Kann ich Escitalopram einfach absetzen?

9 Antworten

Bedenke bitte auf jeden Fall, dass Medikamente nur solange wirken, wie man sie nimmt. Hast du auch eine intensive Psychotherapie gemacht? Wenn nämlich nicht, wirst du nach dem Absetzen wieder zurückfallen. Das liegt daran, dass du deinen psychischen Problemen ohne Therapie wahrscheinlich nicht genug entgegensetzen kannst. Die Psychopharmaka dämpfen nur die Symptome. Das ist, wie wenn du nach einem gebrochenen Bein nur Schmerzmittel nimmst. Deshalb ist dein Bein immer noch gebrochen, auch wenn du keine Schmerzen mehr hast. Also: Auf jeden Fall nur absetzten nach Therapie. Viel Glück!

Immer reduzieren.

Immer, immer reduzieren :D

Hab inzwischen viele Psychopharmaka durch und ein Absetzen von 100 auf 0 is bisher nie wirklich gut gegangen.

Von Kopfschmerzen, über Nervenblitze, Schwindel... Eigentlich kann man sagen, dass fast alles was in den Nebenwirkungen steht eine höhere Wahrscheinlichkeit hat aufzutreten-

Gönn deinem Kopf mal das langsame Absetzen :-)

10mg sind zwar nicht die Welt, aber ich würde dennoch zumindest 2-3 Wochen mal auf 5mg runtersetzen bevor du nix mehr nimmst

Escitalopram ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der SSRI. Es wird vorwiegend bei Depressionen und verschiedensten Formen von Angststörungen (inkl. Panikstörung) eingesetzt. Doch das weisst du vermutlich schon.

Wie alle Antidepressiva sollte Escitalopram auf keinen Fall abrupt abgesetzt werden. Solche Medikamente werden unter ärztlicher Aufsicht langsam ausgeschlichen. Dies vor allen desshalb, weil es zu einem sogenannten SSRI-Absetzsyndrom kommen kann.

Folgende Beschwerden können beim abruptem Absetzen auftreten:

  • Kreislaufbeschwerden, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen bei Kopfbewegungen wie Drehen des Kopfes oder horizontale Bewegungen der Augen (Blick nach links oder rechts).
  • Empfindungsstörungen wie Schwindel, Höhenangst und Empfindungen, die an leichte Stromschläge erinnern und meist ausgehend von der Mitte des Körpers in die Extremitäten ausstrahlen oder auch am ganzen Körper auftreten („Brain zaps“) und Tinnitus.
  • Motorische Störungen (Zucken, Tics) und Schwierigkeiten bei alltäglichen Bewegungen (aufstehen, gehen).
  • Schlafstörungen, lebhafte Träume, Müdigkeit, Tagschläfrigkeit (das Gefühl, plötzlich einzuschlafen).
  • Verdauungsstörungen (Durchfall, Verstopfung), körperliches Unwohlsein (Kopfweh, verstopfte Nase, Abgeschlagenheit, Knochen- und Gelenksschmerzen, fieberartige Zustände).
  • Stimmungsschwankungen, Muskelkrämpfe, Zittern, aggressives Verhalten, Manie, schwere Depression, Angstzustände und Suizidgedanken (inkl. Rebound-Effekt).
  • Post-SSRI-bedingte sexuelle Dysfunktion

Ich selbst nahm lange Sertralin (auch ein SSRI, wie Escitalopram). Trotz eines eher langsamen Ausschleichens bekam ich einige dieser Absetzsymptome. Das Schlimmste waren die depressiven Zustände und die Angstzustände. Ich hatte nicht solch starke Panikattacken wie zuvor, doch befand ich mich wie in einem dauerhaften Alarmzustand. Es ist dieses unsichere Gefühl zwischen den einzelnen Attacken das zum Vorschein kam.

Bei mir ging das Absetzen jedoch nach hinten los. Ich versuchte 2x abzusetzen und hatte 2x einen Rebound (Rückkehr der Symptome), jeweils 2-3 Monate nachdem ich abgesetzt hatte. Dies hängt sicherlich damit zusammen, dass diese Medikamente die Krankheit zwar unterdrücken (was schonmal nicht schlecht ist), jedoch nicht heilen können. Heilen kann nur eine intensive und richtig durchgeführte Psychotherapie. Meine Psychotherapie bestand eher in oberflächlichen Gesprächen beim Arzt der mir die Medikamente verschrieb.

Zudem muss man sich bewusst sein, dass Panikattacken immer mal wieder kommen können (aber nicht müssen). Ich finde es eine gute Idee ohne Medikamente leben zu wollen, doch muss man einfach wissen, dass eine Einnahme der Tabletten wieder notwendig werden sollte, wenn es schief geht.

Persönlicher Tipp: Reduziere sehr langsam. Gehe erstmal auf 5mg und warte 2-3 Monate, ob sich Probleme einstellen. Wenn alles glatt geht kannst du dann immer noch ganz Absetzen. Ich bin der Meinung, dass man alles tun muss um erneute Attacken zu verhindern. Lieber langsam und nachhaltig absetzen als zu schnell und dann gehts wieder von vorne los. Wie genau du dies machen solltest, musst du jedoch mit deinem Arzt besprechen.

Hier noch die Fachinfos zu Escitalopram: http://deprimed.de/escitalopram/

Danke!!

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