Kann ich die unterstützung für unseren Sohn steuerlich absetzen?

3 Antworten

Für ein Kind im eigenen Haushalt, für welches kein KindergeldANSPRUCH besteht, kann Unterhalt nach § 33a geltend gemacht werden. Wohnt dieses im eigenen Haushalt (Haushalt der Eltern) ist der Höchstbetrag an Aufwendungen zu unterstellen. Dies sind für den Veranlagungszeitraum 2018 genau 9000 €. Davon sind die Einkünfte und Bezüge abzuziehen.

9000 €

Dieser Höchstbetrag kann um übernommene Kosten zur Krankenversicherung erhöht werden!

Die Einnahmen von 80 € im Monat betragen nach Abzug des Werbungskostenpauschbetrages von 1000 € = 0 €

Den Zuschuss zu den Fahrtkosten kann ich nicht genau einordnen, wenn er als Bezug gewertet wird kann der Jahresbetrag von 720 € um 180 € (sog. Kostenpauschale) gekürzt werden. = 540 €, würde aber eher sagen das es „normale“ EInkünfte sind, dann können noch 624 € neben den 1000 € angerechnet werden

Verbleiben ca. 8460 € an anrechenbaren Aufwendungen

x ein Steuersatz von 20-30% = 1692 € Steuerliche Auswirkung.

Fraglich ist aber, ob nicht einen Anspruch auf Kindergeld besteht, weil allein der ANSPRUCH auf Kindergeld reicht aus, damit diese steuerliche Vergünstigung nicht gewährt wird!! Dann ist Kindergeld bei der Familenkasse zu beantragen. Rückwirkende Anträge wurden dort aber ziemlich begrenzt.

Hi, grundsätzlich wäre ja wohl zu prüfen ob nicht doch ein Behinderterausweis erteilt werden müsste und ob nicht dauerhaft Kindergeld gezahlt werden muß bzw. kann.

Eine Ablehnung heisst nicht, das auch alles korrekt ist.

Hat der Sohn noch weiteres Einkommen z.B. ALG2 oder Grundsicherung?

Ggfs. sollte eine Beratungsstelle aufgesucht werden.

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Ich würde definitiv auch dazu raten, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Hat er denn offiziell eine Pflegestufe? Unterhalt ist immer absetzbar, solange es gute Gründe gibt, den Unterhalt zu zahlen. Z.B. Unterhalt für Kinder in der Ausbildung. Man muss soweit ich weiß in manchen Fällen sogar nicht unterhaltspflichtig sein. Aber das ist alles nur Halbwissen. Vielleicht kennst du jemanden, der sich mit Steuerrecht auskennt. Oder du suchst halt in spezielleren Foren nach Antworten.

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Unterstützung bedürftiger Angehöriger sollte als aussergewöhnliche Belastung laufen. Aber solche Kleinbeträge unterschreiten wohl die zumutbare Belastung, es würde sich also nicht auswirken.

Erst wenn man im gleichen Jahr noch weitere grosse Ausgaben hätte, einen Treppenlift einbauen, Heimkosten, Hörgerät, Rollstuhl, dann wird man diese Grenze überschreiten, (ich glaube es ist je nach Einkommen ca 7% vom Gesamtbrutto)

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Hier ist § 33a EStG anzuwenden, und da gibt es keine zumutbare Belastung.

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