Kann ich vom Jobcenter nicht gezahlte Leistungen nachträglich einfordern?

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6 Antworten

Ich frage mich gerade wovon du all die Jahre gelebt hast. 

Dir stehen vom Amt 400 € Selbsterhalt und die Warmmiete für angemessenen Wohnraum zu.

Du sagst, das du 190 kalt bezahlst. Also nochmal ca 150 für die Nebenkosten aus eigener Tasche.

400 € selbsterhalt - 150 Nebenkosten und 20 € die du angeblich zuwenig Kaltmiete bekommst macht 230 € Selbsterhalt. Abzüglich Strom, Telefon, Versicherung.behauptest du also von 150€  im Monat zu leben.

Und das ist dir nicht früher aufgefallen? Oder hast du noch einen Minijob der angerechnet wird? Dann könnte die Rechnung nähmlich aufgehen und du hättest keine weiteren Ansprüche.

Das Sozialgesetzbuch hat laut SGB IV eine eigene, vom BGB abweichende Verjährungsfrist, nämlich 4 Jahre.

Aber frag doch einfach erst mal nach. Vielleicht hast ja was übersehen und der Betrag stimmt doch.

Ich weiß nur, dass die Verjährungsfrist bei 3 Jahren liegt, wenn das Amt Geld zurückfordert (in manchen Fällen auch 30 Jahre). 

Ich vermute für die ganzen Jahre wirst du es nicht erhalten, aber für einen gewissen Zeitraum ganz sicher. Wende dich doch mal an die Verbraucherzentrale in deiner Nähe, die wissen das.

Du hast jeden Tag Zeit und bist nie auf die Idee gekommen mal deine Bescheide auf Richtigkeit zu prüfen? Da spar ich mir mal lieber einen weiteren Kommentar zu. Jedenfalls wirst du nicht für sechs Jahre rückwirkend Leistung bekommen. Es handelt sich hier um Sozialhilfe, die bei !Bedarf! gezahlt wird. Und ein Bedarf besteht nicht mehr wenn du ohne das Geld auskamst. Ich würde es auch ziemlich frech dem Steuerzahler gegenüber finden wenn du der Meinung bist er müsse dir jetzt ein Extrataschengeld zahlen.


Ich hatte, bis es mir zufällig aufgefallen ist, auch nicht damit gerechnet, das  ich gerade um meine Miete geprelltwerde. Und "auskommen"  ist mal die eine Sache, das man vom  Hartz 4 Regelsatz allein nicht über die Runden kommt, ist (hoffe ich) kein Geheimnis. Daher finde ich, das wenn ich Geld dass mir über die Jahre eigentlich zugestanden hätte gerne rückwirkend gezahlt würde, es ziemlich frech mir zu unterstellen ich würde mir ein extra Taschengeld vom Steuerzahler erdreisten, zumal ich mir a) ziemlich viele Frechheiten von der Arge haben gefallen lassen, und b) die Abgaben für Arbeitslosengeld denke ich wohl das kleinste Übel für den Steuerzahler sein dürften

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Gegen Bewilligungsbescheide gibt es Einspruchsfristen (ein Monat). Nach deren Ablauf ist nichts mehr möglich. Die Messen sind gesungen.

Ich denke schon, aber Geld, das man vom Staat zurück möchte, dauert bekanntlich sehr lange...

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