Kann ich kosten für den Deutschkurs meiner Schwester steuerlich absetzen?

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4 Antworten

An sich sind diese Kosten nicht von der Steuer absetzbar, zumal sie Ihre Schwester betreffen. Sie können allerdings trotzdem versuchen sie bei Ihrer Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung abzusetzen, da Sie sich moralisch verpflichtet fühlten diese Kosten für Ihre Schwester zu übernehmen. Ob dies anerkannt wird, ist jedoch nicht garantiert. Zudem kommt es auf Ihr Gesamteinkommen ab, ob sich diese Kosten dann steuerlich tatsächlich auswirken. Sie sollten aber auch daran denken, dass Sie eventuelle Versicherungsbeiträge, die Sie für Ihre Schwester tragen, bei Ihrer Steuererkläung als Sonderausgaben geltend machen können. Auch hier hängt ein Steuereffekt von Ihrer persönlichen Situation ab.

Da das gelebte Integration ist, würde ich mir sehr WÜNSCHEN, dass Du die Kosten absetzen kannst :-) Ob das allerdings tatsächlich so ist, hängt sicher davon ab wie alt "die Kleine" ist und ob Du Erziehungsberechtigter bist.

Ich hoffe sehr, dass Du hier von einem "Fachmann" einen ausführlichen Rat bekommst. Falls nicht - schlag mal bei http://www.frag-einen-anwalt.de nach und gib "steuer" als Suchbegriff ein und forste Dich durch. Viel Erfolg!

Jemand der in Deutschland leben will, sollte schon deutsch zumindest in Grundzügen können. Wenn meine Schwester einen Sprachkurs absolviert, kann ich das auch nicht von der Steuer absetzen.

Meinungsfreiheit ok - trotzdem von mir DR!

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@Heeeschen

Ich weiß solche Aussagen sind nicht populär. Der Staat ist so hoch verschuldet, dass unsere Kinder diese Last nicht abzahlen können. Aber wir tun so als hätten wir Geld genug. Das ist rot-grüne Multikulti Getue.

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@Heeeschen

Aber Heeeschen.. überlege doch mal richtig! Wohin würde das nur führen?? Bei Kommentaren gibts keinen DR.. päääähhhhhh!

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Edgar, ich finde das ist gut angelegtes Geld. Ich kenne allerdings nicht die Hintergründe.

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@collo

In anderen Laendern bezahlt der Staat den auslaendischen Neueinbuergern den ersten Sprachkurs! Zumindest koennte man denaneshjambo helfen indem sie es steuerlich absetzen kann.

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Ergänzend zu dem Vorangegangenen: Die Rechnung muss dann auf jeden Fall auf Ihren Namen lauten, nicht auf Namen der Schwester...

Ein Versuch ist es auf alle Fälle Wert.

Das ist Steuerbetrug!!!

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@Niklaus

Ja? Das wusste ich nicht. Inwiefern liegt dann hier ein Betrug vor?

Ich habe vor Jahren die Vollprothese meiner Mutter gezahlt (4.800 DM). Das Finanzamt hat die Rechnung nur abgelehnt, weil ihr und nicht mein Name draufstand, sonst, deren Aussage, wäre es angerechnet worden... Ist das nicht eine vergleichbare Situation? Danke für eine Aufklärung. Und Grüße....

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@bommel65

bommel65 zur Prothese: da hat der Sachbearbeiter Mist gebaut. Die Kosten hätten als außergewöhnliche Belastung anerkannt werden müssen, vorausgesetzt, dass Deine Mutter über ein zu geringes Einkommen verfügt, um die Kosten selbst tragen zu können. Allerdings wird dann an Teil als zumutbare Eigenbealstung abgezogen. Nur der Rest ist abzugsfähig. Das Thema ausßergewöhnliche Belastungen ist allerdings zu Umfangreich, um es hier in wenigen Sätzen erklären zu können. Auch für Dich gilt, dass Du Versicherungsbeiträge, soweit sie als Sonderausgaben gelten, bei Deiner Steuererklärung geltend machen kannst, wenn Du sie tatsächlich bezahlst, unabhängig davon ob Deine Mutetr reich ist oder nicht. Was viele nicht wissen: Versicherungsbeiträge kann der jenige von seiner Steuer absetzen, der sie bezahlt, unabhängig davon, wer der Nutzniesser ist. Das kann auch die KFZ-Haftpflicht für das eigene Kind ohne eigenes Einkommen sein.

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@collo

Danke "collo" für die Erklärung, da habe ich wohl einen schlecht geschulten Sachbearbeiter erwischt. Sie hatte tatsächlich nicht genug eigenes Einkommen...

Beim nächsten Mal forsche ich besser nach - nochmals danke!

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bommel65, leider Unsinn. Würde die Rechnung auf den Namen der steuerpflichtigen lauten, wäre sie auf keinen Fall absetzbar. So besteht eine kleine Chance.

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@collo

War in meinem Fall nicht so, die Antwort des Sachbearbeiters war eindeutig. Absetzbar ja, aber eben nur, wenn die Rechnung auch auf meinem Namen gelautet hätte:

Also Patientin "Bommels Ma" - Rechnungsadressat "Bommel"...

Aber ich bin vielleicht auch nicht so im Steuerrecht bewandert... sorry

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