Kann ich meinen Vermieter zwingen schon vor Ablauf der 3-monatigen Kündigungsfrist einen Nachmieter anzunehmen

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8 Antworten

Es besteht die 3 monatige Kündigungsfrist. Du mußt also 3 Monate vorher bekannt geben, dass Du ausziehen willst. Selbst bei einem Todesfall müssen die 3 Monate eingehalten werden. Und das kann ja wirklich niemand vorraus planen. Wenn die Vermietergenossenschaft Dir wohlgesonnen ist, kann sie Dir einen Monat erlassen. Bezahlen muß der Erbe/Familienangehörige die Wohnungsmiete dann also 2 Monate über den Tod des Mieters hinaus. Wenn das Unternehmen nicht kulant ist, dann müssen 3 Monate für nichts bezahlt werden, denn der Vertragspartner ist ja schon tot. Das Ganze dient dem Schutz des Vermieters.

Ohne Nachmieterklausel darf der Mieter nur dann ausnahmsweise einen Nachmieter stellen, wenn es für ihn unzumutbar wäre, noch längere Zeit am Vertrag festgehalten zu werden. Das ist der Fall,

wenn der Mieter berufsbedingt gezwungen ist, einen Ortswechsel vorzunehmen; wenn der Umzug ins Alters- oder Pflegeheim notwendig wird; wenn der Mieter heiraten will oder wenn sich Familiennachwuchs angekündigt hat und die Wohnung deshalb zu klein wird.

Darf der Mieter in diesen Fällen ausnahmsweise einen Nachmieter benennen, kommt er aus seinem Mietvertrag aber nur heraus, wenn der vorgeschlagene Nachmieter auch geeignet ist. Wichtigstes Kriterium hierfür ist, dass der vorgeschlagene Nachmieter auch in der Lage ist, die vom Vermieter geforderte Miete zu zahlen.

Der Vermieter hat eine angemessene Überlegungsfrist, während der er prüfen und entscheiden kann, ob der vorgeschlagene Nachmieter in Frage kommt. Die Gerichte billigen ihm eine Überlegungsfrist von bis zu drei Monaten zu. Ist der vorgeschlagene Nachmieter geeignet, ist der Vermieter zwar nicht verpflichtet, mit ihm einen Mietvertrag abzuschließen. Doch von dem Zeitpunkt an, zu dem der vom Mieter angebotene Nachmieter bereit ist, die Wohnung zu übernehmen, wird der Mieter von seinen Verpflichtungen gegenüber dem Vermieter frei, muss also auch keine Miete mehr zahlen.

Wichtig: Kein Ausnahmefall, der zur Nachmieterstellung berechtigt, liegt vor, wenn es dem Mieter lediglich darum geht, in eine billigere oder verkehrsgünstigere Wohnung zu wechseln oder wenn der Mieter sich eigene vier Wände angeschafft hat und nun ins Eigentum ziehen will.

du kannst 50 nachmieter stellen,nehmen brauch´ der vermieter trotz des ganzen oben geschriebenen keinen von denen.

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viel Text liebe hexe, hört sich toll an, ist aber alles absolut falsch. Vetrag ist Vertrag und bleibt Vertrag, im Guten wie im Bösen. Der dient ja auch dem Schutz des Mieters. Das mit den Ausnahmefällen ist reines Wunschdenken.

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Dieser ganze Schmarr`n regt mich auf. 3 Mon. usw. Hatte mal den Fall, als meine Frau auszog. Habe die Wohnung ´ne Zeit gehalten. Hab dann Vermieter gesagt, ich kann nicht länger bezahlen, man hat geredet, alles ok. Kein Problem, Herr. . . Wichtig ist, dass man miteinander redet. Das geht in der heutigen Zeit leider unter.

ich denke dem vermieter geht es darum, dass die wohnung nicht leer bleibt und er keine kosten hat. ihr solltet mal mit ihm reden...

Du kannst ihn überhaupt nicht dazu "zwingen", denn kein Vermieter muss einen gestellten Nachmieter akzeptieren. Ein Vertrag ist einzuhalten und bei Bedarf vertragsgemäß zu kündigen. Diese Nachmieter-Parole ist anscheinend nicht totzukriegen.

3Monate Kündigugsfrist kenn ich.Habe auch das durch,bin am umziehen gewesen und einen Nachmieter gefunden, der schon eher einziehen wollte.Aber die Vermieterin akzeptierte diesen nicht,deshalb mußte ich die vollen 3 Monate noch zahlen. Anschließend stand die Wohnung noch 2 monate leer- welche Logik.Vermieter muß Mieter zustimmenLaut Vertragsabschluß ist K.frist vereinbart***

Nö, du kannst ihn nicht zwingen. Er muss keinen Nachmieter akzeptieren.

"Zwingen" kannst Du ihn gar nicht und ausserdem musst Du ihm wenigsten drei verschiedene potentielle Nachmieter vorschlagen.

Erst wenn er die allesamt nicht akzeptieren sollte, käme er in einen gewissen Rechtfertigungszwang.

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