kann ich mit 18 ausziehen bzw. bafög beantragen, wenn meine Mutter wegziehen möchte?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Hi,

schwierig. Sehr schwierig.

Die Gesetze sind klar. Solange du in einer Schule in zumutbaren Nähe zum Elternhaus (zumutbar sind 2 stunden Wegzeit) einen vergleichbaren Abschluss erwerben kannst, bekommst du auswärtswohnend kein Bafög.

Und da ist egal, ob du die Lehrer kennst/magst oder sonstiges.

Wohngeld kannst du nur bekommen, wenn du dem Grunde nach kein Bafög bekommen kannst (zum Beispiel Auszug ohne unzumutbare Strecke). Jedoch brauchst du für Wohngeld ein Mindesteinkommen. Wohngeld ist ja nur ein minimaler Zuschuss zur Miete. Du musst denen vorab erstmal beweisen, wie du den Rest des Lebens finanzierst, um einen Teil der Miete zu bekommen. Wie hoch dieses Mindesteinkommen ist, kannst du du im "Wohngeld-Rechner" bei dir schauen.

Du kannst natürlich da bleiben (du bist ja 18). Musst dann aber selbst schauen, wie du dich finanzierst.

Nebenjob (450€) + Kindergeld (190€) und ggf. noch was in den Schulferien verdienen könnte klappen in einem günstigen WG-Zimmer. Ggf. bekommst du dann noch ein paar Euro Wohngeld dazu.

Du musst dann entscheiden, was dir wichtiger ist. Mit Nebenjob und Kindergeld geht es, nur du musst natürlich dafür was arbeiten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
silversonic 26.01.2016, 19:16

ja arbeiten gehe ich bereits, aber mit einem 100euro zusteller lohn kommt man aber nicht weit, trotzdem danke für deine Antwort

0
Fortuna1234 26.01.2016, 19:19
@silversonic

Dann musst du dir eben einen besseren Job suchen. Und wenn deine Mutter in der anderen Stadt ist, gehörst du auch nicht mehr zur Bedarfsgemeinschaft. Kannst also das gesamte Geld behalten.

Ich habe mit 14 schon mehr verdient als du. Ich hatte mit 14 zwei Austrägerjobs, mit 15 dazu kellnern und mit 18 habe ich in der Marktforschung gearbeitet (ca. 300€ monatlich), dazu noch den Austrägerjob (hab ich bis 19 behalten) und gelegentlich noch kellnern (gerade im Sommer im Biergarten).

Mit 18 kannst du ALLE Jobs machen ohne jegliche Einschränkungen. Und damit suchst du dir dann einen lukrativeren Job und dann geht das alles.

Man kann also locker 450€ verdienen (oder auch mehr) und das Geld kannst du dann auch komplett behalten.

0

Deine Mutter muss Dich nicht mitnehmen. Allerdings muss sie (und auch Dein Vater) Unterhalt zahlen bis zum Ende Deiner ersten Ausbildung. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein.

Du hättest keinerlei Ansprüche auf Wohngeld, da du noch Schüler bist und daher bedarfsweise BaföG beantragen könntest. Das wäre in deinem Fall immer vorrangig und ersetzt den Wohngeldanspruch.

BaföG wiederum scheitert an den zu erfüllenden Voraussetzungen. Es müsste am Wohnort der Mutter und in einem Umkreis von 2 ÖPNV-Stunden unmöglich sein, eine Sek. 2 zu besuchen. Da wir aber in Deutschland leben und nicht in der Wüste Gobi...

Mit staatlicher Hilfe kannst du also nicht rechnen, um deine Privatwünsche zu erfüllen. Aber wenn du dir einen Nebenjob suchst, ein billiges Zimmer/Wohnung und deine Eltern noch Unterhalt leisten...


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hey,

Das Problem ist, dass deine Eltern zuständig sind für deine 1. Ausbildung. ;-))

Von daher wirst du nichts vom Amt bekommen leider, schätze ich mal.

Warum guckst du dich nach einer WG um und arbeitest nebenbei. Das geht vielleicht. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?