kann ich einfluss auf die baumhaltung auf einem fremden privatgrundstück nehmen?

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6 Antworten

Grundsätzlich haftet der Eigentümer nicht für Schäden, die infolge Witterung durch gesunde Bäume seines Grundstücks bei anderen entstehen. Stürzt der Baum auf das Nachbarhaus, tritt die Gebäudeversicherung des Geschädigten ein. 

Allerdings hat der Grundstückseigentümer eine Sorgfaltspflicht, er muss regelmäßig überprüfen, ob die Bäume noch gesund und standfest sind. Macht er das nicht, so haftet er, wenn ein kranker Baum auf das Dach des Nachbarn fällt. 

In deinem Fall wäre es eindeutig. Nur, im Falle des Falles, müsstet ihr zunächst einmal des Eigentümers habhaft werden. Sollte er irgendwo im Ausland leben, wird es u.U. schwer bis unmöglich, Ansprüche durchzusetzen. 

Allerdings dürfte der Baum eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellen. Deshalb solltest du die Kommunalverwaltung über diesen Baum und sein Gefahrenpotential informieren. Macht die Kommunalverwaltung trotz bekannter Gefahr nichts und es kommt zum Schaden, so dürfte eine Amtshaftung aufgrund Pflichtverletzung möglich sein. 

Bei akuter Gefahr habt aber auch ihr als Privatperson das Recht, den Baum umzuhauen (§ 228 BGB). Meist erledigt sowas aber dann die Feuerwehr. 

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Kommentar von RobTop96
02.02.2016, 13:20

Gute Antwort! Sei "froh", dass der Baum auf die Straße zu kippen droht. Dadurch ist - wie bereit von furbo erläutert - die öffentliche Sicherheit in Gefahr und die Kommunalverwaltung muss handeln.

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Hallo Jojo23XD,

der ehemalige nadelbaum ist ziemlich offensichtlich tot (oder es gibt bäume die unabhängig von der jahreszeit kahl bleiben)

Es ist nicht gesagt, dass dieser Nadelbaum krank oder gar tot ist, sondern wenn es sich um eine Lärche handelt, hat sie im Spätherbst die Nadeln abgeworfen!

MfG

Norina

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Kommentar von Jojo23XD
01.02.2016, 17:42

das es nadelbäume gibt die auch im herbst kahl werden weiß ich, aber dieser baum hatte seit 3 oder 4 jahren schon keine nadeln mehr, und auch davor wurde es immer spärlicher ;) 

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Einfach mal nachts rübergehen und umlegen, sieht ja niemand

Spass bei Seite. Der muss auf jeden fall gefällt werden da es dann für den Eigentümer ziemlich teuer wird wenn Haus/ Auto etc. beschädigt werden. Am besten Kontakt mit dem Eigentümer aufnehmen (Argumente stehen oben) oder an die Stadt wenden.
LG

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Frag bei deiner Gemeinde an. Die können den Grundstücksbesitzer ermitteln und ihn auf seine Pflichten hinweisen und die können den Baum, wenn er die Sicherheit beeinträchtigt, auch selbst absägen.

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Kommentar von furbo
02.02.2016, 15:19

Sorry, hab zu dicke Finger, bin beim Pfeil verrutscht und hab dich ungerechtfertigt negativ bewertet. 

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Klingt  nach einer Gefahr f die Passanten.  Dann wäre die Gemeinde gefragt.  Der Empfang  deiner Satanlage ist allerdings unwichtig.  

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Kommentar von Jojo23XD
01.02.2016, 17:24

ja ich weiß sat ist zwar nervig aber unser eigenes problem, aber wie gesagt inzwischen kommt die angst das dieses biest irgendwann auf die straße und den gehweg kippt, ich kenne genug kinder die direkt daneben ihren schulweg haben, mein eigener bruder muss da mal vorbei....und deshalb sehe ich so langsam handlungsbbedarf :)

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Kommentar von Bitterkraut
01.02.2016, 17:38

Die Beschädigung der Anlage allerdings nicht.

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Alles vom Baum was über eurem Grundstück ist könnt ihr absägen. Wenn allerdings der baum nur über der Straße hängt und die Gefahr besteht das er umkippt solltet ihr die Gemeinde kontaktieren das die den Teil über der Straße Entfernen, da er eine Gefahr für Autofahrer ist.

Die Gemeinde kann sich auch mit den Grundstücksbesitzern in Verbindung setzen und diesem sagen das er den Baum entfernen muss.

Je nachdem wie verwuchert der Garten ist gibt es sogar Anzeigen die man Erstellen kann (dann muss er aber sehr Verwachsen sein).

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Kommentar von disona
01.08.2016, 19:47

Bloß nicht absägen!!! Erst muß der Besitzer schriftlich aufgefordert werden, am besten einen Zeitrahmen setzen, 4 Wochen werden empfohlen.

Reagiert er darauf nicht, darf man selbst Hand anlegen, aber Vorsicht, schneidet man zu stark über das eigene Grundstück heraus und richtet wohlmöglich noch Schaden am Baum an, ist man Schadenerstzpflichtig.

Für die entstandenen Kosten kann man den Besitzer in die Pflicht nehmen, zahlt der nicht freiwillig, bleibt nur der Weg zum Anwalt.

I. o. genannten Fall, wenn der Verkehrsraum gefährdet ist, lohnt es sich durchaus das zuständige Grünflächenamt einzuschalten.

Ansonsten hat furbo es auf den Punkt gebracht.

Gruß disona

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