Kann ich in dem Fall ein Arbeitszeugnis meines Chefs verlangen?

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5 Antworten

Nach § 109 Gewerbeordnung kann der AN bei Vorliegen eines triftigen Grunds auch innerhalb des Arbeitsverhältnisses ein Zwischenzeugnis verlangen. Ein triftiger Grund ist z.B. wenn Du Dich anderweitig bewerben willst.

Ein Arbeitnehmer kann jederzeit ein Zwischenzeugnis anfordern. Da hetzt ein Arbeitsabschnitt ausläuft, passt das ja auch.

Das ist natürlich ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass du dich gerne verändern möchtest.

Das kannst du natürlich auch für eine Gehaltsverhandlung verwenden.

Der erste Satz ist leider falsch ==> siehe meinen Kommentar zur Antwort von @NuQleon !

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Ein Zeugnis steht dir zu nach Beendigung der Ausbildungszeit. Und dann würde ich für jeden Arbeitsvertrag ( also alle 6 Monate) ein Zeugnis verlangen. So hast du immer ein aktuelles Arbeitszeugnis und kannst dich damit bei anderen Firmen bewerben. Viel Glück. Ansonsten ruf mal die Gewerkschaft an.

dafür brauchst du keine begründung du hast jederzeit das recht dir ein arbeitszeugnis ausstellen zu lassen

Das ist leider falsch!

  • Ein Ausbildungszeugnis muss der Arbeitgeber zwingend ausstellen (§16 BBiG).

  • Bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis (§ 630 BGB und § 109 GewO). Diesen Anspruch muss er jedoch verwirklichen, d.h. er muss das Zeugnis entsprechend anfordern.

  • Ein Zwischenzeugnis kann bei Weitem nicht "jederzeit" angefordert werden. Vielmehr muss (gemäß gängiger Rechtsprechung) ein triftiger Grund vorliegen, z.B. ein Vorgesetztenwechsel, der Auspruch der Kündigung einer der beiden Vertragsparteien, ein Betriebsübergang nach § 613a BGB usw.

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Du kannst ein Zwischenzeugnis verlangen mit der Begründung, dass Dein befristeter Vertrag ja in absehbarer Zeit ausliefe und Du Dich rechtzeitig bei einer anderen Firma bewerben wolltest.

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