Kann ich mit meiner Krankheit COPD fliegen

8 Antworten

Besprech das mit deinem Arzt. Diese Krankheit gibt es ja in verschiedensten Stadien.

Meine Mutter hat es auch und hatte allerdings nie Probleme beim Flug. Aber gerade der Aufenthalt in gemäßigten Klimazonen, z.B. Spanien im Winter hat ihr sehr gut getan. War sie im Winter dort, brauchte sie sehr viel weniger Medikamente.

Besprich das auf jeden Fall mit Deinem Arzt. Normalerweise gibt es bei Flugreisen nicht viel Schwierigkeiten. Es muß aber mit der Fluggesellschaft abgeklärt werden, wie das mit Deiner Sauerstoffversorgung aussieht. Die Fluggesellschaft muß auf jeden Fall informiert werden.

Hallo Georg nachfolgend eine umfassende Abhandlung zu der von Dir angesprochenen Thematik.

Tipps für Flugreisen

Für Patienten mit obstruktiven Atemwegs­erkrankungen .

Eine obstruktive Atemwegserkrankung schließt einen Urlaub in einer von Deutschland weit entfernten Re­gion der Erde nicht grundsätzlich aus. Vor Antritt der Reise sollten Sie jedoch mit Ihrem Hausarzt oder Ih­rem Lungenfacharzt klären, ob die geplante Reise und besonders ein Langstreckenflug ratsam sind. Falls Kin­der mitfliegen, wird Ihr Kinderarzt Sie gerne beraten.

Untersuchungen vor Reiseantritt

Bei Zweifel an der Flugtauglichkeit gehört zur Unter­suchung vor Reiseantritt neben einem Gespräch und der üblichen körperlichen Untersuchung eine Lungenfunktionsprüfung. Eine Blutgasanalyse ist eine einfa­che Methode, das mögliche Risiko für eine Sauerstoff­unterversorgung während des Flugs zu prüfen.

International gelten unterschiedliche Richtlinien zur Beurteilung der Flugtauglichkeit, viele Fluggesellschaf­ten legen dazu eigene Kriterien fest.

Die Europäische Fachgesellschaft für Lungenheilkunde (European Respiratory Society) schlägt z.B. die Mit­nahme von Sauerstoff vor, wenn der zu erwartende Sauerstoffdruck im Blut (Pa02) unter 55 mmHg liegt. Der flugmedizinische Dienst der Lufthansa fordert u.a. eine Vitalkapazität* von mindestens 3 Litern und eine FEV,* über 70% des Sollwertes, eine Sauerstoff­sättigung von mindestens 85% oder einen Sauerstoff­druck im Blut (Pa02) von mindestens 70 mm Hg.

Probleme beim Langstreckenflug

Langstreckenflugzeuge fliegen meist in einer Höhe von 9 bis 11 km. Der Kabineninnendruck entspricht wäh­rend des Fluges einer Höhe von etwa 2.400 m über dem Meeresspiegel. Die Höhe bedeutet, dass der Sauerstoff­druck in der Kabine vermindert ist; etwa so wie bei ei­nem Aufenthalt in den Alpen. Außerdem wird die Um­luft in der Flugzeugkabine angewärmt, wobei die Luft sehr trocken wird. Die relative Luftfeuchtigkeit beträgt dabei etwa 1 5%. Für einen gesunden Menschen ist das im Allgemeinen völlig unproblematisch, da der vermin­derte Sauerstoffdruck durch eine schnellere, tiefere At­mung ausgeglichen wird.

Ein Patient mit einer Atemwegserkrankung kann un­ter Umständen den verminderten Sauerstoffdruck nicht ausgleichen, so dass der Sauerstoffdruck im Blut und die Sauerstoffsättigung des Blutes deutlich ab­sinken. Ob Beschwerden auftreten, hängt auch von der Dauer des Fluges ab. Bei Langstreckenflügen soll­te der Sauerstoffdruck im Blut mindestens 55 mm Hg betragen.

Der Kabineninnendruck in Passagierflugzeugen auf Reiseflughöhe entspricht einem Aufenthalt in etwa 2.400 m Höhe. Der Sauerstoffdruck in der Kabine ist daher etwa um 25% vermindert.

Auch das Flugziel ist zu berücksichtigen: Massive Luft­verschmutzung oder einen abrupten Klimawechsel vom kalten Deutschland in tropische Hitze und zurück ver­kraftet nicht jeder. Der Körper benötigt oft einige Tage,

um sich auf die neuen Umgebungsbedingungen einzu­stellen.

Empfehlungen für einzelne Krankheits­bilder

Asthma

Vitalkapazität: Das ist die Luftmenge (Volumen), die nach tiefer Einatmung maximal ausgeatmet werden kann (forcierte Vitalkapazität). Man kann die Vitalkapazität auch messen, indem man zuerst tief ausatmet und dann die Luftmenge misst, die maximal eingeatmet werden kann.

FEV,: Das ist das möglichst kräftig ausgeatmete (^forcierte exspiratorische) Volumen der ersten Sekunde. Dazu wird zunächst so tief wie möglich eingeatmet und dann so kräftig und so schnell wie möglich ausgeatmet. Gemessen wird das Volumen, das in der ersten Sekunde ausgeatmet wird.

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Flugreisen stellen im stabilen Krankheitszustand kei­ne Gefährdung dar. Führen Sie die gewohnte Medi­kation so weiter, wie es dem bisherigen zeitlichen Rhythmus entspricht. In Absprache mit Ihrem Arzt kann die zusätzliche Anwendung eines ß2-Sympathomimetikums sinnvoll sein, da die niedrige relative Luftfeuchtigkeit Atembeschwerden auslösen kann.

Sie sollten Ihre Notfallmedikamente stets im Handge­päck haben.

Chronische Bronchitis ohne Einengung der Atem­wege (= ohne Obstruktion)

Hier bestehen für Flugreisen oder Höhenaufenthalte trotz der sehr trockenen Luft in den Flugzeugen im allgemeinen keine Einschränkungen. Sie sollten mit Ihrem Arzt klären, ob sie von schleimlösenden Medi­kamenten profitieren.

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung [COPD]

Eine optimale medikamentöse Behandlung ist eine ent­scheidende Voraussetzung. Vor Abflug sollte Ihr Krankheitszustand stabil sein. Falls Sie einen erniedrig­ten Sauerstoffdruck im Blut haben (meist in fortgeschrit­tenen Krankheitsstadien) kann eine Sauerstoffgabe wäh­rend des gesamten Fluges erforderlich sein. COPD Pati­enten mit häuslicher Langzeit Sauerstofftherapie benö­tigen auf jeden Fall Sauerstoff während des gesamten Fluges. Da Sie keinen eigenen Sauerstoffbehälter mit in die Flugzeugkabine nehmen dürfen, ist vor der geplan­ten Reise die Fluggesellschaft zu benachrichtigen. Wenn Sie gezwungen sind, trotz plötzlicher Verschlechterung Ihrer Erkrankung (z. B. zurück nach Hause) zu reisen, kann Sauerstoff an Bord ebenfalls erforderlich sein.

Bei ausgeprägtem Emphysem sollten Sie unbedingt vor Abflug mittels Röntgenuntersuchung ausschlie­ßen lassen, dass Emphysemblasen vorliegen. Emphysemblasen können bei Druckschwankungen in der Kabine während Start und Landung platzen. Hierdurch entsteht ein Pneumothorax (= Eindringen von Luft zwischen Lunge und Rippenfell), der lebens­bedrohlich sein kann und einen sofortigen ärztlichen Eingriff erfordert. Falls Sie innerhalb der letzten 3 Wochen vor Abflug einen Pneumothorax hatten oder falls Sie einen großen Erguss in der Lunge haben, soll­ten Sie nicht fliegen.

Auch Patienten mit anderen Lungenerkrankungen (v.a. Lungenfibrose, Lungenhochdruck) können dauerhaft oder in der besonderen Situation des Fluges auf eine Sauerstofftherapie angewiesen sein. Bitte konsultie­ren Sie vor der geplanten Flugreise Ihren behandeln­den Arzt.

Sauerstoff während des Fluges und im Urlaubs­land

Die Sauerstoffversorgung ist bei den einzelnen Flugge­sellschaften sehr unterschiedlich geregelt. Im Allgemei­nen müssen Sie mindestens 48 Stunden vor Abflug den Bedarf anmelden. Die Gebühren sind relativ hoch und werden nicht immer von den Krankenkassen übernom­men. Es ist daher immer zu prüfen, zu welchen Bedin­gungen Sauerstoff bereit gestellt wird. Aus Gründen der Flugsicherheit ist es nicht erlaubt, eigene Sauerstofffla­schen mitzuführen, auch nicht im Gepäck. [@uelle Deutsche Atemwegsliga e.V.]

Gruss Jens http://www.lungenemphysem-copd.de

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