Kann ich meinen Nachbarn wegen Kinderlärm in der Mittagsruhe anzeigen?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo!

Anzeigen kann man jeden. Dafür braucht man nicht einmal einen gescheiten Grund. Ob es einen Sinn macht, man sich einen Dienst erweist, steht auf einem anderem Blatt. I.d.R. urteilen Gerichte kinderfreundlich

Im Urteil des Bundesgerichtshof heißt es nun, sogenannte Umweltmängel,
unter die auch Kinderlärm fällt, seien laut Gesetz hinzunehmen (Az. VIII ZR 197/14). Die Richter verwiesen auf das sogenannte Toleranzgebot zu Kinderlärm, das 2011 in Kraft getreten war. Das Gesetz erklärt den Lärm spielender Kinder als zumutbar, es handele sich hierbei um "Ausdruck der kindlichen Entwicklung und Entfaltung".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/bgh-urteil-keine-mietminderung-wegen-kinderlaerm-a-1031315.html

Mehr Urteile hierzu findest du hier:

http://www.eltern.de/beruf-und-geld/recht/kinderlaerm.html

Gruß
Falke

Ich habe selber 3 Kinder groß gezogen! Aber, ich habe immer darauf geachtet das meine Kinder die Mittagsruhe eingehalten haben (ob Gesetz oder nicht), auch wenn man Kinder hat, dreht die Welt sich nicht nur un Sie, denn die meisten Eltern und Kinder meinen mittlerweile Sie hätten Narrenfreiheit, zu jeder Tages u. Nachtzeit! Auch Eltern u. Kinder sollten so langsam mal wieder lernen etwas Rücksicht zunehmen. Denn es gibt auch Menschen die etwas Ruhe brauchen, z.b. aus Arbeits o. Gesundheitsgründen. Und wenn man einige Zeit nach Einzug erst einen Spielplatz vor die Tür bekommt, sollen diese Leute alle umziehen? So was ist nun gerecht, man muss schließlich immer beide Seiten Sehen.

Eigentlich würde ich gerne sagen, dass das spießig ist. Bleiben wir aber sachlich :

Bevor du überhaupt zur Hausverwaltung gehst oder gar zur Polizei solltest du vielleicht erstmal persönlich bei dem Herrn über dir das Wort ergreifen und ihm dein Anliegen vortragen. Wenn dann nichts geschieht kann man noch immer Beschwerde einreichen.

Gruß

Ich habe meinen Nachbarn schon mehrfach drauf hingewiesen. wirklich etwas geändert hat sich nicht. Trotzdem aber danke, für die Antwort

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Was hat er denn gesagt?

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@Mepodi

Er sagte, dass er fände, dass es eine normale Lautstärke wäre (gut ... das ist von person zu person anders, wie man lautstärke empfindet, bin jedoch nicht der einzige im Aufgang, dem das neagtiv auffällt). hatte jedoch versprochen, mit seinen Kindern zu reden ob sie nicht mal draußen spielen wollen. Am nächsten Tag ging es wieder genau so weiter wieschon seit einigen Monaten

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Hallo,

rechtlich kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen.
Aber wie so oft die Frage: "Warum gehen Sie nicht einfach mal hoch und fragen nett ober er nicht ein wenig Rücksicht nehmen könnte?"

Vielleicht ist Ihm garnicht bewusst das Sie so darunter leiden.

Vielen Dank für die Antwort. doch wie bereits zur Antwort von Mepodi,kann ich auch hier nur schreiben, dass ich dies bereits mehrmals getan habe, aber sich trotzdem nichts an der Sache ändert.

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hatten dich deine nachbarn damals auch angezeigt wo du in dem alter warst

und einfach nur kind sein wolltest, das du so einen groll auf die kinder  hast.

Können wir uns gegen Nachbarn wehren, der uns wg. Kinderlärm terrorisiert?

Hallo zusammen,

Zur Situation: wir wohnen seit 3,5 Jahren zusammen mit unserem 3-jährigen Sohn in einer Mietswohnung im Stadtzentrum. Leider sind die gesamten Reihenhäuser der Straße sehr hellhörig und wir sind auch weit und breit die einzige Familie mit Kind.

Seit ca. einem Jahr haben Ärger mit dem Mieter, der über uns wohnt (alleinstehend, von zuhause aus arbeitend). Er hat sich schon mehrmals bei der Vermieterin beschwert (erst anonym, dann offen), dass unser Sohn zu laut sei. Es folgten weitere Beschwerden, ständiges Klopfen von oben und auch ein persönliches Vorsprechen seinerseits, in dem er uns u.a. sagte: - Wenn Ihr Kind hyperaktiv ist, dann dürfen Sie nicht in so einer Wohnung wohnen - Ab 2 Jahren sollten Kinder hören, es gibt auch noch andere Methoden - Wir sollten den Tag draußen verbringen, dann wäre er auch ausgelastet, etc.

Anfangs haben wir Rücksicht genommen, aber extrem einschränken lassen wollten wir uns auch nicht. Mittlerweile ist die Situation eskaliert: er hat der Vermieterin mit Mietminderung gedroht und gesagt, dass die Situation unerträglich sei. Nachdem haben wir uns extrem Mühe gegeben, die Wogen zu glätten und Rücksicht zu nehmen (Bobby-Car, Ball, etc. hatten wir sowieso nie i.d. Whg., unser Sohn ist von morgens bis spät nachmittags in der Kita und schreien, trampeln, springen ist auch verboten). Es geht also um lauteres Lachen und normalem Alltagslärm. Nachdem er neulich meine Mutter verbal sehr aggressiv angegangen ist, reißt mir langsam der Geduldsfaden.

Ich fühle mich nicht mehr so wohl und unbefangen in der Wohnung, habe Probleme, den Nachbarn einzuschätzen und die Stimmung ist diesbzgl. oft getrübt. Andererseits möchten wir uns nicht "raus ekeln" lassen, denn wir wohnen sehr gerne in der Wohnung/Umgebung.

ich weiß, dass er uns rechtlich nichts anhaben kann und dass man sich ein dickeres Fell zulegen sollte,- aber nichtsdestotrotz möchte ich mich nicht weiter von ihm derart "terrosisieren" lassen. Die Situation ist einfach nur total ungerecht und unser ganzer Bekanntenkreis ist einfach nur baff bzw. sind schon selber Zeuge von solchen Situationen geworden.

Was kann ich tun? Soll ich mit Aufzeichnungen anfangen? Kann ich ihn anzeigen wg. Nötigung oder Belästigung? Unsere Vermieterin hat bereits mehrmals vermittelt, aber sie steht zwischen den Stühlen, will "Frieden im Haus" und weiß, dass man gg. Kinderlärm nicht gekündigt werden kann. Die Situation ist festgefahren.

Ich würde mich über Eure Tipps und Antworten freuen bzgl. wenn man sich Beschwerden wg. Kinderlärm nicht länger gefallen lassen möchte und diese eine gewisse Grenze überschreiten.

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