Kann ich mit 16 ausziehen, weil ich es daheim nicht mehr aushalte?

14 Antworten

Hey du, lass dich von diesen teilweise echt uneinfühlsamen Kommentaren nicht unterkriegen! Es gibt nicht nur physische, sondern auch psychische Gewalt. Ich schreibe hier mal meine Geschichte:Ich war 10 Jahre alt, als meine Mutter fremd ging, sich dann von meinem Vater trennte und zu ihrem ziemlich gut betuchten neuen Partner aufs Land zog. Mein Bruder war alt genug, um in Berlin zu bleiben. Ich musste mit. Es folgten die schlimmsten Jahre meines Lebens, da ich in den Augen ihres neuen Lovers das lästige Anhängsel war. Jeden Tag wurde ich gedemütigt, mir wurde fast alles verboten, ich wurde enteignet, beschimpft (zum Beispiel als hässlich - was ich definitiv nicht bin), ich wurde aus der Familie ausgeschlossen, ich durfte nur wenig von dem, was im Kühlschrank war, essen, keine Freunde empfangen, nicht ohne Hausschuhe laufen, nicht mit in Urlaube, keine dünnen Schuhe (= Turnschuhe) oder welche mit noch so kleinem Absatz tragen, abends nicht raus, wurde angeschrien usw. Es ging soweit, dass ich mich nicht mehr nach Hause traute. Meine Mutter war abhängig von ihm, konnte nichts tun, war nicht stark genug, zumal nun noch zwei weitere Kinder dazu kamen (das sind aber seine eigenen, sodass es ihnen gut geht). Meine Mutter hatte kein Geld. Während meine kleinen Geschwister, also seine Kinder, mit teuren Klamotten eingekleidet wurden, trug ich aussortierte Klamotten meiner Mutter, was für mich in der Pubertät nicht unbedingt leicht war. Hunger gehörte zum Alltag. Fast jeden Tag lag ich heulend im Bett und suchte nach Antworten, auch in diesem Forum. Leider wurde ich nicht fündig. Ich habe mich meiner besten Freundin anvertraut, als ich irgendwann die Kraft fand. Es dauerte etwas bis ich soweit war, dagegen aktiv zu werden und dann begleitete sie mich ins Jugendamt (einfach anrufen und einen Termin vereinbaren), wo ich mit einer jungen, sehr lieben Sozialarbeiterin, ca. Anfang bis Mitte 20 (ich war 16 oder 17 Jahre alt), sprach. Meine beste Freundin saß die ganze Zeit an meiner Seite. Da ich dazu neige, negative Dinge aus Selbstschutz zu verdrängen, habe ich eine Liste angefertigt mit "Vergehen" dieses Mannes an mir, sodass ich viele konkrete Beispiele nennen konnte. Sie hörte einfühlsam zu, reichte mir Taschentücher. Einfach war es trotzdem nicht. Und ich wusste danach nicht, ob ich nun vielleicht alles noch viel schlimmer machen würde, wenn er erfährt, dass ich beim Jugendamt war. Ich brachte eine gewaltige Welle ins Rollen, die mein gesamtes Leben verändern sollte. Einige Tage später kam die Sozialarbeiterin zu uns nach Hause, machte sich ein Bild, sprach mit meiner Mutter und ihrem Lebensgefährten. Ich wollte unbedingt ausziehen. Am liebsten zurück nach Berlin, wo ich geboren und aufgewachsen bin. Ob eigene Wohnung, WG oder betreutes Wohnen war mir fast gleich (obwohl ich am liebsten in einer WG wohnen wollte, da ich nicht gerne lange alleine bin). Das zu erreichen erschien mir utopisch. Bei den Gesprächen kam heraus, dass es für alle Beteiligten das Beste wäre, wenn ich ausziehen würde. Eine Woche später erreichte mich ein Empfehlungsschreiben vom Jugendamt zur Vorlage beim Jobcenter. Ich stöberte Wohnungen durch, fand aber keine. Ich wusste nicht wie ich all die Dokumente aus dieser komplizierten Erwachsenenwelt auftreiben sollte. Und wer gibt schon einer minderjährigen Schülerin, die nicht mal weiß, ob sie finanzielle Unterstützung erhalten wird oder nicht eine Wohnung? Ich fand unglaublicherweise nach einer Weile suchen und vielen Tränen eine WG im heimischen Berlin. Meine zwei Mitbewohner waren bereits über 30. Bei dem WG-Casting waren viele Leute da, die zuverlässig wirkten, etwas Solides studierten oder mitten im Berufsleben standen. Und ich? Ich wusste nicht mal, ob ich Unterstützung vom Amt kriege, ob ich mir das Zimmer und mein Leben überhaupt leisten kann. Ich hatte nie in einer WG gewohnt, war überaus jung und eingeschüchtert. Mir war klar, dass es nichts wird. Aber manchmal schlägt das Schicksal zu, wenn man es gerade am allermeisten braucht. Ich kann es heute noch kaum glauben, dass sie sich für mich ruhiges, junges Mädchen entschieden. Nun ging ich also zum Jobcenter, wo man erst mal mit mir überfordert war. Keiner wusste, wie er mit einer Minderjährigen diesen Papierwust durcharbeiten musste. Ich scheine dort echt ein Einzelfall zu sein. Ich musste dort leider auch noch mal meine Geschichte erzählen, legte das Schreiben vom Jugendamt vor und wurde von Person zu Person geschickt. Niemand fühlte sich für mich zuständig. Teilweise waren da echt fiese Mitarbeiter, die mir solche Kommentare entgegneten wie man sie hier in diesem Forum zu diesem Thema manchmal findet. Manche (besonders Frauen, die vermutlich selber Kinder haben) reagierten sehr verständnisvoll und bemühten sich um mich. Ich war sehr eingeschüchtert, unsicher und setzte all meine Hoffnungen in die Gespräche mit diesen fremden Menschen. Mein ganzes Leben hing nun von ihren Entscheidungen ab. Unheimlich. Ich hatte einen riiiesigen Papierstapel auszufüllen. An dieser Stelle der ganz wichtige Hinweis: Ihr braucht die Zustimmung eurer Erziehungsberechtigten! Meine Mutter unterschrieb zum Glück alles. Einige Zeit später, nach unzähligen Besuchen beim Amt (meine Fehltage häuften sich: ich machte nebenbei noch mein Abitur), kam endlich der lang ersehnte Brief. Ich durfte ausziehen. Meinen Lebensunterhalt bezahlten von da an das Jobcenter und das Bafög-Amt. Ein riesiger Stein fiel mir vom Herzen und ich bekam mich vor Freude nicht mehr ein. Ich hatte keine Ahnung wie der ganze Kram gemacht werden muss, wohin ich mich wenden muss, was ich zuerst mache und es war furchtbar, aber ich habe es geschafft! Es gibt nichts, worauf ich so stolz bin, wie darauf, dass ich das tatsächlich trotz so vieler Hürden geschafft habe! Nun, 4 Jahre später, habe ich mein Abitur -trotz täglicher 4 Stunden Schulweg nach Brandenburg und somit unglaublich wenig Schlaf- geschafft. Ich habe mich im Leben verwirklicht mit dem, was ich tun wollte: ich habe als Künstlerin gearbeitet und bin sehr viel gereist. Finanziert habe ich mir das mit Promotionjobs und der einen oder anderen Gage. Nun werde ich bald ein Studium beginnen. Ich habe nun vier Jahre Freiheit gelebt (also eigentlich zwei, denn zwei Jahre waren ja das Abitur). Meine WG liebe ich. Ich glaube ans Schicksal. An alle da draußen: Nur Mut! Es ist nicht einfach, aber möglich! Und das Gefühl, wenn ihr es geschafft habt, ist einfach unbeschreiblich. Mich hat es nachhaltig geprägt. Also Kopf hoch! Aber macht euch klar, auf was ihr euch gefasst macht. Es gibt kein Zurück, wenn der Stein ins Rollen gekommen ist. Ich hoffe, ich konnte dem einen oder anderen Menschen hiermit helfen. Viel Glück auf eurem Weg!



Ausziehen mit 16 ist gar nicht so unkompliziert, weil du eben noch minderjährig bist. Aber in deiner Situation macht es absolut Sinn.


Grundsätzlich müssen deine Eltern, dir "erlauben" auszuziehen. Man kann das aber auch vor Gericht erkämpfen.

Unterhaltspflichtig sind sie in jedem Fall.


Ich wünsche dir ganz viel Glück!



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Ausziehen würde ich nicht! Was willst du mit deinem 16 Jahren da draußen machen?? Bleib zuhause,hab mehr gedult, mach die Schule zuende und wenn die Schule zuende ist, geh studieren und während du studierst kannst du ausziehen. Und wenn du dein Leben richtig im griff hast, dann brauchst du nie wieder nach Hause zugehen.

Starke Knie schmerzen und knacken mit 16?

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Heute ist mir allerdings wieder aufgefallen dass ich trotz dehnen und Übungen Schmerzen habe außerdem knacken meine Kniee jedes Mal wenn ich in die Hocke gehe sehr laut und sehr viel.

Wenn ich beim Sport bin und meine Kniee belaste tuen sie meistens schon bei wenig Gewicht oder bei normaler Belastungen weh.

Wachstumsschmerzen kann ich ausschließen da ich damit auch schon mal Probleme hatte und ich die Schmerzen unterscheiden kann außerdem bin ich in dem letzten Jahr nicht einen Zentimeter gewachsen.

Am Tag oder dem morgen nach den Schmerzen bin ich etwas angeschlagen und fühle mich schlapp.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen wenn ihr Tipps habt wie ich die Schmerzen loswerden oder wie ich sie lindern kann ich werde natürlich bald einen Arzt aufsuchen.

Danke

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ich denke, mit 15 kann ich noch nicht ausziehen, aber mit 16.. kann ich auch ausziehen (mit 16 dann) obwohl ich noch zur schule gehe und nichts verdiene? in so eine betreute wohngemeinschaft z.b.? was gibt es da für möglichkeiten (ausser internat, das ist 1. zu teuer und 2. will ich das net), welche bedingungen müssen erfüllt werden und wer finanziert das? und kann ich dann weiterhin an meine schule gehen oder muss ich schule wechseln? (Find ich net so schlimm wenn ioch wechseln muss)

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ich freu mich über jede (sinnvolle) antwort :) danke schonmal :)

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