Kann ich meine Zähne und mein Zahnfleisch noch retten?

13 Antworten

Zunächst einmal: Deine Situation ist vermutlich weitaus weniger schlimm, als du es dir denkst. Vier Füllungen ist zwar überdurchschnittlich in deinem Alter, aber auch nicht massiv viel. Auch Paradontitis wirst du sicher nicht haben, dafür bist du noch zu jung, das bekommt man auch bei zeitweise mangelnder Zahnhygiene normalerweise nicht als Jugendlicher.

Natürlich solltest du dennoch handeln. Karies entwickelt sich zwar recht langsam, aber besonders dann, wenn du schon Zahnfleischentzündungen hast, wäre dringend ein Zahnarztbesuch ratsam. Löcher in den Zähnen kann man noch auffüllen lassen, aber sich zurückziehendes Zahnfleisch kann man nicht so einfach ersetzen und sieht nicht nur nicht schön aus, sondern sorgt auch für dauerhaft schmerzempflindliche Zähne. Je früher du dich behandeln lässt, desto höher ist die Chance, dass du ohne größere bleibende Schäden bleibst. Und glaub mir, es gibt weitaus schlimmere Fälle als deinen, deswegen musst du auch keine Angst davor haben, was der Zahnarzt denken könnte. Geh einfach offen mit deiner Situation um und sag ganz klar, dass du die Dinge hast schleifen lassen, weil es dir vielleicht nicht gut ging oder du viel Stress hattest, zeig Bereitschaft, deine Situation zu verbessern und gut mitzuarbeiten, dann wird die Behandlung auch unproblematisch verlaufen.

Was die Zahnhygiene betrifft: Das Einfachste und Naheliegendste ist immer noch am Besten. Morgens und Abends ganz normal ca. drei Minuten die Zähne putzen (je nach Technik, Zahnstellung und Fingerfertigkeit auch länger oder etwas kürzer), optimalerweise wenigstens einige Male die Woche noch Zahnseide benutzen, wenn du das hinbekommst. Lass dir das am besten beim Zahnarzt zeigen, welche Putztechnik und welche Mittel am besten geeignet sind. Empfehlenswert ist auch eine elektrische Zahnbürste, dann musst du dich nicht so um die Technik kümmern und es geht oft auch schneller und bequemer. Wenn du das an manchen Tagen nicht so konsequent hinbekommen solltest, dann versuch wenigstens einmal pro Tag vor dem Schlafengehen zu putzen, damit du mit sauberen Zähnen schlafen gehst. Gerade beim Schlafen sind die Zähne aufgrund der schwachen Speichelproduktion besonders gefährdet. Wenn man wirklich ordentlich putzt, reicht auch einmal putzen pro Tag aus.
Von alternativen Zahncremes ohne Fluorid würde ich abraten. Fluorid ist der wichtigste Schutz vor Karies, wichtiger noch als das Entfernen des Zahnbelags. Solltest du auf bestimmte Inhaltsstoffe in Zahnpflegeprodukten mit Unverträglichkeiten reagieren, dann frag deinen Zahnarzt, ob er schonendere Produkte kennt. Es gibt auch fluoridhaltige Zahnpasta mit relativ wenigen Inhaltsstoffen, die sind nur oft etwas teurer.

Zur Ernährung: Nicht Zucker ist das Problem, sondern Säure. Zucker wird von den Bakterien im Mund zu Säure verstoffwechselt, welche den Zahn angreift. Jedoch braucht es gut 24 bis 48 Stunden, bis die Bakterienpopulation so stark gewachsen ist, bis das zum Problem wird. Regelmäßiges Putzen hält die Population unter Kontrolle. Saure Nahrung und Getränke greifen die Zähne jedoch direkt an. Dazu gehören natürlich Cola und Limonaden, aber auch saueres Obst wie etwa Äpfel. Ein Apfel oder ein Orangensaft sind also deutlich schädlicher für die Zähne als etwa Schokolade, Kakao oder Vanille-Eiscreme.
Gerade hier hilft das Fluorid, weil es die Zähne vor Säureangriffen schützt. Du musst nich komplett auf Obst, Cola und Limonade verzichten, aber es ist schädlich, den ganzen Tag an der Colaflasche zu nuckeln. Lieber wenige Male am Tag ein großes Glas trinken, als zwanzigmal am Tag einen kleinen Schluck, dann hast du nur wenige Säureangriffe pro Tag.
Empfehlenswert ist es, den Mund nach dem Konsum säurehaltiger Speisen/Getränke nochmal gründlich mit Wasser oder Milch auszuspülen, um die Säure ein wenig zu neutralisieren. Zahnpflegekaugummis helfen noch mehr, aber hier sollte man es nicht übertreiben, da die Zuckeraustausstoffe im Kaugummi zu Verdauungsproblemen führen können.

Also kurzum: Keine Panik, Ruhe bewahren, Zahnarzt besuchen, ganz normal mindestens einmal täglich, besser zweimal täglich, die Zähne putzen, den Säurekonsum etwas in Grenzen halten. Dann ist alles gut.

Um einen Zahnarztbesuch kommst Du nicht herum... das ist die Grundlage, der 1. Schritt um Deine Lage zu verbessern!

Sage vorher schon bei der Anmeldung, dass Du ein Angstpatient bist und Beratung und Begleigung brauchst. Wenn der Arzt das vorher weiss, wird er sich Zeit nehmen und ganz vorsichtig vorgehen. 

Lasse Dir die richtige Zahnpflege erklären!

Du bist 17, Du brauchst Deine Zähne noch oder möchtest Du irgendwann mal mit nur 2 dunkelbraunen Zähnen, nuschelnd und mit schlechtem Atem enden ??  ich glaube nicht.

Außerdem stehen die Mädels nicht auf Typen mit ekligen Zähnen und schlechtem Atem.

Ein gesundes Gebiss  / schöne Zähne werden in der Gesellschaft mit gesund / kräftig / erfolgreich gleichgestellt - wer offensichtlich schlechte oder gar keine Zähne hat wird automatisch als assozial angesehen - das bringt Dich um viele Möglichkeiten.

Was Du tun kannst:  Ab sofort mindestes 2 x täglich Zähne putzen - ohne Wenn und Aber und ohne Ausrede.

Es gibt so viele Zahnpasten, eine davon WIRD  passen. Du kannst z.B. eine Bio-Zahnpasta nehmen, die sind auf trockener Zahnbürste anzuweden schäumen nicht. Eine Sensitiv Zahnpasta und weiche Zahnbürsten passen hier ebenso. Danach eine Mundspülung und voila die Mundhygiene ist perfekt.

Das dauert 2 x 3,5 Minuten  also 7 Minuten täglich - Zeit für Dich!

Zum Ölspülen: Die Ölspülung dient dazu das Zahnfleisch zu kräfigten - ist also in Deinem Falle sicherlich gut. ES ERSETZT ABER NICHT DAS ZÄHNEPUTZEN !!

Zur Info: Wenn Du mit Deiner Zunge über die Zähne fährst und diesen pelzigen Zahnbelag spürst, das sind nichts anderes als Bakterien... keiner will Bakterien auf den Händen haben und wäscht sich die Hände, aber im Mund stören sie nicht ??

Also, es gibt keine Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Allein mit Ernährungsumstellung wirst Du das aber , wenn es so schlimm ist, wie geschildert, nicht in den Griff bekommen. Aber u.U. ist es gar nicht so schlimm, wie Du im Augenblick denkst.

Was meinst Du, was Zahnärzte schon alles sehen und behandeln mußten. Dafür sind sie da.

Du gehst also mit geputzten Zähnen zum Zahnarzt, und läßt erstmal schauen, wie schlimm es überhaupt ist. Karies wird behandelt- das bekannte Bohren. Ich rate nach meinen Erfahrungen aber extrem von Amalgamfüllungen ab!!!!

. Präkaries kann mit Glück auch so heilen. Aber das muß sich ein Zahnarzt angucken.

Dann  machst Du noch eine Paradontosebehandlung.

Sprech das Problem mit dem komischen Schaum an. Es gibt da sicher eine Lösung.

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Außerdem hab ich entgegen von Ratschlägen von Zahnärzten und Zahnarzthelfern und -helferinnen die Erfahrung gemacht, dass, je weniger man seine Zähne putzt desto besser wird es mit Zahnfleischbluten.

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Die Schmerzen kamen langsam. Gestern hatte ich ein etwas komisches Gefühl im Mund, in der Nacht wurde es dann immer schlimmer, und jetzt tut es recht mächtig weh (ich bin aber Hypochonder). Beim Zusammen­beißen der Zähne merkt man eine Schwellung, die rechts unten auf der Innen­seite lokalisiert ist und die ein kräftiges Zubeißen verhindert.

Ich vermute, daß es sich um einen Weis­heits­zahn handelt, obwohl ich mit 46 Jahren eigentlich schon etwas alt für solche Extra­touren bin. Vor 15–20 Jahren hatte ich (natürlich auch auf einer Reise, damals aber nur bis Wien) schon mal ein ähnliches Problem. Damals hast der zahnärztliche Notdienst irgendein Voodoo mit mir gemacht, und dann waren die Schmerzen weg. Ein paar Wochen oder Monate später kamen sie wieder, und ich ließ mir drei Weis­heits­zähne extrahieren; der vierte würde lt. Zahn­ärztin keine Schwierig­keiten machen. Ich kann mich aber weder erin­nern, wo der vierte Zahn saß, noch warum er harmlos sein sollte.

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Hat jemand eine Vorstellung, was das für eine Art Voodoo war, mit dem mir die Wiener Ärztin damals ein paar Monate Zeitaufschub verschaffte? Wie das auf Englisch heißt? Und ob das eine Prozedur ist, die man einem nepâlischen Provinz-Zahnreißer anvertrauen kann? Kann ich das selber machen?

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