Kann ich Escitalopram nach 2 Wochen wegen starker Nebenwirkungen einfach absetzen?

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3 Antworten

Könntest du, ja. Doch Veränderungen der Dosis musst du immer mit dem Arzt besprechen. Starke Nebenwirkungen sind bei Antidepressiva zu Beginn der Einnahme normal. Üblicherweise legen sich diese wieder nach 3-4 Wochen, also dann, wenn das Medikament überhaupt anfängt zu wirken.

Vor der 4. Woche kannst du also noch nicht beurteilen was für längerfristige Nebenwirkungen du haben wirst und ob dir das Medikament überhaupt hilft. Ich bekam Sertralin (ein Medikament aus der gleichen Wirkstoffgruppe wie Escitalopram) und hatte zu Beginn der Einnahme massivste Nebenwirkungen. Diese gingen nach ca. 5 Wochen jedoch alle weg, bis auf die Reduktion der Libido.

Hier die Fachinfos zu Escitalopram: http://deprimed.de/escitalopram/

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Lillith1977 04.10.2017, 20:36

Ich wollte ja heute mit meinem Arzt reden, rief in der Praxis an und bat um Rückruf, nur leider kam dieser nicht bei mir an. Habe dann eben um mir Rat zu holen in unserer Apotheke angerufen und habe den Apotheker gelöchert wie ein Schweizer Käse =)... Naja, also er ist auch der Meinung das diese Medikament für mich nichts ist... und war mit dem ausschleichen wie ich es vor habe der selben Meinung... Nur frage ich mich, ob ich nach so einer kurzen Einschleichphase schon viel merken kann beim abdosieren, also was erwartet mich evt ? Als ich heute in der Klinik anrief, in der ich diesen Sommer drei Wochen war und mit der Diensthabenden Ärtin gesprochen habe, meinte diese ich kann morgen schon komplett auf Null gehen, da meine Dosierung so gering sei, das ich da nichts spüren würde, aber auch keine Nebenwirkungen, diese ich mir dann wohl einbilde... Ich bin einfach sehr Ängstlich was solche Medikamente angeht...

Wärst Du denn auch der Meinung ich könnte direkt auf Null gehen morgen schon ???

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samm1917 05.10.2017, 09:24
@Lillith1977

Du nimmst tatsächlich eine sehr geringe Dosis. Von dem her könntest du gleich auf Null, doch je schneller du absetzt, desto warscheinlicher werden die Absetzsymptome. Wie diese genau aussehen findest du hier (Absatz Absetzerscheinungen): http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/

Ich habe auch grossen Respekt vor diesen Medikamenten, denn schliesslich greifen sie in den Botenstoffwechsel des Gehirns ein. Dennoch: Falls Escitalopram dir nicht weiterhilft heisst das lange noch nicht, dass du auf andere Medikamente eben so negativ reagierst. Ich habe es nach Sertralin mit Duloxetin versucht (ein SNRI), dieses machte bei mir nicht so viele Nebenwirkungen, doch jeder reagiert ja auf jedes Medikament ein wenig anders.

Ich bin jedoch kein Arzt und eine Dosisveränderung solltest du wirklich mit dem Arzt absprechen. Ruf da nochmals an. 

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Nehme ebenfalls Escitalopram. 4 mg ist wirklich eine geringe Dosis. Die ersten Anzeichen einer Besserung der Nebenwirkungen und Rückgang der Symptome zeigen sich erst nach 2-4 Wochen. Das ist typisch für SSRI's. Du wirst sie ja bestimmt in der früh nehmen. Ich bin kein Arzt und kann dir diesbezüglich nicht für eine Besserung garantieren, aber ich würde morgen in der früh erstmal die Dosis wieder reduzieren und dann umgehend versuchen deinen Arzt zu erreichen.

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Lillith1977 13.10.2017, 12:45

Hier bin ich wieder... An dem Morgen als ich hier um Rat gefragt hatte, bin ich am Mittag zu Psychiater gegangen. Dieser hat mich dirkt mit einer Noteinweisung in die Klinik geschickt. Dort war ich allerdings nur bis Montag Nachmittag gewesen.

Vor diesem Klinikaufenthalt war ich 14 tage zuvor auch schon 1 Woche da. In dieser Woche hatten die Ärzte unter massivem Druck versucht das ich eben dieses Escitalopram einnehme. Den einen Tag hatte ich 5 mg genommen und der gante Tag war dahin. Zusätzlich hatte ich mich vor dem Klinikaufenthalt mit Tavor auf eine einmal Dosis am Tag auf 0,25 mg runtergearbeitet. Die Ärzte setzten mich dann direkt wieder hoch auf 1,5 mg 3x am Tag wieder hoch.

Dann entliess ich mich selbst da ich mit der Psychiaterin zusammen gekracht bin...

Also hatte ich wieder Tavor 1,5 an der Backe und nach Absprache nach der Klinik mit dem Psychiater Escitalopram. Ich fing mit den Tropfen an. Die ersten drei Tage 1 mg, dann drei Tge 2 mg, dann 8 Tage 3 mg, ein Tag 4 mg, dann wieder runter am nächsten Tag auf 3 mg da es mir immer schlechter ging. Zu der Einnahmezeit von Escitalopram muss ich allerdings auch sagen das die Klinik beim verlassen angeordnet hat, das Tavor wieder aus zu schleichen innerhalb von 14 Tagen.

Ich nehme aber Tavor schon regelmässig/täglich seit dem 11.7.2017.

Also ich gab mir niedrigdosiert Escitalopram und wöchentlich 0,25 Tavor weg...

Heute verstehe ich warum mein Hirn und Körper so sehr rebelliert hat... Ist ja auch kein Wunder...

So, jetzt seit letzte Woche Donnertsag wieder auf 1,5 Tavor und die Klinik wieder verlassen.

Jetzt stelle ich mir dennoch die Frage: Da ich Escitalopram ja nicht mehr nehme seit letzte Woche Donnerstag, frage ich mich, wieviel davon ist jetzt noch in meinem Körper, oder im Gehirn angekommen, und wie lange dauert es bis es wieder ganz abgebaut ist vom Körper ?

Warum ich Frage ? Ich bin trotz Tavor, das ja beruhigend wirkt immer in Bewegung, Beine Zappeln ich zitterre noch leicht , habe immernoch Sehstörungen, Appetitlosoigkeit, immer wieder kleine Panikattacken oder auch Herzrasen, paar mal am Tag kurz vorm weinen...

Könnt Ihr mir hier vielleicht meine Frage beantworten?

Als ich den Arzt im Krankenhaus gefraht hatte, meinte er nur, es könnte zu innerer Unruhe kommen wenn man das Escitalopram weg lässt, hat aber nicht gesagt wie lange...hmm...

Hab Ihr erfahrung mit einer solchen Niedrigdosis auf so kurze Zeit von 16 Tagen ???

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Sillux23 15.10.2017, 23:21
@Lillith1977

Also Escitalopram sollte genauso wie die fast alle Antidepressiva ausgeschlichen werden, um die Nebenwirkungen zu minimieren. Escitalopram hat eine sehr lange Halbwertszeit von 30 Stunden. Das bedeutet in etwa 60 Stunden hat es dein Körper komplett verarbeitet und ausgeschieden. Also 5mg Escitalopram ist schon eine wirklich hohe Dosis und sollte niemals auf einen Schlag genommen werden sondern auch eingeschlichen. Sprich minimale Anfangsdosis und dann langsam steigern. Und naja...zu Tavor ist nur zu sagen, es ist ein Wundermittel für alle die unter Angststörung leiden, aber leider macht es schnell abhängig also Vorsicht.

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Kein eigenmächtiges Handeln bei Medikamenten, das alleine entscheidet der Arzt.

Du solltest nicht auf eigene Faust ein Medikament ausschleichen. Laß dir rasch einen Termin geben, wenn du meinst, daß die Tabletten an deinen Symptomen Schuld sind. Aber eigentlich nimmst du die zu kurz, um eine Veränderung zu bemerken.

Möglicherweise kommst du mit einem anderem Medikament besser zurecht.

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Lillith1977 05.10.2017, 07:30

ich habe heute morgen reduziert auf  2,7 mit der wasserlösmethode... wir haben jetz 7.30, ich bin seit 5.30 wach... aufgewacht mit übelkeit , durchfall, zittern... habe dann das medi um 7 uhr genommen... jetzt fühle ich mich richtig mies... kann kaum einen klaren gedanken fassen... deshalb alles in kleinschrift... sorry... habe blitze im kopf , nackenschmerzen usw... wie kann das sein bei so einer kleinen dosis ??? bin echt am ende

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studiogirl 05.10.2017, 09:25
@Lillith1977

Sag das deinem Arzt. Kann auch sein, daß es gar nicht von den Tabletten kommt. Das kann dir hier niemand sagen.

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