Kann ich ihr beim Vorlesen helfen?

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6 Antworten

Selbstverständlich kann der Weg zum Sonderpädagogen nicht schaden. Aber ich würde glaube ich erst einmal mit den Lehrern sprechen. Die haben eigentlich einen guten Überblick ob die Entwicklung eines Kindes seinem Alter entspricht, und ob die Leseeigenschaften gut oder schlecht sind.

Ich würde nämlich im ersten Schritt genauso denken, wie Du es beschrieben hast. Übung macht den Meister. Und sicherlich gibt es dann noch Talent für solche Dinge. Ich kenne es auch nur so, dass man beim Vorlesen ein wenig schneller liest, als man die Worte ausspricht. Wenn sie das nicht so gut beherrscht würde ich mit ihr zwei Dinge vorschlagen. Zum einen würde ich ihr vorschlagen, dass sie den Text, den sie vorlesen soll, erst einmal für sich still liest und erst dann beim zweiten Mal laut vorliest. Dann hat sie schon mal eine Ahnung von dem Text. Vielleicht liest Du ihr den Text auch erst einmal vor, eventuell weiß sie gar nicht, wie man richtig betonen kann.

Als zweites würde ich ihr empfehlen langsamer vor zu lesen und sich dabei Pausen zu schaffen. Oft erlebe ich es, dass Vorlesen einfach durch die Texte hasten. Wenn man dann nicht besonders gut ist beim "Text erfassen" kommt es zu holprigen Stellen.

Irgendwann entwickelt man dann ein Gefühl dafür, wie Texte funktionieren. Beispielsweise weiß ich dann, Satz beginnt mit einem Warum, dann folgt in den allermeisten Fällen am Ende ein Fragezeichen. Das ist dann aber der übende Faktor.

Diese Dinge würde ich halt in Angriff nehmen, bevor ich zu einem Mediziner gehen würde. Drücke von hier aus die Daumen und wünsche viele fröhliche Lesestunden.

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DatSchoof 28.04.2016, 15:43

Ich sage artig danke für die Bewertung zur hilfreichsten Antwort. Freut mich, wenn ich Dir helfen konnte.

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Vorstellen könnte ich mir, dass für deine Cousine das sinnentnehmende Lesen derzeit einfach noch ein Problem ist; das ist dann der Fall, wenn der Prozess des Lesen-Lernens noch nicht gänzlich abgeschlossen (oder besser: verinnerlicht) ist. Und zwar insofern, als man noch zu sehr mit dem "Lesen an sich" befasst ist (das heißt: mit dem "Zusammensetzen der Buchstaben und Silben", der sog. Synthese). Genau dann nämlich erschließt sich der Inhalt des Gelesenen nicht so, wie es sein sollte/könnte - und das scheint bei deiner Cousine ja der Fall zu sein (wenn sie, so wie du es beschreibst, über Punkt und Komma sozusagen hinwegliest und ähnliches).

Auch wenn es sehr löblich ist, ihr in dieser Sache weiterhelfen zu wollen: Du persönlich wirst da kaum etwas ausrichten können; zumindest nicht, wenn es sich um eine ausgeprägtere Form der Leseschwierigkeit handelt. Und leider sind auch längst nicht alle Lehrer hinreichend sensibel (und/oder fachlich informiert), wie man so einer Schwäche angemessen begegnet.

Wenn es also ein solches Problem darstellt, dass man nicht mehr drüber hinwegsehen mag und kann, dann solltet ihr ggf. mal mit einer lerntherapeutischen Praxis Kontakt aufnehmen.

Hier finden sich entsprechende Adressen und Kontakte, bei Bedarf:

http://www.lerntherapie-fil.de/index.php/lerntherapeutensuche     
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Sehe ich auch wie kokomi. Die Atemtechnik ist entscheidend. wenn sie eigentlich "flüssig" liest, kann es keine Leseschwäche sein.

Das Gefühl für die Satzbetonung kommt mit dem entspannten atmen.

Übe weiter. Wenn das Problem nicht verschwindet, kann man immer noch nach anderen Lösungen suchen.

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Gib Ihr mal 2 bis drei Absätze zum lesen (im stillen), und dann soll sie mit freien Worten erzählen, was sie gelesen hat. Das hilft oft, das gelesene zu erfassen und in eigene Worte zu fassen (Wortwiederholung :-( )

Dann weiss sie, worum es bei dem Text geht, und kann dann leichter mit der richtigen Betonung vorlesen.

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Lies es ihr mal vor damit sie weiß, wie es sich anhören muss.

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richtiges atmen

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