Kann ich für die ESt. Erklärung 2012 eine Rechnung einreichen, die ich noch absetzen kann?

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3 Antworten

Wenn der Bescheid unter dem Vorbehalt der Nachprüfung steht, kann er jederzeit geändert werden.

Wenn nicht, dann wirst Du wegen "neuer Tatsachen" nicht weiter kommen, weil Du Dir das grobe Verschulden anrechnen lassen must. Hier käme es auf einen Versuch an, aber ich sehe da keine Aussicht auf Erfolg.

Aber in den Folgejahren kannst Du die Erhaltungsaufwendungen auf bis zu 5 Jahre verteilen. Das 1/5 aus dem Jahre 2012 ist dann zwar verlohren, aber die Folgejahre kannst Du daurch retten. (§82b EStDV)

Solange Du keinen rechtskräftigen Bescheid hast kannst Du noch Änderungsanträge stellen. Rechtskräftig wird der Bescheid nach einem Monat.

Die Steuererklärung ist seit einem Jahr rechtskräftig

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@mrhublot

Eine SteuerERKLÄRUNG wird nicht RECHTSkräftig. Und der dann ergehende SteuerBESCHEID wird grundsätzlich nach einem Monat BESTANDSkräftig. Bei einer sog. "Neuen Tatsache" wärer aber eine Bescheidänderung möglich. Es sei denn, du hasz schuldhaft die neue Tatsache (den Beleg) erst jetzt gefunden. Stelle einen Änderungsantrag beim Finanzamt und lege dar, dass du den Beleg seinerzeit nicht fahrlässig nicht eingereicht hast. Ggf. wertet der Bearbeiter das dann zu deinen Gunsten und ändert den Bescheid trotz Eintritt dessen Bestandskraft.

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Hast du die Erklärung schon abgegeben?

Ja vor einem Jahr habe ich die abgegeben.

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Hab ne Rechnung von über 6.000 Euro hier noch rumliegen, wusste damals aber nicht ä, dass ich die auch absetzen kann.

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@mrhublot

Um was handelt es sich denn konkret ?

Falls die Kosten nicht sofort im Entstehungsjahr in voller Höhe abzugsfähig wären sondern nur per Abschreibung auf die Nutzungsdauer verteilt, könnten zumindest die Teilbeträge in den Folgejahren (AfA) noch berücksichtigt werden.

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Es handelt sich hierbei um ein neues heizungssystem für ein Haus, dass wir vermietet haben

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@mrhublot

neues heizungssystem

Falls es sich beim Heizungssystem um Renovierungs- / Erhaltungsaufwendungen und nicht um Herstellungskosten handelt:

Der Vermieter kann die Kosten sofort im Entstehungsjahr voll als Werbungskosten abziehen oder in 2-5 gleichen Teilbeträgen auf die Folgejahre verteilen. Somit hättest du die Möglichkeit, 2013-2016 jeweils noch 1.200 € anzusetzen - die 1.200 für 2012 wären m.E. dagegen verloren.

Bei Einstufung als "Herstellungskosten" ließe sich ledigllich ab 2013 die AfA anpassen.

s.a. Antwort v. @Sintihowie und Erläuterungen zu den Zeilen 39-45

https://www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Formulare/Steuererklaerung/Einkommensteuer/2013/Anleitung_Anlage_V_2013.pdf


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