kann ich die person anklagen/ anzeigen?

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9 Antworten

Wenn Du Dienstleistungen anbietest musst Du ein Gewerbe oder eine freiberufliche Tätigkeit angemeldet haben. Hast Du dieses gemacht, kannst Du bei der Polzei eine anzeige erstatten, wenn Du den schriftlichen Dienstleistungsvertrag vorlegen kannst. Bist Du nicht angemeldet ist es Schwarzarbeit und strafbewährt.

Anzeigen weswegen?

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Das gerichtliche Mahnverfahren kannst du ohne Anwalt online starten und es fallen nur Gebühren an, die sich nach dem Streitwert bemessen. Du mußt die Forderung zunächst noch nichteinmal begründen. Allerdings brauchst du die Identität und Anschrift des zu Verklagenden : - ( Vielleicht beeindruckt es einen 16-jährigen und seine Eltern und sie zahlen direkt und ohne das ein Richter eingeschaltet werden muß.

Auf welch dünnem Eis du dich mit deiner Tätigkeit bewegst, habe dir die anderen schon geschrieben. Insofern laß besser die Finger von einer gerichtlichen Forderung.

So frech wie der ihn hat abblitzen lassen, ist es aber doch recht wahrscheinlich, daß der auf dem Mahnbescheid ankreuzt die Forderung wäre nicht berechtigt... und dann hat er den Salat. Gebühren bezahlt, nix erreicht.

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Du kannst beim Amtsgericht zivilrechtlich auf Einhaltung des Vertrags klagen. Wenn Du gewinnst kann der Gerichtsvollzieher Deine 55€ bei dem Typen Pfänden.

Die Sache hat allerdings mehrere Haken. Erst mal mußt Du mehrere Hundert Euro Anwalts- und Gerichtskosten vorstrecken. Wenn Du nicht beweisen kannst, daß ihr einen gültigen Vertrag hab bleibst Du auf den Kosten sitzen und hast gut Verlust gemacht.

Wenn Du vor Gericht gewinnst und der Typ hat nix was man Pfänden könnte, weil er noch kein Einkommen hat, bleibst du ebenfalls auf den ganze Kosten sitzen.

Und sobald Riot Games von dem Gerichtsverfahren Wind bekommt ( und das werden die absolut sicher) werden die Dich verklagen weil Du gegen die Nutzungsbestimmungen verstoßen hast.( Endbenutzer-Lizenzvereinbarung EULA Artikel 3.D)

Und das kostet Dich dann schnell mehrere Tausend Euro.

Ach ja,,, sollte der Eindruck aufkommen, Du machst solche "Geschäfte" öfter, würde auch noch die Steuerfahndung auf Dich zu kommen und unangenehme Fragen stellen.

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Wobei hier noch auf die Minderjährigenproblematik hingewiesen sei, der Vertrag ist vermutlich ex tunc unwirksam.

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Hallo,

da wirst du wenig Chancen haben. Auf der einen Seite hast du viel zu wenig Informationen und auf der anderen besteht kein Vertrag. Davon abgesehen, dass er solche Verträge nicht einmal abschließen darf.

Juristisch wirst du wohl nichts bewirken können.

Wieso besteht kein Vertrag? Das Verbot ist privatrechtlicher Natur einem Dritten gegenüber. Damit hat das Verhältnis der beiden Spieler miteinander erstmal nichts zu tun.

Und selbst wenn das kein Vertrag ist, so ist das doch m. E. immer noch Betrug. Und das ist ein Offizialdelikt.

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Ich hab den kompletten whatsapp verlauf hnd er hatte mir versicher noch gestern zur bank zu gehen.

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@BlowMeAway

Dann mach halt ne Anzeige wegen Betrug. Dein Geld bekommst du dadurch aber nicht, das mußt du dann privatrechtlich einfordern/klagen.

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Dein Kumpel oder was auch immer, geht hier lediglich einen Vertrag nicht ein. Die 55€ sind ggf. "nur" ein zivilrechtlicher Anspruch. Die Anwaltskosten wären allerdings etwas mehr, als 55€.

Daher würde ich davon absehen.

Rechtlich habt ihr eine Vereinbarung keinen Vertrag geschlossen. Boosten ist nicht illegal. Aber es wird vom Publisher nicht geduldet, da es andere, die nicht sich boosten lassen beachteiligt. Es wird ebensowenig geduldet, wie es geduldet wird seinen Account in der Bucht feilzubieten oder sich den geleisteten Zeitaufwand für ein Entgelt entlohnen zu lassen.

Also nein. Du kannst die Person nicht anzeigen, wenn du nicht deinen Account verlieren möchtest. Und das wirst du, wenn du Öffentlchkeit erregst und der Publisher herausfindet, dass du solche Leistungen anbietest, die der Publisher nicht duldet.

Ausserdem ist er unter 18 und damit nicht voll geschäftsfähig!

Aber wenn er mindestens 14 ist, ist er strafmündig. Und wenn er mindestens 7 ist, deliktfähig und damit schadenersatzpflichtig.

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@PWolff

Dennoch verstösst er gegen die Nutzungsbedingungen. Und wie sieht es mit der vollen Geschäftsfähigkeit aus?

Er mag moralisch recht haben. Aber dennoch würde er seinen Account verlieren, selbst wenn er am Ende sein Geld bekommt, was ich bezweifle, da meiner Meinung nach kein Vertrag, sondern nur eine Vereinbarung zustande gekommen ist.

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@Aurelion

Beschränkt geschäftsfähig sind Minderjährige vom vollendeten 7. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr (§ 106 BGB). Die meisten Rechtsgeschäfte, die beschränkt Geschäftsfähige schließen, sind schwebend unwirksam, wenn sie nicht mit Einwilligung des gesetzlichen Vertreters (in der Regel die Eltern) geschlossen werden.

Minderjährige können weiterhin wirksam Geschäfte eingehen, die sie mit Mitteln bewirken, die ihnen zu diesem Zweck oder zur freien Verfügung vom gesetzlichen Vertreter oder mit dessen Zustimmung von Dritten überlassen worden sind

55€ können m.E.n nicht als "Taschengeld" vorrausgesetzt werden. Es handelt sich, da der gesetzliche Vertreter nicht zugestimmt hat, um eine unwirksame Willenserklärung. Der Jugendliche ist daran nicht gebunden. er kann, muss sich aber nicht an diese Willenserklärung halten.

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@Aurelion

Die Nutzungsbedingungen spielen hier aber keine Rolle, das ist dann eine Sache zwischen dem FS und dem Spieleanbieter, bzw. Rechteinhaber.

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@Bitterkraut

Dann gilt aber dennoch die Tatsache dass der Schadensverursacher unter 18 ist.

Und es gilt der Taschengeld Paragraf. 55€ sind definitiüber der erlaubten frei zur Verfügung stehenden Summe. Das Geschäft ist unwirksam.

Und es ist verboten

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@Aurelion

Eine solche starre Grenze gibt es nicht. Es ist auch irreführend, dass der Paragraph als "Taschengeldparagraph" bezeichnet wird.

Allerdings kommt er hier trotzdem zur Geltung: Die versprochene Leistung muss bewirkt worden sein, andernfalls kommt die Anwendung des Paragraphen grundsätzlich nicht in Frage.

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Nein.

Du hast keinen rechtsgültigen Vertrag abgeschlossen, und selbst wen: WIE soll die Polizei ihn finden? Du glaubst doch nicht ernsthaft, die Polizei in Köln klappert alle 16jährigen ab und guckt, ob die so aussehen, wie "Deiner"???

Und selbst WENN: Dein Geld hast du dann immer noch nicht.! Die Polizei ist nicht dafür da, dein Geld einzutreiben.

Abschreiben unter er "Lehrgeld"

(Ohne da jetzt zu wissen, würde ich mal stramm davon Ausgehen, das da "boosten" gegen Geld gegen die Nutzungsbedingungen verstößt....)

Wie gesaht ich hab seine handy nr und seinen vornamen und der vorname ist jetzt nicht peter der bei allen 2 personen auftritt

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Gehe schleunigst zur Polizei und erzähl ihr das, sonst verjährt das noch.

Dann haben die Polizeibeamten wenigstens etwas zu lachen. Wenn überhaupt, ist das eine zivilrechtliche Forderung.

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@PWolff

Es fehlt schon an der Vermögensverfügung.

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Das Boosten in League of Legends ist sowieso nicht gestattet..

Das spielt hier aber keine Rolle.

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@Bitterkraut

Ich gebe zu es war keine hilfreiche Antwort. Allerdings würde ich sagen - selbst Schuld.

Die Booster die ich kenne verlangen 20€/Stunde, 10€ voraus und 10€ nach jeder Stunde um soetwas vorzubeugen.

Ich bin nicht gut gegen Booster gestimmt. Im Sorry.

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@Bitterkraut

Doch tut es. Wenn er wegen der 55€ klagt macht er es nämlich offiziell. Und dann wird das schnell zum Bumerang und am Ende wird er selbst verklagt.

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