Kann ich ohne mein Einverständnis in die Psychiatrie kommen?

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9 Antworten

An deiner Stelle würde ich als erstes probieren, die Schule zu wechseln. Geh mit deinen Eltern zum Jugendamt, notfalls auch alleine. Erzähl denen dort, wie schlimm es für dich ist und dass du schon nicht mehr in die Schule gehen möchtest. Wenn du danach trotzdem auf der Schule bleiben musst, kannst du immer noch deine Eltern nach einem Psychiatrie Aufenthalt fragen.

Denn alleine ohne die Zustimmung deiner Eltern kannst du nicht in die Psychiatrie gehen, es sei denn, du würdest von deinen Eltern misshandelt (was zum Glück ja nicht der Fall ist, oder?)

Ich würde allerdings statt der Psychiatrie lieber zu einem Psychologen oder Psychiater gehen. Psychiatrie ist da zu gross, denke ich. Du kannst danach, wenn du dich beim Psychologen/Psychiater nicht Wohlgefühlt hast, immer noch in die Psychiatrie gehen.

Du kannst auch zu deinem Hausarzt gehen. Er kann dich aufgrund von Mobbing von der Schule befreien. Auch wenn es dir vielleicht peinlich ist, erzähle jedes Detail und jedes deiner Gefühle. So können die Erwachsenen dich besser verstehen und dir damit auch besser helfen.

Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg, wo auch immer du hingehst.
LG Xneb20  

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Ja das ist sehr gut möglich.

Deine Mutter muss dich Gott sei dank nicht fragen, ob du Hilfe möchtest oder nicht.

Das schöne an der Sache ist, dass du dir vermutlich die absoluten Horrorszenrarien ausmalst und dann positiv überrascht sein wirst.

So eine Psychiatrie ist nichts schlimmes.

Es erinnert viel eher an eine Jugendherberge, als an ein Krankenhaus.

Die Pfleger und Co tragen in den meisten Fällen auch keine Kittel und diese typischen Pflegerklamotten, sondern ganz normale Kleidung.

Du wirst auch nicht mit irgendwelchen sedierten Zombies oder Menschen, die nur vor sich hinweinen zu tun haben.

Wobei mit Sicherheit mal jemand weinen wird.

Therapie bedeutet in den wenigsten Fällen alleine mit einem Therapeuten zu sein und zu reden. Das kommt meistens nur einmal in der Woche vor.

Die restlichen Therapien sind meistens mit anderen zusammen und machen echt viel Spaß.

Ich hatte zum Beispiel Tanz und Theatertherapie. Beim tanzen wurde kaum gesprochen, das war einfach nur eine Möglichkeit, um sich zu bewegen, im aus sich herauszukommen und um sich abzulenken.

Bei der Theatertherapie konnte (musste nie) ein Problem angesprochen werden, was ganz spielerisch und vielleicht auch humorvoll aufgegriffen und besprochen wurde. Das war bei mir sehr gut. Der Therapeut hat vor jedem Schritt gefragt, ob dies und jenes gut sei und ob wir das so probieren wollen.

Das hat hauptsächlich Spaß gemacht.

Die Atmosphäre auf meiner Station (Depression) war auch ausgezeichnet positiv. Damit hätte ich niemals gerechnet. Ich dachte immer, wenn ein Haufen depressiver Menschen aufeinander hockt, werden alle furchtbar traurig sein und die Stimme wäre gedrückt.

Absolut nicht. Wir haben sehr viel mit einander gelacht.

In der Klinik war für mich vieles möglich. Viel mehr als in der "richtigen Welt".

Du sitzt mit den Menschen dort einfach im selben Boot und es herrscht einfach ein gewisses Verständnis. Du musst dich nicht erklären oder so.

An deiner Stelle würde ich versuchen meine Denkweise umzustellen. Sieh der Sache nicht negativ, sondern positiv entgegen.

Ändern kannst du es eh nicht.

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Da du minderjährig bist, kannst du gegen deinen Willen eingewiesen werden.

Dafür müssten deine Eltern einen Beschluss machen, weil es den Mitarbeitern in der Klinik sonst nicht erlaubt ist dich dort festzuhalten.

Allerdings haben sie glaube ich die Befugnis wenn du von der Polizei oder einem Krankenwagen eingeliefert wirst, dich für 24 Stunden gegen deinen Willen dort zu behalten, wenn die Polizisten das für nötig halten.

Wenn deine Eltern allerdings nicht wollen dass du in eine Psychiatrie kommst, dann wird das wahrscheinlich auch nicht passieren :)

Es sei denn deinen Eltern wurde das Sorgerecht entzogen.

Dann entscheidet das die Person die das Sorgerecht hat.

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DEIN Einverständnis ist in deinem Alter leider "unwichtig". Das deiner Mutter, wenn nicht sogar das beider Elternteile braucht es aber. Wenn die Eltern dagegen sind, wird es schwierig dich in die Psychiatrie zu bekommen, aber möglich ist es auch über Ärzte und/oder das Jugendamt. Aber da müsste schon etwas SEHR gravierendes vorliegen das es soweit kommt.

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Es ist leider ohne deine Einverständnis möglich solang du nicht 18 Jahre alt bist. Es gibt die Möglichkeit das beide Eltern teile (sofern vorhanden) wo Unterschreiben müssen und du dann in die Klinik musst ob du nun willst oder nicht. Auf der anderen Seite gäbe es da noch die Möglichkeit über das Jugendamt welches dich auch ohne Einverständnis der Eltern in eine Klinik bewegen kann. Dazu kommt noch der Faktor das wenn dein Arzt sagt das du in eine Klinik musst die Chance das du drum herum kommst fast bei 0 liegt da die Ärzte extrem Einfluss haben. Ich habe einige Freunde bei denen es leider auch so war.

PS: Lass dich nicht unterkriegen ;)

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Kommentar von Hacker48
08.08.2016, 03:10

Damit das Jugendamt sie ohne das Einverständnis beider Eltern und gegen ihren Willen stationär zwangseinweisen lassen kann, müssen aber mehr Gründe vorliegen als Mobbing in der Schule. Selbst autoaggressives Verhalten reicht da nicht aus, also sofern sie nicht gerade akut suizidales Gedankengut hat, wird das erst einmal nicht passieren. :)

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Kommentar von touba
08.08.2016, 03:18

Was heißt hier leider?!
auch über 18 kannst du Zwangs eingewiesen werden da müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.
Stelle bezüglich des Mobbings einen Strafantrag bei der Polizei danach erzähle es deinen Eltern und den Lehrern.

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Kommentar von malour
08.08.2016, 03:23

Extrem Einfluss? Nun niemand wird ohne trifftigen Grund eingeliefert , das muss begutachtet bzw genau ausgewertet werden. Zudem gibt es dies auch bei Volljährigen und ist manchmal notwendig zum Wohle des Patienten, auch wenn man das als Patient manchmal nicht nachvollziehen kann.

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Doch das kann sein.Wenn sich die Schule und das Jugendamt einschaltet, kann auch u.Umständen gegen den Willen des Erziehungsberechtigten soetwas veranlasst werden, wenn deine Gesundheit gefährdet ist.

Es geht also nicht immer darum ob man eine Gefahr für andere ist.Und scheinbar hast du ja arge Probleme, die wahrscheinlich der ambulante Psychologe nicht mehr in den Griff bekommt.Warum hast du Angst vor einer Klinik? Dir soll es doch besser gehen und oft gibt es da mehr Möglichkeiten, dir zu helfen, da man dort verschiedene, individuelle Therapieansätze hat.

Aber mal so als Empfehlung;Rede mit deiner Mutter!




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Kommentar von Hacker48
08.08.2016, 03:26

Mal ein kleiner Denkanstoß:

Neben dem nZeitverlust ist man nach einem solchen Klinikaufenthalt die nächsten Jahre stigmatisiert, sowas spricht sich schnell herum. Davon abgesehen, dass in vielen psychiatrischen Kliniken der Einsatz von Psychopharmaka gängige Praxis ist und die Wirkung dieser Mittel auf Kinder und Jugendliche noch nicht wirklich erforscht worden ist ...

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Sprich mit deinen eltern darüber ich meine jeder mensch hat probleme ich du er sie alle wurden bestimmt mal gemobbt oder hatten einen schweren verlust aber gleich in die klinik? Hast du den sonst irgendeine krankheit?

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Deine Meinung ist in solch einem Fall leider egal.

Psychisch kranke Personen wissen ja sowieso gar nicht, dass sie psychisch krank sind.

Genauso weiß man, wenn man besoffen ist nicht, dass man es ist und meint immer nur, es geht einem ja perfekt.

Auch geistlich behinderte Menschen verstehe nicht, dass sie es sind.

Dementsprechend ist das Einverständnis von den Personen selbst völlig egal, weil sie es sowieso nicht versetehen und akzeptieren würden.

Deine Eltern können da sicherlich mitreden. Allerdings glaube ich, dass deine Eltern auch nicht komplett entscheiden können. Sprich, wenn der Staat sagt, dass du dort hin musst, kann es sein, dass die Meinung deiner Mutter ebenso egal ist.

Spreche mit deiner Mutter und ihr werdet einen Weg finden. Sie will doch auch nur das beste für dich, du bist ihr Kind, und kein Unfall!

Viel Erfolg auf deinem Weg!

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Kommentar von Hacker48
08.08.2016, 03:18

1. Ihre Meinung ist nicht "egal". Je älter sie wird, desto wichtiger wird ihre Meinung und auch, wenn sie mit 13 wenig mitzureden hat, so wird sie doch angehört. Auch und insbesondere vor Gericht.

2. Weder alle psychisch kranken, noch alle geistig behinderten Menschen wissen nicht,dass sie krank bzw. behindert sind, das ist schlicht falsch. Ob eine Krankheitseinsicht vorliegt ist wieder eine andere Frage, aber viele Meschen wissen durchaus, dass etwas nicht ganz stimmt.

3. Wie gesagt, das ist pauschalisierend und schon daher falsch.

4. Die Eltern können entscheiden, sofern nicht das Gericht die Einverständnis ersetzt. Hier müssen allerdings sehr gute Gründe vorliegen, Mobbing allein oder eine Krankschreibung reicht nicht.

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Kommentar von greulinchen
08.08.2016, 04:47

Gibt auch Menschen, die dumm sind, nur Mist reden oder scgreiben und es nicht merken. Alle anderen aber schon.

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Kommentar von Hopetocanhelp
08.08.2016, 11:51

Also als ich besoffen war wusste ich, dass ich es war. bei meinen Freundinnen war es auch so

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wenn deine eltern nicht einwilligen dann normal nicht, du bist ja nicht fremd oder eigengefährdend

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Kommentar von malour
08.08.2016, 03:16

Das stimmt so nicht ganz, es kommt immer auf die Umstände an.

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