Kann ich das gemeinsame Sorgerecht umgehen?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Er kann das gemeinsame Sorgerecht problemlos ohne dein Einverständnis durchsetzen! Du trägst dann übrigens die Hälfte der teuren Gerichtskosten ;-)

Du machst es dir also leichter, wenn du freiwillig zustimmst beim Jugendamt. Das kostet das nämlich nichts.

Er bekommt es sowieso, auch wenn ihr euch nicht versteht oder sonst was!

Wenn er das dann hat, kannst du ihm freiwillig das alleinige Sorgerecht überlassen. Oder ihr regelt es gleich so...

Also wenn der Vater auch das Sorgerecht haben möchte bekommt er entweder das gemeinsame oder du verzichtest und er bekommt das alleinige. Aber DU wirst nie das alleinige bekommen, wenn er es auch haben möchte.

Heutzutage geht es zum Glück um das Wohl des Kindes und nicht um das Wohl der Mami! Und das ist nunmal das GSR!

Ich habe gerade in nem Kommentar gelesen, dass du Angst hast, dass er dir überall reinreden kann.
Die Angst brauchst du gar nicht haben! Er muss zwar bei den großen Entscheidungen mit unterschreiben. Aber auch beim gemeinsamen Sorgerecht hast du die alleinige Alltagssorge! (Während das Kind bei dir ist und der Vater während seines Umganges.) Das heißt du kannst so alltägliche Dinge wie Fernsehen, Essen, Kleidung, wie du im Detail erziehst usw usw alles auch weiterhin alleine entscheiden!
Beispiel: ihr müsst zwar dann gemeinsam entscheiden, ob das Kind getauft werden soll. Aber ob und wie oft es mit in die Kirche kommt usw entscheidest du ganz alleine.
Er hat da nicht viel zu sagen. Sollte er dich zu sehr nerven, kannst du dich auch ans Jugendamt wenden.

(Wenn das Kind während des Umganges bei dem Vater ist, kann er aber auch alleine entscheiden.)

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Die gemeinsame Sorge bekommt er gesichert, wenn er sie beantragt.

Aaaaber - das sind tatsächlich nur ein paar Unterschriften.

Du brauchst seine Unterschrift für Schulwechsel, Kontoeröffnung, Personalausweis/Pass, Umzug, aber nicht innerhalb der Stadt, Religionszugehörigkeit, Psychotherapien, geplante OPs.

Sonst nicht.

Alltag bestimmt die Person, bei der sich das Kind gerade aufhält.

§ 1687
Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht,
nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in
Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung
ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich. Der Elternteil, bei
dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf
Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die
Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen
Lebens. Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in
der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer
abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben. Solange
sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer
gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat
dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der
tatsächlichen Betreuung. § 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.

(2) Das Familiengericht kann die Befugnisse nach Absatz 1 Satz 2 und 4
einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes
erforderlich ist.

Das Gemeinsame Sorgerecht braucht er nicht durchzusetzen, ihr habt es - als Elternteile - automatisch. Wenn du nachweisen kannst, dass das Gemeinsame Sorgerecht für das Kind Nachteile birgt, kannst du vor Gericht das Alleinige Sorgerecht beantragen.

Die Tatsache, dass er dich beleidigt, bedeutet nicht, dass er auch dem Kind schaden möchte. Die Tatsache, dass du so leichtfertig dein Kind an jemanden ausliefern würdest, den du als "aggressiv" charakterisierst, macht mich nachdenklich...

Er ist mir gegenüber aggressiv und beleidigend, weil ich mich getrennt habe. Würde ich in ihm keinen guten Vater bzw. Menschen sehen, würde ich sowieso sofort Richtung ASR gehen!!

Nach der Geburt habe ich erst einmal das ASR, weil wir nicht verheiratet sind. Aber er kann es eben jederzeit beantragen und da stelle ich mir die Frage, kann ich ihm dann anbieten, dass er das ASR bekommt. Klar ist das eine krasse Entscheidung, das Kind in die Obhut jemand anderes zu geben. Aber er ist halt auch der Vater.

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falsch, die beiden sind nicht verheiratet und da hat die  mutter automatisch erstmal das alleinige sorgerecht. er muss es also mit ihr gemeinsam beim jugendamt erklären oder bei gericht beantragen.

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