kann ich die Arbeit verweigern?

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8 Antworten

Für Ihre Fragestellung kommt das Arbeitszeitgesetz zur Anwendung.

Gemäß §11 Absatz 1 Arbeitszeitgesetz, müssen mindestens 15 Sonntage pro Jahr arbeitsfrei bleiben.

Gemäß §11 Absatz 3 Arbeitszeitgesetz gilt, dass Arbeitnehmer die an einem Sonntag beschäftigt werden, einen Ersatzruhetag haben müssen, der innerhalb eines den Beschäftigungstag einschließenden Zeitraums von zwei Wochen zu gewähren ist.

Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz können bei der zuständigen Behörde angezeigt werden.

Sie haben aber scheinbar noch weitere Baustellen, so ist zu prüfen in wie weit der Arbeitgeber überhaupt berechtigt ist, Sie über das vereinbarte Maß (28,8 Wochenstunden) zu beschäftigen. Hier ist zunächst entscheidend, ob das Weisungsrecht des Arbeitgebers durch den Arbeitsvertrag, eine Betriebsvereinbarung oder einen anwendbaren Tarifvertrag eingeschränkt wird. Dann ist zu prüfen, ob die Änderung des Dienstplans zulässig bzw. zeitig genug erfolgte.

Haben Sie einen vertrauenswürdigen Betriebsrat, sollten Sie diesen mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen.

Sie sollten darüber nachdenken in die zuständige Gewerkschaft einzutreten, das kostet Sie 1% vom Brutto und kann sich lohnen, wenn man Stress mit dem Arbeitgeber hat. Die arbeitsrechtliche Beratung und die arbeitsrechtliche Vertretung durch die Gewerkschaft sind für das Gewerkschaftsmitglied kostenfrei. Die kostenlose arbeitsrechtliche Vertretung erfolgt erst nach Ablauf einer Wartezeit.

Ansonsten empfehle ich Ihnen, sich schnellstmöglich an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht zu wenden, damit dieser Sie rechtlich berät und Ihnen weiterhilft. Können Sie sich den Anwalt nicht leisten, können Sie einen Beratungsschein beantragen, das geht auch direkt beim Anwalt - fragen Sie vorher nach.

Wehren Sie sich, ein Pflegeheim ist keine rechtsfreie Zone.

Viel Erfolg!

P. K.

ischdem 02.09.2011, 09:54

alles therorie........das ist im pflegdienst üblich

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Kleinsorge 02.09.2011, 11:35
@ischdem

@ischdem:

Wollen Sie mit Ihrem Kommentar allen ernstes andeuten, dass die Fragestellerin sich damit abfinden muss, weil der Pflegedienst eben nun mal eine rechtsfreie Zone ist?

Sie haben anscheinend Sinn und Zweck des Rechtsstaates nicht verstanden.

Dass das alles Theorie ist, liegt daran, weil sich niemand wehrt, weil es anscheinend zu viele Menschen gibt, die wie Sie denken...

P. K.

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Lehrlinge Dürfen nicht soviel arbeiten,deswegen hat er wohl Vorang vor Dir bekommen.

Aber bist du die einzige Pflegeassistentin oder Pflegerin?Bei mehreren Leuten muss es natürlich reihum gehen.

Sieht mir so aus Das Du zwar als75 % Kraft bezahlt wirst, aber eigentlich Vollzeit arbeitest.

Vorteil für den Arbeitgeber sind weniger Steuern und Urlaubsanspruch.Was aber nicht Rechtens ist.

Habt Ihr Betriebsrat dann beschwere Dich dort oder gehe zur Gewerkschaft und melde es dort, falls Du Mitglied bist.

Ansonsten bleibt nur der Weg zum Arbeitsgericht oder sich alles gefallen lassen.

Kommt immer darauf an wie der Vertrag geregelt ist, aber prinzipiell ist Urlaubsrecht eher auf Arbeitgeberseite.

Als erstes gilt: Deine Überstunden müssen entsprechend entlohnt werden bzw. die Gesamtzahl der im Vertrag festgeschriebenen Stunden darf sonst nicht überschritten werden.

Vom Urlaubstechnischen Punkt liegt die Auswahl der Tage beim Arbeitgeber. Er muss aber sicherstellen dass du 10 Tage am Stück und 20 Tage gesamt pro Jahr Urlaub nimmst, sonst macht sich der Arbeitgeber im Streitfall strafbar.

sandra200479 01.09.2011, 22:05

wir bekommen die Überstunden nicht ausbezahlt. Die müssen abgefeiert werden. Aber wie denn? Oder wann denn? Ich fühl mich langsam schon sehr ausgenutzt.

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Das ist der Zwiespalt in diesem Beruf! Einerseits weißt Du, daß Du die freie Zeit unbedingt für Dein Kind brauchst, andererseits ist da dieses ungute Gefühl, die anderen mit der Arbeit alleine zu lassen! Aber - wenn Du trotz Frei hingehst, dann ist das zwar sehr löblich, aber der Dank dafür beschränkt sich nur auf diesen einen Moment! Und - dann werden sie immer auf Dich zurück kommen, wenn Hilfe bebraucht wird! Ich sage immer, egal was ist im Job - die Familie und das Privatleben haben immer!!! Vorrang! Diese Waagschale dazwischen zu finden, ist sehr schwer! Laß Dich nicht ausnutzen! Grüße!

Insgesamt müssen mindestens 10 Sonntage im Jahr arbeitsfrei sein.

Wenn nichts anderslautendes ausdrücklich im Arbeitsvertrag vereinbart ist, muss eine Teilzeitkraft grundsätzlich keine Mehrarbeit leisten. Auch bei der Verteilung der Arbeitszeit auf die Werk- bzw. Wochentage sollte vertraglich festgehalten sein. Wenn nur eine wöchentliche Arbeitszeit vereinbart ist, kann der AG natürlich zunächst im Dienstplan relativ frei gestalten.

Zusätzlich hat der Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht (Nebenpflicht aus dem Arbeitsvertrag) gegenüber dem Arbeitnehmer. D. h., dass er deine persönlichen Belange in gewisser Weise auch berücksichtigen muss.

Mit Arbeitsverweigerung sollte man trotzdem vorsichtig sein. Je nach Ausgestaltung des Vertrages hat das u. U. eine Abmahnung und schlimmstenfalls eine Kündigung zur Folge.

Darum solltest du m. E. den Vertrag von einem Anwalt genau prüfen und dich über deine Rechte individuell aufklären lassen.

Geh zur Gewerkschaft, und klär welche Optionen Du hast. Hier ein paar (Laien) Meinungen einzufangen, ist nicht zielführend ...^^

jaaaa das ist so im pflegedienst - ist grausam - aber es ist so -

bitte doch endlich mal 2 zusammenhängende tage frei zu bekommen.....

alles andere was hier geschreiben steht sorry - diese leute haben keine ahnung -

ich empfehle schon mal den pflegekräften an eidnem -freien wochenende - nicht an das telephon zu gehen...

innerhalb von 6 wochen steht dir ein wochenende-frei zu ....... 7 tage im september frei bei 30 tagen das ist doch was .....deine vertraglichen stunden sollen eingehalten werden ....ansosnten ein gespräch mit der heimleitung oder pdl

alles gute - kopf hoch ist ein verdammmmmmmt schwerer beruf...

dir steht ein freies Wochenende im Monat zu... jeden Monat

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