Kann ich mit dieser Formulierung zufrieden sein?

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8 Antworten

Das ist genauso schlimm wie die andere. Das hat sich bemüht ist ganz schön hinterhältig und gemein.

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Ist ein sehr schlechtes Zeugnis, leider. Mit dieser Formulierung wirst Du bestimmt nirgendwo genommen, eine Sauerei ist das. Du solltest versuchen, ein gerechtes Zeugnis mittels Rechtsbeistand und notfalls Arbeitsgericht durchzusetzen. Dafür ist eine Angehörigkeit bei der zuständigen Gewerkschaft - oder anderer  Rechtsschutz- vorteilhaft.

Ich habe das bei meinem Sohn nach der Ausbildung hinter mir, da versuchte man genau das gleiche.  Ausbildungsfremde Aufgaben jede Menge, Mobbing von der Dame der Personalabteilung etc...zuerst verweigerte man ihm sein Zeugnis, und dann kamen solche Dinger wie bei Dir dabei heraus. Mit Anwalt haben wir dann ein vernünftiges durchgesetzt, da wurden sie ziemlich kleinlaut. Ich wünsche viel Erfolg !

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Kommentar von earnest
19.02.2016, 07:50

Woher willst du wissen, ob das "eine Sauerei" ist? Vielleicht war die Arbeitsleistung wirklich katastrophal?

Vielleicht kann der Arbeitgeber das im Detail belegen?

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Kommentar von DarthMario72
19.02.2016, 09:55

Ist ein sehr schlechtes Zeugnis

Das kannst du aus einem Halbsatz schon ableiten? Respekt! Die Formulierung deutet zwar auf ein mieses Zeugnis hin, aber solange wir das vollständige Zeugnis nicht kennen, können wir das nicht abschließend beurteilen.

eine Sauerei ist das

Woher weißt du das? Womöglich war der Fragesteller tatsächlich so eine Niete.

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So ein Zeugnus kannst Du nirgendwo herzeigen bzw. vorlegen - weder mit der ersten, noch mit der zweiten Formulierung.

Du hast zwei Möglichkeiten: entweder Du formulierst selbst einen Zeugnisvorschlag und ersuchst darum, dass man Dir ein Zeugnis mit dem von Dir vorgegebenen Text ausstellt; oder Du legst bei den nächsten Bewerbungen dieses Zeugnis nicht bei und windest Dich da herum (Zeugnis bei Bewerbung leider im Original vorgelegt und nicht mehr zurück bekommen, etc.)

Davon einmal abgesehen, wäre es wohl auch für Dich von Vorteil, wenn Du Dich in deinem nächsten Job darum bemühen würdest, eine bessere Beurteilung zu bekommen.

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Kommentar von grisu2101
19.02.2016, 06:54

Er kann (sollte) Rechtsmittel einlegen. Viele Zeugnisse sind einfach ungerecht oder beruhen auf Berichte von "netten" Kollegen, die weder die Fähigkeit noch die Ausbildung haben, um Mitarbeiter objektiv zu bewerten. Das ist leider allzuoft Stand der Dinge in D.

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Kommentar von Ifm001
19.02.2016, 07:21

entweder Du formulierst selbst einen Zeugnisvorschlag

Man sollte es vermeiden, selbst Zeugnisse zu formulieren. Da baut man sich als Laie unbemerkt noch viel schlechtere Formulierungen ein, als man da versucht auszumerzen.

wenn Du Dich in deinem nächsten Job darum bemühen würdest, eine bessere Beurteilung zu bekommen.

Wie hast Du festgestellt, dass es tatsächlich die Ursache nur auf arbeitnehmerseite zu finden ist?

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Kommentar von Herb3472
19.02.2016, 07:26

Ach hör doch auf mit Deinen Rechtsmitteln! Wenn ich mich von einer Mitarbeiterin trennen muss, weil ich total unzufrieden mit ihrer Arbeitsleistung und ihrem Verhalten bin, dann wird ihr Zeugnis so formuliert, dass Du Dich mit Deinen Rechtsmitteln brausen gehen kannst!

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Nein. Stehts bemüht heisst nichts anderes, als immer versucht und nicht geschafft.

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Kommentar von DarthMario72
19.02.2016, 10:51

Stehts bemüht

Man kann sich nicht nur stehend, sondern auch sitzend bemühen.

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Da gibt es ein Buch in dem du die Formulierungen in Noten findest. Oder google mal. Das zweite ist auch nicht besser.

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Zuerst einmal: Man kann ein Zeugnis nur beurteilen, wenn man den kompletten Text kennt.

Dieser eine Satz reicht aber um Dir, gelinde gesagt, eine völlig unzureichende Leistung zu bescheinigen. Hier steht zwar, dass Du Dich "stets bemüht" hast was aber bedeutet, dass die Versuche kläglich gescheitert sind.

Dieses Zeugnis würde ich nicht akzeptieren. Wenn der AG nicht belegen kann, dass Du wirklich so schlecht warst, muss er das Zeugnis nach § 109 Gewerbeordnung ändern.

Das BAG hat vor kurzer Zeit entschieden, dass jede Benotung die schlechter als eine "Drei" ist vom AG begründet werden und das Zeugnis, kann er die schlechte Leistung nicht belegen, entsprechend geändert werden muss. Voraussetzung ist allerdings, dass Du das auch verlangst.

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Grundsätzlich kann man ein Zeugnis nur dann bewerten, wenn man es im Zusammenhang liest, also vollständig von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum. Denn überall dort können Informationen enthalten sein, die für die Einschätzung des Zeugnisses wichtig sind. Zudem können einzelne Formulierungen in unterschiedlichem Zusammenhang eine völlig unterschiedliche Bedeutung haben.

Die Formulierung "im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit" deutet auf ein mangelhaft hin, die neue Formulierung ist auch nicht wirklich viel besser.

Grundsätzlich ist es so, dass man als AN Anspruch auf ein durchschnittliches (= befriedigendes) Zeugnis hat. Ist der AG der Ansicht, dass du tatsächlich so eine Niete bist, wie er das im Zeugnis andeutet, dann muss er das belegen. Umgekehrt bist du beweispflichtig, wenn du ein gutes oder sehr gutes Zeugnis haben willst.

Aber nochmal: einzelne Sätze oder Halbsätze kann man nicht beurteilen, sondern nur das vollständige Zeugnis.

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http://www.zeit.de/2008/46/C-Kompakt-Arbeitszeugnis

Wie sieht diese Zeugnissprache aus?

Was jeder interpretieren können sollte, ist die sogenannte 

Zufriedenheitsskala. So ist die Formulierung "hat die Arbeiten stets zu 

unserer vollsten Zufriedenheit erledigt" gleichbedeutend mit der Schulnote 

1. "Stets zu unserer vollen Zufriedenheit" bedeutet eine 2.

 "Zu unserer 

vollen Zufriedenheit" eine 3.

 "Zu unserer Zufriedenheit" eine 4, "im Großen 

und Ganzen zu unserer Zufriedenheit" eine 5 

und "hat sich bemüht, die 

Arbeiten zu unserer Zufriedenheit zu erledigen" eine 6. 

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Kommentar von Ifm001
19.02.2016, 07:47

Immer wieder gerne behauptet, ist so aber Quatsch. Ein Zeugnis kann man sich auf diese Sätze reduzieren. Diese sollten nicht fehlen, aber es kommt immer auf den Gesamtkontext an. Die beste Note kann man durch Formulierungen drumherum ganz leicht wieder zunichte machen.

So ist z. B. "In seiner geselligen Art hat er zum guten Betriebsklima beigetragen und die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt." sicher keine gute Bewertung. Aussage dieses Satzes ist ...

- hat gesoffen
- viel mit mit Kollegen gequatscht (und von der Arbeit abgehalten)
- kein selbstständiges Arbeiten ("Dienst nach Vorschrift")
- und das hat er aber sehr gut gemacht

Siehe auch http://www.anwalt.de/rechtstipps/arbeitszeugnis-oder-wie-es-nicht-aussehen-sollte_004278.html

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