Kann ich für das Überfahren einer Katze belangt werden?

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13 Antworten

Es mag strafrechtlich nicht direkt relevant sein, aber man sollte zumindest die Größe haben, den Besitzer aufzusuchen anstelle das Tier liegen zu lassen. Allein darum geht es: Anstand zu zeigen & zu sagen "ja, ich war das, es tut mir leid" und vllt. dem Tierhalter dabei behilflich sein, eine andere Katze anzuschaffen, sofern er es wünscht. Man sollte immer zu dem stehen, was man getan hat & sich nicht davon schleichen als wäre nix gewesen. Das ist Feigheit vor dem Feind in seiner unschönsten Form.. sorry, da werde ich humorlos.

Wenn man wegen einem Unfall, den man im Grunde selbst verschuldet hat, auch noch von Leuten, denen das Tier gehört hat, Schadenersatz verlangt, ist man m.E. einfach nur charakter- und pietätlos. Man denke nur, die Katze gehörte einem kleinen Kind.. und wer sein Tier liebte, der hat jetzt ganz andere Probleme als jemandem, der ihm dieses Tier nahm, Schadenersatz zu zahlen oder mit Versicherungen in den Kontakt zu treten. Auch in einer offenbar prozess-süchtigen und geldorientierten Gesellschaft sollte man wissen, wann eine gewisse Grenze überschritten ist.

Mal ein Verständnis-Tipp ------> versuche dich mal in die Lage zu versetzen wie das für dich wäre, wenn man dein Haustier umfahren würde & dann der Autofahrer, der es auf dem Gewissen hätte, die Chuzpe besitzt bei dir anzuklingeln und eine Rechnung des Autohauses zu präsentieren oder auf Schadenersatz zu pochen ... denken wir uns unseren Teil!

Und nur weil Tempo 50 als Limit gilt, muss man es nicht komplett ausreizen. Ich fahre in der Gelegenheit grundsätzlich immer etwas weniger, aber ich will mich mit meinem alten Benz auch nicht als Oberlehrer aufspielen... das versteht sich an dieser Stelle nur als ein gutgemeinter Rat.

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Kommentar von BenniXYZ
23.02.2017, 14:40

Das seh ich völlig anders. Der Katzenhalter muß aufpassen, daß seiner Mieze nix passiert, wenn er sie lieb hat. Er muß auch dafür sorgen, daß sein Tier keinen Schaden anrichtet.

Woher soll ein Autofahrer wissen, wem die Katze gehört, die ihm grad unter die Räder kam? ( bei größeren Schäden könnte er sie in der Umgebung rumzeigen um den Besitzer zu ermitteln. Der wird sich alles vom Leibe halten wollen, was mit Schadenzahlungen zu tun haben könnte) Wenn es denn einen Besitzer gibt.

Angenommen man bremst stark ab und fährt in den Straßengraben? Oder noch schlimmer, in den Gegenverkehr?

Ich würde dem Fragesteller hier kein schlechtes Gewissen einreden wollen.

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Wird eine Katze überfahren kommt laut § 142 keine Fahrerflucht infrage

Die Pflichtverletzung begeht der Tierhalter. Der Tierhalter ist dafür verantwortlich, das sein Tier keine Gefahr für andere ausgeht.

Meldepflicht besteht nicht außer das Tote Tier stellt eine Gefahr für andere dar. Mann ist auch nicht verpflichtet den Halter des Tieres ausfindig zu machen.

Ein recht auf Endschädigung geht von Tierbesitzer aus.

Aber!

Allerdings ist ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz denkbar. Dieses besagt, dass ein Tier nicht unnötig leiden und Schmerzen ausgesetzt werden darf.

Wird es also nur angefahren, kann sich der Autofahrer der Tierquälerei strafbar machen, wenn er das Tier einfach zurücklässt. Diese kann mit einem Bußgeld bis zu 5.000 Euro bestraft werden. Dennoch sollten Sie das Tier auf keinen Fall eigenmächtig töten. Es empfiehlt sich, die Polizei hinzuzurufen und im Zweifelsfall einen Tiernotdienst zu informieren.

Wer das Tier tötet, um es zu „erlösen“, verstößt gegen § 4 Absatz 1 Tierschutzgesetz:

Ein Wirbeltier darf nur unter wirksamer Schmerzausschaltung (Betäubung) in einem Zustand der Wahrnehmungs- und Empfindungslosigkeit oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden. Ist die Tötung eines Wirbeltieres ohne Betäubung im Rahmen weidgerechter Ausübung der Jagd oder auf Grund anderer Rechtsvorschriften zulässig oder erfolgt sie im Rahmen zulässiger Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, so darf die Tötung nur vorgenommen werden, wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen. Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat.

(Kopiert)

Das ist aber alles Gesetzlich!

bedenke dein Tier wird angefahren oder Überfahren und der jenige Fährt einfach weiter und lässt dein Tier liegen.

Aus Menschlicher Sicht hättest du das Tier nicht liegen lassen sollen, es ist ein Großer Verlust für die/den Besitzer. Man hätte das Tier nehmen können und zum Tierarzt gebracht , vielleicht hätte so der/ die Halter ausfindig gemacht werden können und sagen können, das es dir leid tut und nicht in deiner Absicht war.

Ein Tier gilt nur per gesetzt als Sache aber nicht im Menschlichen sinne.

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Kommentar von MKausK
22.02.2017, 10:01

Wieso kommt keine Fahrflucht in Frage?

Eine ungeklärte Sachbeschädigung steht im Raum. Er könnte das tier ja auch absichtlich überfahren haben.

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Kommentar von AnyBody345
22.02.2017, 10:03

Sehr informativ, und ein sehr schöner Abschluss. Es ist toll das es doch noch Menschen gibt.

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Kommentar von HanniManni04
22.02.2017, 10:55

Natürlich hätte ich das Tier nicht liegen lassen sollen. Die Katze ist wahrscheinlich voll unter den Reifen gekommen und war dementsprechend übel zugerichtet. Das Tier hätte ich nicht mehr anfassen wollen.

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Auch wenn hier das Gegenteil behauptet wird: Du hast, solange dann das tote Tier nicht auf der Straße lag und anderer Verkehrsteilnehmer gefährdete, alles richtig gemacht.

Wenn Dein Wagen beschädigt wäre, würde der Besitzer der Katze haften, da man als Tierhalter der Gefährdungshaftung unterliegt.

Es gibt keine Meldepflicht. Wenn Du weiterfährst ist das keine Unfallflucht.

Einen Hinweis muss ich aber an dieser Stelle noch geben: Es gibt ein Tierschutzgesetz. Wenn das Tier am Straßenrand liegt, noch nicht tot ist, und leidet, dann kann man sich der Tierquälerei schuldig machen.

Aber Vorsicht: Man darf auch nicht das Tier erlösen. Es wäre ja manchmal durchaus vernünftig und human, über die Katze, der schon die Gedärme herausschauen, nochmal drüber zu fahren, damit sie nicht weiter leiden muss. Ja, klingt grausam, ist aber so.... Das darf man laut Tierschutzgesetz nicht - man muss einen Tierarzt rufen.

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Kommentar von BenniXYZ
23.02.2017, 14:45

Seh ich genau so. Die Diskussion würde sicher anders verlaufen, wenn der Fragesteller gebremst hätte, in den Gegenverkehr geraten wäre und .....

Dann ist der Katzenhalter froh, wenn man ihn nicht ermitteln kann. Falls die Katze überhaupt jemandem gehörte.

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Kann ich von den Besitzern der Katze Schadensersatz verlangen, falls was am Unterboden von meinem Wagen kaputt gegangen ist?

Aber sonst geht es dir noch gut? Ziemlich pietätlos!

Eine Katze läuft nicht unter ein Auto. Sie ist ziemlich sicher VOR deinem Auto über die Straße gelaufen, und du hast sie übersehen. Das kann vorkommen, deswegen ist man nicht gleich schuldig. - ABER: du hättest wenigstens die Polizei rufen müssen. Was du da getan hast, war in gewissen Maßen Unfallflucht. Du hast die Katze (zwar nicht absichtlich) getötet. Vor dem Gesetz gelten Tiere noch als Sache, das bedeutet, du hast eine Sachbeschädigung begangen und bist vom Unfallort geflüchtet.

Und wenn du dir zehnmal keiner Schuld bewusst bist, HAST du die Katze getötet. Wenn du ein Kind tot fährst, und dir keiner Schuld bewusst bist, fährst du dann auch einfach weiter? Diese Katze ist für irgendjemanden, wie sein Kind. Für denjenigen ist das evtl. eine sehr traumatische Situation, vom Tod der Katze zu erfahren.

Nachdem du dich unerlaubt vom Unfallort entfernt hast, wurde die Katze womöglich noch mehrmals überfahren. Was glaubst du, was das für ein Anblick ist? Wenn der Besitzer das so sieht?

Dir wäre sicher rechtlich nichts passiert, hättest du die Polizei gerufen. Nachdem du aber Unfallflucht begangen hast, würde ich dich als Katzenhalter anzeigen, darauf kannst du Gift nehmen. Irgendjemand hat das bestimmt beobachtet... . 

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Kommentar von SirKermit
22.02.2017, 10:55

"Eine Katze läuft nicht unter ein Auto. "

Das willst du so für rund 10 Millionen Katzen (Freigänger oder im Haus) allgemeingültig aussagen? Sorry, aber deine obige Aussage ist einfach nur absoluter Unfug und ist durch rein gar nichts belegbar.
Katzen als Freigänger haben nun mal ein anderes Verhältnis zur Straßenverkehrsordnung als wir. Und Fehler machen sie auch.
Komm also bitte runter von deinem Moral-Trip. Wer auf dem Lande lebt, wie ich, hat ab und an mal Vierbeiner unter dem Auto. Damit muss man einfach leben, so traurig das im Einzelfall auch sein mag.

Ach ja, Fahrflucht ist es keineswegs, wie hier bereits festgestellt wurde.

"Wenn du ein Kind tot fährst, und dir keiner Schuld bewusst bist, fährst du dann auch einfach weiter?"
Was hat das nun wieder mit einer Katze zu tun?

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Kommentar von matrix1984
22.02.2017, 11:46

Aber sonst geht es dir noch gut? Ziemlich pietätlos!

Der FS möchte lediglich den entstandenen Schaden ersetzt haben.

Wenn du ein Kind tot fährst, und dir keiner Schuld bewusst bist, fährst du dann auch einfach weiter?

Es ist pervers Tiere mit Menschen zu vergleichen...

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Soweit ich weiß, fallen auch Haustiere unter "Wildunfälle" und sind als solche auch unbedingt zu melden. Also hast du mindestens Fahrerfluch begangen was schon eine Straftat ist.

Außerdem ist es bei 50kmh ziemlich unwahrscheinlich, dass dir die Katze so unter dein Auto gelaufen ist, dass du sie nicht hättest sehen können (von wegen nur mit dem Hinterrad erwischt).

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Kommentar von BerethorOhorn
22.02.2017, 10:03

quatsch... sind nicht meldepflichtig

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Kommentar von DanBam
22.02.2017, 10:13

Mary, das ist leider nicht in Deutschland so. Im Übrigen möchte ich dem Fragesteller nicht "Absicht" bei dieser Angelegenheit unterstellen, eher mangelnden Anstand/Einfühlungsvermögen. 

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Dieses Lebewesen hat vermutlich Besitzer, die es schmerzlich vermissen.

Wenn Du schon anhältst, warum dann nicht das tote Tier zur Seite legen, damit nicht noch mehr Autos drüber fahren?

Du würdest jetzt aber nicht ernsthaft von den Katzenbesitzern einen Schadenersatz verlangen, nachdem Du die Katze überfahren hast, oder?

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Kommentar von godlikegenius
22.02.2017, 09:47

Du würdest jetzt aber nicht ernsthaft von den Katzenbesitzern einen Schadenersatz verlangen, nachdem Du die Katze überfahren hast, oder?

Wenn der Schaden instand gesetzt werden muss, dann würde ich das wohl einfordern.
Allerdings würde ich das Tier nicht auf der Strasse liegen lassen. Das finde ich am merkwürdigsten an der ganzen Story.

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Der Besitzer würde den Schaden seiner Privathaftpflichtversicherung melden und die prüfen dann und somit wäre er aus dem Schneider aber ob du von denen Geld bekommst würde ich fast nicht glauben. Denn die lassen alles prüfen und ob du dann glücklich wirst?

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Ja du hättest dich bei der Polizei melden müssen. Lernt man so in der Fahrschule..

Du bist verpflichtet einen Unfall mit einem Tier zu melden. Allein schon, dass das Tier von der Strasse geholt wird. Die Katze gehört jemandem und dieser Jemand hat das Recht zu erfahren, was mit seiner Katze passiert ist.

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Kommentar von BerethorOhorn
22.02.2017, 10:04

alles kleine pflicht es zu melden

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Das ist in unserem Ort letzte Woche oder vorletzte weiß jetzt garnicht auch passiert. Das Kätzchen wurde angefahren und qualvoll liegen lassen. Auf den Weg zum Tierarzt ist es dann eingeschlafen. Ich hatte es selber leider nicht mitbekommen nur vom erzählen her.

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Das überfahren der Katze ist auch besser. Man sollte nicht ausweichen, und auch nicht stark abbremsen. Dies steht sogar in den Führerschein fragen.

Besser wäre es gewesen, Wenn Du die Polizei anrufst. WEGEN der Versicherung usw

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wenn ich eine katze überfahre und dabei geht was an meinem wagen für mehrere tausend eure kaputt würde ich genauso schadenersatz verlangen. wenns nur wenig ist dann würde ich das auch lassen und die besitzer nicht noch damit nerven aber wenns ein großer schaden ist uns es war ne normale ekh setzt mein verstand ein das ich dann nicht alles auf meine kappe nehme

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Kommentar von DanBam
22.02.2017, 10:22

Sicherlich darf man auf Schadenersatz ständig klagen, sicherlich hat man als Geschädigter eines teuren Sportwagen Rechte, aber wie kalt muss man sein, wenn vor Dir ein kleiner Bub oder Mädchen steht und Du den Eltern erklärst: "Ich habe gerade Eure Katze überfahren, mein Spoiler hängt weg, ich will 1000 Euro!" 

Das ist ehrlich gesagt: Erbärmlich

Wenn Du das bei mir machen würdest, würde ich Dir 2000 Euro geben.

1000 Euro für den Schaden und 1000 Euro obendrauf weil ich vorab die Beleidigung bezahle und Dich einmal als A...l.ch vor meinen Kindern bezeichne.

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Kommentar von BerethorOhorn
22.02.2017, 15:42

worüber hier diskutiert wird :D ich sag ganz erhlich wenn ich einen schaden über 1000 euro an meinem wagen hätte durch eine katze die mir vors auto gelaufen ist würde ich schadensersatz verlangen. und wie auch schon gesagt wurde ist so gut wie jede katze eh über die Haftpflichtversicherung versichert. jedenfalls in den meisten fällen. ist dies nicht so sollte man das tier versichern egal wie. wenn dies nicht der fall ist habe ich kein Verständnis für den Halter.

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Kommentar von BerethorOhorn
22.02.2017, 15:44

die 1000 extra für dein wort nehm ich gern :D kannst dich auch gern noch mehr auslassen auch wenn das hier als kalt empfunden wird bin ich da rational.

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Kommentar von BerethorOhorn
22.02.2017, 23:13

hast nicht wirklich ahnung von autos oder :D? zeig mir mal eins ohne plastikunterboden plus das die halbe katosserie vorn bei den meisten autos plastik ist. da kann sehr wohl richtig was kaputt gehen durch eine katze!

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Das ist ein Haustier, das gilt als Sache und ist im Besitz von jemanden und ist somit Sachbeschädigung, an der du vermutlich schuldlos bist.

Du bist ausgestiegen, hast das gesehen und bist weitergefahren, da kann Fahrerflucht draus werden.

Besser bei  sowas weiterfahren oder Polizei anrufen wenn du anhälst.

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Wildunfälle sind meldepflichtig, Haustierunfälle nicht. Wenn Du Anstand gehabt hättest, dann hättest Du die Polizei verständigt, oder einen Tierarzt, damit die wenigstens die Halter informieren können.

Achso, hat das Tier noch gelebt, könntest Du wegen Tiermisshandlung drankommen!!!

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