Kann ich ein eigenes Pferd haben wenn ich knapp 9 Jahre reite?

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8 Antworten

Hi, 9 Jahre müsste eigentlich reichen. Du kannst ja mal eine Reitlehrerin fragen ob du schon gut genug reitest. Für ein eigenes Pferd braucht man sehr viel Zeit. Für die Unterstellkosten musst du c.a. von 150-350 Euro einplanen. Bevor du dein Pferde Unterstellst solltest du den Hof besuchen und dir anschauen wo dein Pferd untergestellt werden soll. Achte auch darauf was alles im Preis enthalten ist.

Was du benötigst: Pensionskosten (Stallmiete, Weidegang, Ausmisten usw.) Futterkosten Kosten für Tierarzt (Impfungen, Wurmkuren u.a.) und Hufschmied Versicherungen Reitunterricht und Reithalle

Meist sind Futterkosten zusätzlich zu berücksichtigen. Man rechnet grob pro 100 kg Gewicht des Pferdes 500 g Kraftfutter plus 5 kg Heu und 1 kg Futterstroh. Ein Pferd kostet an Futter im Monat ca.: 1 Sack Hafer (ca. 15,- €), 1 Sack Kraftfutter (ca. 30,- €), 2 Säcke Möhren (ca. 6,- €), 1/2 Sack Müsli (ca. 20,- €), 1/2 Sack Mais (ca. 20,- €), 1 Ballen Heu (ca. 30,- €, wenn du es gleich vom Feld kaufst, bekommst du es sehr viel billiger) und etwas Stroh zum Knabbern.

Die Kosten für den Tierarzt betragen: Impfungen (2 x im Jahr á 60,- €, das ergibt pro Monat 10,- €) und Wurmkuren (4 x im Jahr á 20,- €, das ergibt pro Monat rund 7,- €). Alle anderen eventuellen Behandlungen (bei Husten, Zahnproblemen, Kolik usw.) sind nicht vorauszusehen, können aber schnell einige hundert Euro betragen.

Als fester Posten in den Kosten für ein Pferd ist der Hufschmied einzuplanen. Etwa alle 8-10 Wochen kontrolliert er die Hufe, schneidet aus, raspelt ab und beschlägt neu nach Bedarf. Dafür fallen pro Monat schon einmal bis zu 40,- € an.

Sehr wichtig sind Versicherungen. Eine Pferdehaftpflichtversicherung bekommst du relativ preiswert bereits für weniger als 10,- € im Monat (Jahresbeitrag ca. 70,- €). Je nach finanzieller Möglichkeit solltest du über eine OP-Kosten-Versicherung (tritt auch bei Kolik in Kraft) oder Krankenvollversicherung nachdenken. Dafür müsstest du dann mit Kosten für das Pferd in Höhe von ca. 10,- bis 35,- €/Monat (Jahresbeitrag ca. 120,- bis 420,- €) rechnen. Eine Unfallversicherung für sich selbst solltest du ebenfalls abschließen, in der auch ein Fremdreiter inbegriffen ist.

Stellst du dein Pferd in einen Vereinsstall, gehört auch der entsprechende Mitgliedsbeitrag indirekt zu dem, was ein Pferd im Monat kostet.

Zurechnen müssen Sie auch die Kosten für eventuelle Reitstunden und die Nutzung der Reithalle.

Der Weidegang gehört in den meisten Reitställen zum Pensionspreis dazu. Andernfalls kann er mit ca. 5,- €/Monat zu Buche stehen.

Auserdem kommt noch Putzzeug und Geld für Leckerchen hinzu.

Ich hoffe meine Antwort hat dir geholfen =) l.g. Fettchen112233

Wolpertinger 24.11.2013, 18:15

So wirklich viel Ahnung hast du nicht, oder?

Fangen wir mal bei den schwerwiegensten Fehlinformationen an.

Man rechnet grob pro 100 kg Gewicht des Pferdes 500 g Kraftfutter plus 5 kg Heu und 1 kg Futterstroh

Kraftfutter wird nach Bedarf gegeben und nach deiner Rechnung würde ein normales Reitpferd 3Kg Kraftfutter am Tag erhalten - dass ist für ein Freizeitpferd viel zu viel.

Dafür sind deine 5kg Heu leider deutlich zu gering bemessen.

Bei Heu gilt 2kg Heu pro 100kg Körpergewicht, heißt mindestens 12kg Heu am Tag für ein Großpferd.

Stroh kann man zusätzlich anbieten, ist aber aus vielen Gründen nicht wirklich geeignet als Pferdefutter.

. Ein Pferd kostet an Futter im Monat ca.: 1 Sack Hafer (ca. 15,- €), 1 Sack Kraftfutter (ca. 30,- €), 2 Säcke Möhren (ca. 6,- €), 1/2 Sack Müsli (ca. 20,- €), 1/2 Sack Mais (ca. 20,- €), 1 Ballen Heu (ca. 30,- €, wenn du es gleich vom Feld kaufst, bekommst du es sehr viel billiger) und etwas Stroh zum Knabbern.

Hafer ist Kraftfutter und sollte auch das einzige Kraftfutter sein, was ein Pferd bekommt.

Denn Müsl, Mais usw. ist Junkfood für Pferde und macht sie krank.

Bei Möhren sagt man, nicht mehr als 400g für ein Großpferd am Tag, lieber weniger wegen der Fructose und dem Nitritgehalt.

Als fester Posten in den Kosten für ein Pferd ist der Hufschmied einzuplanen. Etwa alle 8-10 Wochen kontrolliert er die Hufe, schneidet aus, raspelt ab und beschlägt neu nach Bedarf. Dafür fallen pro Monat schon einmal bis zu 40,- € an.

Wenn man sich ein Pferd anschafft sollte man soviel Wissen besitzen um zu Wissen warum man die Hufe seines Pferdes nicht durch einen Schmied bearbeiten lassen sollte und warum dies auch regelmäßig alle 4Wochen passieren sollte und nicht alle 8-9 Wochen.

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sissiborten 24.11.2013, 20:57
@Wolpertinger

nur mal so: meine Nachbarn haben eine Reitschule in der ich reite und mich 3x die Woche ab 14 Uhr bis 19 Uhr um die 8 Pferde und Ponys kümmere! und sie legen sehr viel wert auf das wissen rund ums Pferd. ich wollte mir nur ein bisschen rat von anderen Leuten die mich nicht kennen einholen. LG sissiborten

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Können schon, andere Frage: hast du Platz um das Hottehüh unterzustellen sprich Stall vorhanden? Eine Möglichkeit wäre es beim Bauer gegen Mietzahlung einzustellen! Wo bekommst du Stroh und Heu her? Allererst mal darüber Gedanken machen, dann hat man schon mal den ersten Kostenpunkt. Tierarzt und Versicherung sind weitere Faktoren! Hast du dir auch Gedanken gemacht dass du deine Freizeit und Urlaub sehr einschränkst; JEDEN morgen der erste Weg zum Stall! Ein Pferd braucht Weide, am Hof nen Paddock. Überlege GUT.

Du solltest Dich gut mit der Pflege, Haltung und Fütterung eines Pferdes auskennen, Dich über Pferdekrankheiten etwas informieren damit Du erkennst wenn es Deinem Pferd nicht gut geht und natürlich ein Pferd niemals alleine halten (Herdentiere).An laufenden kosten kannst Du Monatlich ca. 200-500 Euro rechnen wie Stallmiete, Pacht für eine Weide, Versicherung, Hufschmied, und Geld das Du für neuanschaffungen (wenn mal was kaputt geht wie z.B. Halfter) den Tierarzt für Impfungen und wenn Dein Pferd mal krank wird zurücklegen mußt.

Jaja... Das Thema kenn ich zu gut.

Da gibt es soooo viele Aspekte.

Bist du willig ? Ziehst du das alles durch ? Kommst du bei Wind, Wetter und Krankheit in den Stall? Du musst selber wissen ob du dir das zutraust denn du übernimmst da große Verantwortung. Ich bin 16 und habe mit 14 mein erstes Pferd bekommen. Ich habe dadurch super viel gelernt, besonder Verantwortung zu übernehmen. Ich mache alles alleine( Rechnungen, Tierarzt, Organisation...) Und ich beklage mich auch nicht weil ich das alles super gerne mache. Kosten ist ein großes Thema. Die Anschaffung ist die eine Sache. Mein Pferd steht in einem Privatstall und wir bezahlen ca 350 euro im Monat. Da kommt noch sehr viel wie Reitstunden dazu und wir sind im Monat dann meis bei ca 500. Ich habe das Glück dass noch keine große Tierarzt Rechnung kam, aber die kann immer mal kommen. Zum Glück habe ich meine Eltern, die mich finanziell super unterstützen. Naja, auf jeden Fall solltest du Geld nicht zu wenig haben, sonst wirds leider eng. Der Pferdesport ist da ja leider der teuerste den wir Reiter uns ausgesucht haben :D Viel Glück weiterhin! Und treff die Richtige Entscheidung(Ich habe die richtige getroffen :-) )

LG Marie

Hey :)

Wenn du schon neun Jahre reitest, müsstest du eigentlich genug Erfahrung von Pferden haben, um dir selbst eins anzuschaffen. Zunächst kommt es darauf an, ob du dir (oder deine Elter, ich weiß ja nicht wie alt zu bist) ein Pferd finanzieren könntest, denn mindestens 500€ kommen mit Sicherheit pro Monat auf dich zu. Du musst viel Zeit für dein Pferd haben und dich sehr viel mit ihm beschäftigen. Zusätzlichen kommen noch hohe Tierarztkosten, wenn dein Pferd sich irgendwie verletzt. Du müsstest am besten einen Stall in der Nähe haben und dementsprechend auch genug Auslauf für dein Tier. Die Anschaffung an sich ist auch ziemlich teuer, denn der Preis kann schon mehrere tausend Euro betragen + das ganze Zubehör, wie Sattel, Trense etc.

Wenn du die meisten dieser Kriterien erfüllen kannst, denke ich mal, dass du dir schon ein Pferd anschaffen könntest :)

LG LaLove (:

mthebest 24.11.2013, 17:51

Dem ist noch zuzufügen, dass es eigentlich überhaupt nichts zu sagen hat, wie lange man schon reitet. Es gibt Reiter, die mit wenigen Jahren Reiterfahrung schon beachtliche Turniererfolge vorzuweisen haben, während andere nach vielen Jahren immer noch am Pferd sitzen, wie ein Sack alter Kartoffeln ...

Das liegt zum Einen am Unterricht, da sich der von der Qualität oft stark unterscheidet (wenn man wirklich guten Unterricht haben will sollte dies Einzelunterricht sein).

Zum anderen liegt es daran, dass man zum Reiten auch Gefühl und trotzdem eine gewisse Strenge und Konsequenz braucht. Manche Leute haben dies, andere nicht.

Deshalb kann man die Reitkentnisse einer Person keinesfalls daran bestimmen, wie lange die Person schon reitet.

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friesennarr 24.11.2013, 19:03

Reiten können egal wie lange ist nicht gleichzusetzen mit genug Erfahrung mit Pferden.

Wahnsinnige viel Erfahrung mit Pferden kann auch jemand haben, der in seinem ganzen Leben noch nicht ein mal auf einem Pferd gesessen ist. z.B. mein Opa.

Mein Opa war Zuchtbetreuer in einem Pferdezuchtbetrieb und ist selbst nur gelegendlich Kutsche gefahren. Mein Opa hatte mehr wissen über Pferde als irgend jemand anderes den ich kenne.

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Hallo

9 Jahre können viel oder wenig heißen, das ist keine Maßangabe. Allerdings glaube ich nicht dass du bereit bist, denn sonst bräuchtest du eine solche Frage gar nicht erst stellen. Wer bereitfür ein eigenes Pferd ist, hatte schon mindestens 2-3 Reitbeteiligungen und weiß was an Arbeit auf einen zukommt. Ebenso weiß man dann auch in etwa was man für ein eigenes Pferd wissen und können muss und was an Kosten auf einen zukommt.

Fazit: Such dir lieber erstmal für ein Jahr oder so ne Reitbeteiligung wo du in erster Linie auch an der Stallarbeit und der Pflege beteiligt bist und wo du nach Möglichkeit öfter als 1-2 mal die Woche bist, und dann schau mal ob du das überhaupt kannst mit der vielen Arbeit ( hast ja sicherlich auch noch schule/Beruf, da kommt dann einiges zusammen)

Natürlich kannst du das. Ich reite seit ungefähr 1 Jahr und Habe schon an Tunieren teilgenommen bin gesprungen alles und habe schon ein eigenes Pferd :)

Die Reiterfahrung ist so ziemlich das unwichtigste bei der Pferdehaltung.

Zumal ich die Beobachtung gemacht habe, dass die wenigsten Reiten in den heutigen Reitschulen wirklich reiten lernen.

Das wichtige bei de Pferdehaltung ist das man sich drum rum gut auskennt, dass man ein Pferd gesunderhalten kann, dass man es dazu befähigen kann einen Reiter ohne selber schaden zu nehmen, tragen kann.

Das man die richtigen Entscheidungen trifft und weiß warum man z,B.

  • ein Pferd nicht in einen Boxenstall stellt sondern in einen Stall mit Möglichst vielen Bewegungsanreitzen, dass man aber auch einen minderwertig geführten Offenstall von einen gut geführten Unterscheiden kann.

  • dass man weiß warum man kein Müsli, kein Mash, kein Mais, keine Heulage, kein Öl, keine Rübenschnetzel und so weiter füttern sollte

  • dass man hochwertiges Heu erkennt und so zu füttern weiß, dass keine Freßpausen über 4Stunden entstehen.

  • dass man weiß warum man nicht das Mineralfutter für 30Euro a 10kg füttern sollte, sondern ein hochwertiges verfütter und man auch weiß woran man das hovhwertige erkennt.

  • das man weiß warum man ein Pferd keine Hufeisen drauf nageln lassen sollte und wie man den richtigen Hufbearbeiter auswählt - und warum dies nicht der Schmied ist.

  • das man weiß welche Spezialisten man wie oft kommen lässt.

  • das man weiß warum man keine Ausbinder, Gamaschen, Hufglocken, Bandagen, Streichkappen und Ohrenhauben benutzen sollte

  • das man weiß warum man ein Pferd nicht eindeckt und/oder schert.

  • usw.

Wenn du all dieses im Sinne eines Pferdes entscheiden kannst und deine Entscheidungen auf Grund von fachlichen Wissen triffst und nicht weil es immer so gemacht wurde, schick aussieht oder weil die anderen es so machen, dann kannst Du dir ein Pferd kaufen.

Das Reiten kannst Du dann auf deinem eigenen Pferd mit einen guten privaten Trainer lernen.

Ankosten kommen auf dich zu Vollpensionskosten (mindestens 200 Euro - alles dadrunter ist keine Vollpension) plus 200Euro monatlich an laufende Kosten.

Das bedeutet in meinem Fall das ich monatlich im Dur schnitt 450Euro ausgebe.

MarieCooL 25.11.2013, 16:54

Also das mit Hufeisen, Gamaschen, Ausbinder etc. ist große Ansichtssache und man sollte selber wissen was richtig ist und nicht von andern bequatschen lassen. Und wenn dem Pferd kalt ist und sich das Fell aufstellt, sollte man das Pferd wohl eindecken oder frieren lassen ? HM!

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Wolpertinger 27.11.2013, 08:22
@MarieCooL

Es ist keine Ansichtsache sondern medizinisch erwiese.

Ansichtssache ist es nur bei Menschen, die die Fakten nicht kennen bzw. Nicht verstehen oder schlicht weg egal sind.

Pferde stellen das Fell auf, damit Sie nicht frieren, das aufstellen des felle gehört zu ihrer Thermoregulation.

Nimmt man ihnen diese Fähigkeit, durch z.B. einer decke, dann frieren Sie zudem der Eingriff in die TR noch viele weitere negative Auswirkungen hat.

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