglich es, wenn er einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgeht.

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MiaMaraLara 09.05.2016, 23:06

grd. richtig, nur tritt keine Versicherungspflicht ein wenn er Jahre PKV war und über 55 Jahre ist.

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Okay...danke für eure Antworten. Was ich nur nicht verstehe wiesoman bei der Privatversicherung gespart hätte.  Ich dachte die ist eigentlich teurer als die gesetzliche? Kenn mich da nicht aus....

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MiaMaraLara 10.05.2016, 19:35

In der GKV ist der Beitrag kurz gesagt vom Einkommen abhängig. Hast du wenig Einkommen zahlst du wenig, hast du viel zahlst du auch viel. Und jeder finanziert mit seinem Beitrag alle die Leistungen benötigt bzw erhalten.

In der PKV ist der Beitrag vom Vertrag abhängig. Wenn man jung und gesund ist locken einen die Privaten Versicherungen mit mit niedrigen Beiträgen. Du schließt also einen Tarif/Vertrag ab und zahlst erstmal relativ wenig (kannst also eher sparen) Den selben Tarif wie du schließen auch noch andere ab und du bist in einer Art Tarifgruppe. Du und du andern in deiner Tarif Gruppe werden aber immer älter und benötigen mehr Leistungen, und die können nicht mehr mit den niedrigen Beiträgen gedeckt werden, also steigen die Beiträge.

So in Kurzform hab ich es mir jedenfalls mal erklären lassen.

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