Kann ich von der Lebensversicherung eine Schriftliche Übersicht der Beiträge die eingezahlt wurden verlangen?

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6 Antworten


Am Telefon hat sich das nicht so angehört als ob die LV so gerne das für uns machen würde...mit den Worten  "da müsste sich ein Mitarbeiter hinsetzen und das machen"



Das ist natürlich reines Abwimmeln. Sicher muss sich da ein Mitarbeiter hinsetzen und das machen, nämlich Deine Daten in den PC eingeben und auf "Enter" drücken, bestimmt extrem aufwendig ...

Natürlich sehen die das nicht so gerne, weil man dann merkt, wie wenig die Versicherungen von ihren einstigen tollen Versprechungen eingehalten haben.

Wie hier auch schon vorgeschlagen, fordere die Übersicht schriftlich an, dann werden die das schon machen. Es kann auch nicht schaden, diese Abrechnung/Übersicht von der Verbraucherzentrale überprüfen zu lassen. Dort kannst Du auch erfahren, ob die Übersicht den Vorschriften entspricht.

Die Kosten sind zu verkraften, man ist meist damit überfordert, das selbst zu überprüfen. Einige Versicherungen tricksen bei den Abrechnungen gerne mal und verlassen sich darauf, dass die meisten Versicherten sich nicht so gut auskennen.

Du hast doch aber wie üblich jedes Jahr eine Mitteilung über den aktuellen Stand Deiner Versicherung erhalten?


Als Nachtrag zu meiner Antwort und zusätzliche Information:

Ich habe kürzlich mit einem Versicherungsvertreter gesprochen, der mir bestätigt hat, dass die Versicherungen verpflichtet sind, die von Dir gewünschte schriftliche Aufstellung kostenfrei anzufertigen.


Lass Dich also nicht abwimmeln!


Und probiers vielleicht doch mal mit der Verbraucherzentrale, die sind oft sehr aktiv, wenn es um Versicherungen geht.




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Kommentar von Zappzappzapp
18.03.2017, 00:10

Als Nachtrag zu meiner Antwort und zusätzliche Information:

Ich habe kürzlich mit einem Versicherungsvertreter gesprochen, der mir bestätigt hat, dass die Versicherungen verpflichtet sind, die von Dir gewünschte schriftliche Aufstellung kostenfrei anzufertigen.

Lass Dich also nicht abwimmeln!

Und probiers vielleicht doch mal mit der Verbraucherzentrale, die sind oft sehr aktiv, wenn es um Versicherungen geht.

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Bestehe darauf, dass man dir eine Beitragsübersicht zukommen lässt und lass dich nicht abwimmeln. Mach das schriftlich und nicht am Telefon. Da die Beiträge immer höher wurden, hast du eine sog. dynamische LV.

Wenn dir nach Ablauf der Vertragslaufzeit die Summe ausgezahlt wird, wirst du sicher feststellen, dass da weniger rauskommt, als du angenommen hast. Die Mitteilungen über die Wertentwicklung einer LV die man bekommt, sind immer unverbindlich. Das ist auch auf den Mitteilungen vermerkt.

Ich hatte auch einige LV`s die inzwischen ausgezahlt wurden und war über die ausgezahlten Summen enttäuscht. Weit weg davon, was man mir beim Abschluss der LV`s vorgerechnet hatte.

Dann traute ich meinen Augen nicht als ich las, dass die Gesellschaft für die Verwaltung des Kontos einige tausend Euro in Abzug brachte. Beschwerte mich daraufhin bei der Gesellschaft und bat um Aufschlüsselung der Verwaltungsgebühren. Das lehnte die Versicherungsgesellschaft ab.

Habe mich dann an einen Ombudsmann gewandt und die Sache überprüfen lassen. Ergebnis: Die Gesellschaften sind berechtigt Verwaltungsgebühren von der auszuzahlenden Summe abzuziehen, müssen jedoch keine Auskunft darüber geben, wie sich diese Gebühren zusammensetzen. Das sieht der Gesetzgeber nicht vor und deshalb bekommt man auch keine Auskunft von der Gesellschaft. Die können also in der Höhe willkürlich Kosten für die Kontoverwaltung in Abzug bringen. Bei mir waren es in einem Falle 4000 €.

Dann erhielt ich noch die Auskunft von dem Ombudsmann, dass die Anlagen welche die Versicherung an der Börse tätigt, nicht die Wertentwicklung brachte, die man für die Wertsteigerung des Vertrages erwartet hat. Nachprüfen kann man das allerdings kaum auf Richtigkeit.

Es könnte dir also passieren, wenn dein Vertrag zur Auszahlung fällig wird, dass du weniger Geld bekommst, als dir in den Mitteilungen dargestellt wird.

Schliesslich erklärte mir der Ombudsmann, dass es gegen die Art der Abrechnung keine Eiwände gäbe und Vorgehen wegen der Einbehalte nicht zum erhofften Erfolg führe.

Eine LV lohnt sich aus heutiger Sicht nicht, so man eine Rendite erwartet. Ein paar Jahre vor dem Auszahlungstermin sollte man die Dynamik bei dem Vertrag nicht weiterlaufen lassen, weil das finanziell nichts bringt.

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Kommentar von rollo11
09.03.2017, 10:58

Sehr gute Stellungnahme! Jeder, der noch eine kapitalbildene LV abschließt, sollte mit dem Rohrstock 50 Schläge auf die nackten Fußsohlen bekommen!!!

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Kommentar von Galla53
17.03.2017, 10:02

unsere LV - bei einer Großen damals sehr berühmten VR . Irgendwann verwickelt in Skandale... Pech für uns... 

aber 1991 hat man als Junge Familie vorsorgen bzw im Alter eine Zusatzrente bekommen wollen... 
LV waren damals so modern und auch beliebt... 

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Guten Tag ich bedanke mich für alle Antworten.

Ich habe von der LV eine Antwort als PDF bekommen...es ist nur ein Satz " Seit Vertragsbeginn haben Sie insgesamt gezahlt: von 1991 bis 2017 "xxxxx" Euro. Diese Zahl habe ich auch auf der schriftlichen Übersicht, aber es ist nicht das um was ich die VL gebeten habe...ich dachte Jahr für Jahr 26 x Beitrag x 12 ... (der von 100 DM auf 290 Eu im Laufe der Jahre gestiegen ist) 

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Klar kannst du das verlangen. Ob deinem Wunsch wer nach kommt, liegt am guten Willen. Schwer ist das nicht, steht ja alles im PC.

Schau mal in deine Police und in den Antrag. Dort wurde vor 26 Jahren genau aufgeschlüsselt was du in welchem Jahr zu erwarten hast und wie die Beiträge durch die vereinbarte Dynamik steigen werden.


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normalerweise bekommst du ganz genau aufgeschlüsselt wann du wieviel bezahlt hast,

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Kommentar von Galla53
07.03.2017, 18:34

Am Telefon hat sich das nicht so angehört als ob die LV so gerne das für uns machen würde...mit den Worten  "da müsste sich ein Mitarbeiter hinsetzen und das machen"

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Das kannst du doch selbst ausrechnen! Wäre ICH Versicherer, würde ich für diese Leistung 2000 Euro in Rechnung stellen. Wer seine Ausgaben nicht archiviert, der sollte dafür bluten! Meine Meinung.

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Kommentar von Zappzappzapp
10.03.2017, 13:40

Klar, und die Anzahl Deiner Kunden würde sich extrem in Grenzen halten.

Ob der Kunde seine Belege archiviert oder ob es andere Gründe für so eine Anfrage gibt, weiss der Versicherer ja gar nicht und das geht ihn letztlich auch gar nichts an.

Diese Leistung solte entweder ein selbstverständlcher Service sein, bei den großen Beträgen um die es bei einer Lebensversicherung in der Regel geht, oder sie ist ggf. sogar gesetzlich vorgeschrieben.

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