Kann ich Patentante werden obwohl ich nicht getauft bin. Evang?

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9 Antworten

Es ist schön, wenn du für das Kind deiner Freundin da sein möchtest!

Patin sein ist aber mehr. Wie willst du, dem Kind helfen, als Christ zu leben, wenn du selber keine Christin bist? - Du magst natürlich ein guter, hoch moralischer Mensch sein. Du kannst aber nicht glaubwürdig jemand anderen zu etwas führen, das du selber nicht leben willst.

Die Taufe macht den Säugling ja auch nicht zu einem Christen, auch keine Kirchenzugehörigkeit...Christ wird man durch den Glauben an Jesus Christus, siehe Johannes 3. lg

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die Taufe ist der sakramente Akt, der im Leben immer wieder bestätigt werden muss. Auch dir LG, KaeteK!

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Nein, ist es nicht. In der evangelischen Kirche ist es Voraussetzung, dass ein Pate Mitglied einer christlichen Kirche ist, was bei dir jedoch nicht der Fall ist. Somit kannst du leider keine Patin sein.

Ob es eventuell doch möglich sein könnte, weil der Pastor/die Pastorin eine Ausnahme zulässt, kann euch nur der Pastor/die Pastorin der betreffenden Gemeinde sagen. Also wäre mein Rat, dort nachzufragen, ob es geht.

Das wird in den einzelnen Gemeinden unterschiedlich gehandhabt. Nur welchen Zweck soll das haben, die Aufgaben eines Paten wirst du ohnehin nicht wahrnehmen können.

In der Regel wird in der evangelischen Kirche nicht nur die Taufe, sondern auch die Konfirmation vorausgesetzt. Um Genaueres sagen zu können, müsste man wissen, um welche Landeskirche es sich handelt, d. h. in welcher Region die Taufe stattfinden soll.

kommt drauf an an welchen pfarrer du gerätst.

manche stellen sich an. andere akzeptieren, dass einer der paten nicht in der kirche ist. kann man in einem gespräch vorher erfragen.

sieh es mal so, die wollen schon, dass das mit der patenschaft eine ernsthafte sache ist, und die kinder christlich erzogen werden könnten, wenn die eltern wegfallen. wenn man deutlich machen kann, dass das der fall ist, dan geht das.

viele sind ja auch einfach aus der kirche ausgetreten (und dennoch getauft), auch da dürfte es theoretisch nicht gehen - geht aber...

Das hat nichts mit "anstellen" zu tun, sondern mit dem Wesen des Patenamtes. Wenn die Kirche das ernst nimmt, steht das Amt nur für Getaufte offen.

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@botanicus

...und wir haben zwei ungetaufte paten, meine frau ist heidin und ich aus der kirche ausgetreten.

thats life, oder?

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@pbheu

In welcher Kirche wird denn eine solche Konstellation für eine Kindstaufe akzeptiert?

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@RobertWeemeyer

das werde ich wohl kaum hier posten - ist aber so gelaufen.

mein plädoyer ist, und nicht nur zu diesem thema, wir sind alle menschen, und wenn man sich mal zusammensetzt und probleme bespricht, statt sich hinter vorschriften zu verstecken oder auf grundsatzpositionen zu beharren - geht einiges mehr als man so denkt.

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Die Antwort auf deine Frage hängt von der jeweiligen Konfession und letztlich sogar der jeweiligen Gemeindeleitung ab.

Maßgeblich ist nach meiner Auffassung für das Amt einer "Patentante" allein ihr ebenfalls christlicher Glaube. - Sonst macht die Patenschaft keinen Sinn, denn schließlich soll der Pate bzw. die Patin den Täufling später auch im christlichen Glauben unterrichten und anleiten. Die Taufe spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle, denn es gibt leider auch viele Getaufte, welche nicht gläubig sind und dennoch mit dem Patenamt keinerlei Problem hatten. Wenn du aber wirklich gläubig bist, muss man sich auch umgekehrt die Frage stellen, warum du dich nie hast taufen lassen. Das macht mich persönlich etwas stutzig.                 

Wenn es dir aber gelingt, den taufenden Pfarrer von deinem persönlichen Glauben zu überzeugen, müsste er eigentlich mit deiner Patenschaft einverstanden sein, wenn er sich nicht stur an konfessionsabhängige Regeln hält, oder halten muss. 

Les mal in Wiki:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pate

Allerdings habe ich mir mal sagen lassen, das hinge auch vom Pfarrer/Gemeinde ab.

Z. Bsp. ist der Pate meines Juniors ev. obwohl er der kath. Kirche angehört. Geht normal auch nicht, aber unsere Gemeinde hat es trotzdem gemacht.

Lt. Wiki:

Evangelische oder andere Christen (auch Nicht-Christen) werden nach can. 874 § 2 des Codex Iuris Canonici (Kirchenrecht) nur als zusätzliche Taufzeugen eines katholischen Paten oder Patenpaares zugelassen.

Vielleicht geht Taufzeuge ja auch in der ev. Kirche. Wäre ja auch was. Einfach mal dort nachfragen.

Umgekehrt akzeptiert die ev. Kirche katholische Paten. Ungetaufte i.d.R. aber nicht.

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ein Taufzeuge ist ein getaufter Christ einer anderen Konfession

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"Die Bedeutung einer Patenschaft heißt für die christliche Kirche, dass Du dazu beiträgst, Dein Patenkind im christlichen Glauben ein Vorbild zu sein und ihm christliche Werte beibringst, es im Notfall - wenn Vater und Mutter ausfallen - sogar im christlichen Glauben erziehst.

Da Du diese Anforderungen, ohne in der Kirche zu sein, aus amtskirchlicher Sicht nicht erfüllen kannst, ist ziemlich eindeutig, dass Du keine Patenschaft übernehmen kannst." - stechmoul

Die Patin verspricht bei der Taufe, dazu beizutragen, dass das Kind im Glauben der Kirche, dem es angehört, erzogen wird. Dazu muss die Patin natürlich Mitglied dieser Kirche sein.

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