Kann ich das verzeihen?

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7 Antworten

Ja unangenehm ist das halt, aber das kannst du nicht ändern. Nur zukünftig vollkommen anders da ran gehen.

Ich würds gar nicht erst so weit kommen lassen, dass man sich anbrüllt. Sobald ich merke, dass das keine konstruktive Diskussion wird, geh ich, egal wie der andere dann rumzetert. Da lass ich mich dann gar nicht mehr drauf ein. Da wird dann einfach klar gesagt "Weißt du was, für heute bin ich damit fertig, wir brauchen beide mal ne Nacht Ruhe. Ich penn bei ner Freundin, wir sprechen morgen. In Ruhe." Und wenns am nächsten Tag auch wieder nicht geht, dann mach ich das Spiel so lange, bis ein normales Gespräch möglich ist. Gar nicht erst auf dieses Niveau begeben.

Meistens ist das aber am nächsten Tag einfach vergessen, weil man merkt, wie affig es ist, sich wegen einer Kleinigkeit so aufzuregen. Dann entschuldigen sich beide und fertig. (Jedenfalls war das in vorigen Beziehungen so. Mit meinem Mann streite ich nicht. Wenns da Meinungsverschiedenheiten gibt, legen einfach beide ihre jeweilige Sicht dar, dann wird darüber 10, 15 Minuten nachgedacht und danach miteinander eine gemeinsame Lösung gesucht. Und ja, so wurden auch schon Dispute mit dem Schwiegervater gelöst, der immer wieder Sachen von sich gab, bei denen mir fast der Kragen geplatzt wäre. Meinem Mann waren die Dinge so nicht aufgefallen, bzw. er maß denen keine Bedeutung bei und hat erst auch nicht verstanden, was mein problem ist. Nachdem er dann wusste, dass mich das stört und auch wieso es mich stört, so sehr, dass ich kurz davor war, zu sagen, dass ich da nicht mehr zu Besuch mit hin gehen werde, hat er sich mit seinem Vater zusammen gesetzt. Die entsprechenden Dinge kamen nicht wieder vor. Dazu muss man sich nicht anbrüllen.)

Also: 1. gehen, wenn er sagt, du sollst gehen oder einfach vorher selbst schon sagen "Das führt hier gerade zu nichts, wir reden wieder, wenn vernünftiges Reden möglich ist. Bis dann." und 2. nicht die Eltern in irgendeinen Streit rein ziehen. Was soll sowas? Wenn man merkt, dass man keine Argumente mehr hat oder mit den vorhandenen Argumenten auf taube Ohren stößt, dann geht man zurück zu 1. Gehen und die Situation damit entschärfen, dass man die Situation auflöst. Achso. "Fang doch nicht gleich wieder an rumzuschreien." hilft nicht. Da denkt der andere nur, dass man ihn nicht ernst nimmt. Lieber "Warte, warte. Ich weiß, du bist gerade etwas aufgeregt, aber sag mir das doch bitte in Ruhe, damit ich es verstehen und drauf eingehen kann."

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Ob du verzeihen kannst, kannst nur du wissen.

Ob du allerdings weiter so eine Beziehung führen willst, ist die andere Frage.

Schön, daß er schon in Therapie ist. Dir würde sie aber sicher auch gut tun.

Ihr solltet aber auch eine gemeinsame Paartherapie machen, damit ihr lernt, wie man streitet, ohne ständig unter die Gürtellinie zu hauen. Das macht auf Dauer jede Beziehung kaputt.

Das ist wie beim Boxen: es muß Regeln geben und nicht nur das, sie müssen eingehalten werden, unter allen Bedingungen, oder es fließt Blut.

Alles Gute

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Warte erstmal Ergebnisse aus der Therapie ab. Zusätzlich kannst Du selbst ein Kommunikationstraining machen (google was in der Nähe stattfindet), damit Du ihn nicht zusätzlich noch mehr in Wallung bringst.

Denke mal er ist seinem Vater sehr ähnlich und einiges ist in seiner Familie noch unverarbeitet. Beobachte auch den Umgang des Vaters mit der Mutter Deines Lebensgefährtens.

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Kommentar von Ameliex2323
28.11.2016, 10:19

Das Verhalten von seinem Vater seiner Mutter gegenüber ist absolut grauenhaft.

Er greift sie ständig an, alles was sie sagt ist dumm oder wird einfach nur belächelt ... Mein Freund sieht das zwar auch, spielt es aber häufig runter oder will es eben einfach nicht wahrhaben

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Ich weiß ja nicht wie alt Ihr seid, aber da ihr schon zusammen wohnt, scheint ihr ja "erwachsen" zu sein. Soll heißen: eine gewisse "Streitkultur" sollte schon vorhanden sein.

Ich würde mal abwarten, ob Dein Freund tatsächlich zu einem Therapeuten geht (glaub ich nämlich nicht). Wenn ja, schau mal, ob es was bringt.

Wenn nicht (oder wenn sich das trotz Therapie nicht bessert) würde ich mich von ihm trennen. Irgendwann wird der Streit eskalieren und es wird zu Handgreiflichkeiten kommen - garantiert!

Noch eine Anmerkung: ein Streit sollte immer zu einem guten Teil auf sachlicher Ebene verlaufen. Streitereien um Nichtigkeiten sagen im Prinzip nur aus, dass etwas Grundsätzliches nicht stimmt. Außerdem solltest Du mit den sinnlosen Provokationen aufhören (Zitat: "Du bist nur dieser Meinung, weil dein Vater diese Meinung hat"), Du weißt doch, wie Dein Freund darauf reagiert. Das ist absolut unproduktiv und führt auch nicht dazu, dass der Streit in vernünftigen/sachlichen Bahnen verläuft.

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Kommentar von Ameliex2323
28.11.2016, 09:48

Ich bin 24, er 25...

Ich glaube schon, dass er das jetzt in Angriff nimmt.

Wir haben schon öfter darüber gesprochen, dass er sich Hilfe suchen soll.. besser gesagt ich habe ihm es angeraten.

Er hat immer gesagt er brauch es nicht und hat da immer geblockt.

Jetzt hat er aber gemerkt, dass es wirklich nicht so weiter gehen kann (wie gesagt, die Polizei stand in unserem Flur, krasser geht es doch nicht mehr, oder?)

Und ja, dass ich mit diesen blöden Provokationen aufhören muss weiß ich auch.
Es ist nur immer so, dass er laut wird und ich ihn bitte damit aufzuhören weil ich das gar nicht haben kann.

Und ich dann quasi "zurück schieße" damit er aufhört.

Ich weiß natürlich, dass das absolut blöd ist und kein Stück besser... aber in manchen Momenten fehlt mir dann leider auch die Kontrolle

 

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Du solltest dich - wenn möglich - ganz zurückziehen und diesmal nicht wieder den ersten Schritt machen. Wenn dein Freund eine Therapeutin hat, dann hat er ja bereits bekannte Probleme. Wenn er seinen Vater einerseits vergöttert und in Schutz nimmt, ihn aber andererseits selbst oft als "Idiot" sieht, dann gibt es einen tiefen Konflikt aus der Kindheit, den er noch nicht verarbeitet hat. Rede mit ihm darüber, was es damit auf sich hat, bevor er wirklich einmal handgreiflich wird. Wenn das passiert, sollte aber endgültig Schluss sein.

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Kommentar von Ameliex2323
28.11.2016, 09:43

Nein, er hat noch keine Therapeutin.. er hat sich aber eine gesucht und bereits Kontakt zu ihr aufgebaut.

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Um was geht es Dir nun?

Dass der Streit so derart eskaliert ist und Du nicht weißt, wie Du mit Deinem Freund umgehen sollst?

Wie Du mit dem Thema "Schwiegervater" umgehen sollst?

Oder -  So kommt es mir letztendlich vor: Dass nun nicht nur die Nachbarschaft sondern auch Dein/Euer Bekanntenkreis nun weiß, wie Eure Beziehung wirklich aussieht und es alles andere als rosig ist?!

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Kommentar von Ameliex2323
28.11.2016, 09:42

Irgendwie um alles...

Zum einen darum, dass ich nicht weiß, wie ich mit meinem Freund danach umgehen soll ich mein hallo?! Die Polizei stand vor unserer Tür!!!!

zum anderen natürlich auch das Problem mit dem Bekanntenkreis. Wären es nur Freunde wäre es halb so schlimm, aber wir wohnen auch in einem Stadtteil der sehr klein ist und sich quasi jeder kennt. Ich bin nur hier her gezogen, er wohnt schon immer hier... ihn kennt hier jeder.

Und da geht es nicht nur darum, dass sie wissen dass es nicht rosig ist.. ich finde, wenn die Polizei da war ist das noch mal ne ganz andere Hausnummer

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Ja es passiert öfters. Aber versucht dies durch normales reden klären. Z.b.könntet ihr eine liste machen wer schreit kriegt ein strich. Wenn man am ednde des monats 20Striche habt muss der andere dem anderen etwas kaufen(nach wunsch). Wenn ihr findet 20wäre zu wenig dann könnt ihr es mit mehr strichen versuchen und anschließend immer etwas weniger machen.

Verzeih ihm

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