Kann ich nach einer verfristeten Nebenkostenabrechnung Vorauszahlungen die unter Vorbehalt geleistet wurden zurückforddern?

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6 Antworten

Ich gehe davon aus, dass Du die Abrechnung für das Abrechnungsjahr 2014 meinst (= Kalenderjahr?) und Du diese noch nicht erhalten hast.

Somit würde es Sinn machen, den Vermieter anzuschreiben und diese Abrechnung einzufordern. Gleichzeitig darauf aufmerksam machen, dass Du die Vorauszahlungen für 2014 zurück forderst, wenn die Abrechnung nicht bis zum Beispiel Ende Januar vorliegt. Wenn sie dann nicht vorliegt, könntest Du die kommenden Mieten um den Gesamtbetrag aller Vorauszahlungen reduzieren, also z. B. auch 2 Monate keine Miete zahlen, wenn der Gesamtbetrag höher als 2 Monatsmieten ist.

Dabei aber gut aufpassen: Übersteigt der Gesamtbetrag der Zurückhaltung die zwei Monatsmieten und dem Vermieter fällt plötzlich ein, dass er Dir die Abrechnung längst schon zugestellt hat, wäre der Einbehalt unberechtigt, aber die Voraussetzung für eine fristlose Kündigung gegeben. Lieber also nicht ganz so forsch ran gehen, sondern erst einmal nur die Betriebskostenvorauszahlungen vom Überweisungsbetrag abziehen.

In irgend einer Form wird doch der Vermieter dann reagieren.

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Nur wenn das Mietverhältnis geendet ist.

Während des laufenden Mietverhältnisses dürfen die Vorauszahlungen nur zurückbehalten werden bis der Vermieter, nach Aufforderung, die Abrechnung erstellt und zugeschickt hat.

Dann sind die laufenden Vorauszahlungen wieder zu zahlen und die einbehaltenen  nach zu zahlen

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Ist die Abrechnung verfristet, heißt das lediglich, dass du eine Nachzahlungsforderung nicht befriedigen musst. Das hat mit der Zahlung unter Vorbehalt nix zu tun. Du hast nun die Möglichkeit, die Abrechnung auf formale und inhaltliche Korrektheit zu prüfen. Hier könntest du dich auf deine Zahlung unter Vorbehalt berufen, wenn  die Abr. nicht in Ordnung ist (inhaltlich) und selbst korrigieren. Ist sie aus formalen Gründen unwirksam, gilt sie als nicht erfolgt.

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Nein, warum auch? Wir rechnen in einigen Häisern diese Jahr ab das Wirtschaftsjahr 2013, denn die Versorger verschicken erst jetzt ihre Rechnungen. Alles doch zulässig und ganz einfach, oder? Viel Glück.

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Ja, ich denke, das kannst du (bin aber keine Fachfrau!). Nachzahlungen von dir an den Vermieter verjähren, wenn du 1 Jahr nach Ablauf des Abrechnungszeitraumes noch keine Nebenkostenabrechnung erhalten hast.

Aber Gutschriften verjähren meines Wissens nicht innerhalb dieses Zeitraumes. Möglicherweise müßtest du die Vorauszahlungen jedoch einklagen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dir der Vermieter alle Vorauszahlungen freiwillig zurücküberweist. Aber er muß dir gegenüber den Nachweis erbringen, dass er deine Vorauszahlungen zweckgebunden ausgegeben hat, also tatsächlich für die Nebenkosten.

Viel Glück!

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Kommentar von schleudermaxe
03.01.2016, 11:19

Wie bitte was verjährt nach einem Jahr und wo steht das?

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Kommentar von anitari
03.01.2016, 11:23

Eine evtl. Nachzahlung verfristet wenn der VM die Abrechnung nicht fristgerecht zugestellt hat.

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Wo liegt der Sinn darin, Vorrauszahlungen zurückfordern...? Warum? In jeder Wohnung entstehen doch monatliche feste und bewegliche Kosten...? Kleinen Teil davon muss der Vermieter/Eigentümer bezahlen

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