Kann ich Psychotherapeut nach einem Studium der Sozialen Arbeit werden?

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Ja, das nist zZ noch möglich. Nach einem Studium der sozialen Arbeit ist es möglich, eine Weiterbildung zum Psychotherapeuten zu machen, wobei hier eine Besonderheit besteht, nämlich die Ausrichtung auf die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Die besondere Berufsbezeichung lautet dann Kinder- und Jugendlichentherapeut, in Abgrenzung zum ärztlichen Psychotherapeuten und zum Psychologischen Psychotherapeuten (alle genannten zählen als Psychotherapeuten, was die allgemeine Berufsbeziechung darstellt). Anders als beim Psychologischen Psychotherapeuten, der grundsätzlich eine Zusatzfachkunde für Kinder- und Jugendlichentherapie erwerben kann (was aber selten in Anspruch genommen wird), ist eine Zusatzfachkunde für Erwachsene den KInder- und Jugendtherapeuten nicht möglich.

Alternativen zum Psychologiestudium in D ist das Studium in A, NL und B.

Es ist auch zu berücksichtigen, dass das PsychThG voraussicht. 2014 (endlich) neu gefasst wird. Dann wird es weder Sozialpädagogen, noch Psychologen möglich sein, den Beruf des Psychotherapeuten zu ergreifen. Statt dessen wird es ein eigenständiges (sich am Medizinstudium orientierendes) Studium Psychotherapie geben, das mit einem Staatsexamen zum Psychotherapeuten abschließen soll. Insofern ist es jetzt (da der Bachelor ja mid. drei Jahre dauert) gar nicht zu empfehlen, Psycholgie zu studieren, weil man Psychotherapeut werden will, da Bachelorabsolventen nicht in den Rückwirkungsschutz und damit auch Übergangsregelungen fallen, nur Masterstudenten mit klinisch-psychologischer Ausrichtung.

Nein, aber zumindest zu meiner Zeit gab es die Möglichkeit die Wartesemester damit zu überbrücken, dass man einen ähnlichen Beruf studierte und dann wechselt. Dann können einige Scheine anerkannt werden und du kannst deinen Wunschberuf kürzer studieren. Ist zwar alles in allem trotzdem der längere Weg, aber nicht so lang als würdest du zwei Studien machen. Erkundige dich aber bei der Studienberatung wie die aktuellen Regelungen sind.

Es gibt noch die Möglichkiet, Sozialpädagogik, Pädagogik, Kleinkindpädagogik etc. zu studieren und relativ leicht dort zugelassen zu werden. Dann kann man wenigstens anschließend noch Kinder- und Jugendpsychotherapeut werden.

Entweder schließt du ein Psychologie-Studium mit Schwerpunkt Klinische Psychologie an (wenn sich daran nichts geändert hat, kann dir aus dem Erststudium etwas anerkannt werden) und danach die notwendigen Therapeuten-Qualifikationen. Oder du wählst eine andere Möglichkeit und wirst nach der Fachhochschule z.B. Sozialtherapeutin oder KJP, d.h. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin.

Der Begriff "Psychotherapeut" ist in Deutschland durch das Psychotherapeutengesetz (PTG) rechtlich geschützt. Und gemäß PTG darfst du dich nur Psychotherapeut nennen, wenn du ein Studium der Medizin oder Psychologie abgeschlossen UND zusätzlich eine anerkannte psychotherapeutische Ausbildung absolviert hast. Ein recht langer und leider auch nicht gerade billiger Weg. Etwas anders läuft es meines Erachtens mit dem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Dieser Titel kann auf Grundlage eines Abschlusses der Sozialpädagogik SOWIE einer anerkannten therapeutischen Zusatzausbildung erworben werden. Oder, wenn es dir nur um ein Arbeiten im psychotherapeutischen Kontext geht und du nicht unbedingt später als Psychotherapeutin in die eigene Praxis willst, kannst du auch nach einem Soz.päd.-Studium z.B. im Suchtbereich eine therapeutische Zusatzqualifikation erlangen und damit angestellt in ambulanten Behandlungsstellen oder Fachkliniken tätig werden. Wobei im letztgenannten Arbeitsfeld zu berücksichtigen ist, dass hier gerade ein allmählicher Verdrängungswettbewerb läuft: während "Suchttherapeuten" in der Vergangenheit sehr vorrangig zusatzqualifizierte Sozialpädagogen waren, streben inzwischen zunehmend Psychologen diesen Arbeitsbereich an. Beste Grüße

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