Kann ich für sowas angezeigt werden?

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9 Antworten

Du hast mit dem anderen Typen einen Kaufvertrag (§ 433 BGB) geschlossen. Damit hast du dich verpflichtet, dem Käufer den Kaufgegenstand (also die PlayStation) zu übergeben und übereignen.

[Aus deiner Frage werde ich nicht ganz schlau. Hast du dem Käufer die PlayStation bereits übergeben?]

Der Käufer hat sich durch den Vertrag dazu verpflichtet, den Kaufpreis zu zahlen und die Ware abzunehmen. Das bedeutet: Er muss dir den Kaufpreis zahlen (das hat er getan) und außerdem die PlayStation annehmen.

Wenn ihr keine entsprechende Rücktrittsvereinbarung geschlossen habt und auch kein gesetzliches Rücktrittsrecht besteht (etwa wegen etwaiger Mängel an der Kaufsache), dann ist der Käufer nicht dazu berechtigt, den Kaufpreis zurückzuverlangen. Es gibt einen Grundsatz, der im deutschen Zivilrecht gilt: Pacta sunt servanda. Das bedeutet: Verträge müssen eingehalten/erfüllt werden.

Also: Der Käufer hat keinen Anspruch auf Rückzahlung des Geldes - weder per Überweisung noch sonst wie. Du musst ihm also das Geld nicht zurücküberweisen. Hat er die PlayStation noch nicht, so bist du natürlich weiterhin verpflichtet, sie ihm zu übergeben.

Die Drohung mit einer Anzeige ist ein allseits beliebtes Mittel, um den rechtlich ahnungslosen Gegenüber zu einer bestimmten Handlung zu bringen. Allerdings hat dein Fall nichts mit irgendwelchen Straftaten zu tun. Sollte dich der Typ wirklich anzeigen (wegen welcher Straftat ist mir schleierhaft), so wird man ihn wieder nach Hause schicken unter dem freundlichen Hinweis, dass sich die Staatsanwaltschaft nicht um zivilrechtliche Streitigkeiten kümmert.

Sei also unbesorgt und sage dem Käufer, dass er absolut keinen Anspruch auf eine Rückzahlung des Geldes hat.

Und wenn der Typ ihn wirklich anzeigen sollte, dann ist das üble Nachrede und da kann dann Schadensersatz verlangt werden.

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Er/sie hat schon geliefert, geht aus einem Kommi weiter unten genauer hervor.

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Er hat kein Recht, den Handel rückgängig zu machen. Wenn du dich darauf einläßt, ist das Kulanz von dir, machen mußt du das nicht.

Und natürlich kann er dich nicht anzeigen, das ist Unsinn. 

Also wenn er mich jetzt anzeigen will wird das nicht gehen ja ? Denn ich möchte keinen Stress

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@Mannie1523

Richtig, sowas kann man nicht anzeigen. Wenn er es versucht, wird ihn die Polizei wegschicken. Du hast ja keine Straftat begangen. Und du begehst auch keine, wenn du den Handel nicht rückgängig macht. Der redet Bullshit.

Eine Ausnahme gibt es: Wenn er minderjährig ist und seine Eltern den Kauf widerrufen, dann mußt du alles rückgängig machen. Dazu müssen sich aber die Eltern bei dir melden.

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@Mannie1523

Ja, ganz sicher. Du hast nichts falsch gemacht und die Polizei wird sich für sowas nicht interessieren und wenn er klagt, wird er nicht Recht bekommen. Keine Sorge. Solange die Eltern nicht widersprechen, mußt du gar nix tun. 

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@Neapelgelb

"Solange die Eltern nicht widersprechen, mußt du gar nix tun."  ... auch dann nicht, wenn seine Eltern wiedersprechen und der "Käufer" volljährig ist ... selbst dann, wenn er noch nicht volljährig ist, können die Eltern nicht wiedersprechen, wenn der Kaufpreis gering ist und er das von seinem Taschengeld bezahlen kann.

Zudem hat er ja vorgeschützt, dass er volljährig ist (bei Ebay dürfen Minderjährige nicht mitmachen) .. das ist dann Betrug und wenn das vorliegt, dann haften die Eltern und er muss mit Sozialstunden rechnen, weil er Dich betrogen hat.

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Der Kaufvertrag ist wirksam. Er könnte ihn anfechten, allerdings ist die bloße Forderung, das Geld zurück zu erhalten, nicht wirksam und bringt ihm gar nichts.

Privatverkauf? No Problemo kannst das Geld behalten

Beim Privatverkauf gibst du keine Garantie oder Gewährleistung geschweige denn Rückgaberecht. Solange die Ware so ist wie Beschrieben z.B. Funktionsfähige PlayStation 4 mit bla bla spielen und bla bla controllern und am ende auch wirklich alles so ist, dann kann er nichts machen.

Zu deiner Frage mit dem Geld zurückholen, das funktioniert nicht wenn er dir das Geld überwiesen hat. Würde nur bei lastschrift funktionieren.

Zusammenfassend:

Deine Ware war bei übergabe wie beschrieben, dann passt alles nach § 433 BGB und danach trägt der Käufer die verantwortung. Soweit du die Ware übergeben hast §433 Abs. 1 muss er dir das Geld geben/überweisen §433 Abs. 2.

Einfach zurückgeben dürfte er nur wenn Sie ihm ein 14-tägiges Rückgaberecht eingeräumt hätten, was ohne direkte Erwähnung nicht der Fall ist.

du bist eine Privatperson und gibst üblicherweise keine Gewährleistung oder Rückgabegarantie. Wie du schon sagtest, das ist jetzt sein Problem.

 Ich habe ihm gesagt, dass er sich das Geld selbst zurück holen Soll, da das laut meiner Mutter geht.

Deine Mutter irrt. Überweisungen kann man nicht zurück buchen.

Überweis ihm das Geld zurück, und die Sache ist erledigt.

Aber ich muss das doch nicht tun. Und ich habe ihm die Ware ja schon geschickt. 

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@Mannie1523

Dass du die Ware schon verschickt hast, stand nicht in der Frage.

Der Vertrag zwischen euch beiden ist erfüllt, der Käufer kann dir gar nichts.

PS: Das gilt allerdings nur, wenn ihr beide volljährig seid.Seid ihr minderjährig, ist der Vertrag ohne Zustimmung der Eltern schwebend unwirksam.

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He, verkauft ist verkauft und Ende.

Einzelüberweisungen kann man nicht zurück holen. Das geht nur bei Lastschriften.

Du bist aber nicht zur Rücknahme verpflichtet.

Am besten lieSt du in den agbs von ebay nach.da steht alles drin und du kannst ihm die stelle zeigen. Dann wird er zur Einsicht kommen

ebay.kleinanzeigen hat nichts mit ebay zu tun.

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Abgesehen davon Regeln die AGB von Ebay das Verhältnis zwischen Ebay und dem Käufer bzw. Verkäufer und nicht das Verhältnis zwischen Käufer und Verkäufer.

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