Kann ich das Extrem abstumpftest Pony wieder 'korrigieren'?

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3 Antworten

Das würde man vermutlich schon wieder hinbekommen, aber mit langen, regelmäßigem Training und vermutlich dürfte zwischendurch kein anderer das Pferd reiten.

Für mich hört sich das so an, als haben man das Pferd derart verwirrt, dass es jetzt gar nicht mehr weiß, was es eigentlich machen soll, also müsste man bei Null anfangen und alle Kommandos/ Hilfen wieder von vorne einführen und so lange üben, bis auch weniger erfahrene Reiter diese Kommandos/ Hilfen so geben könnten, dass das Pferd weiß, was es machen soll.

Aus meiner Sicht (Laie) wäre es das Beste, die Besitzer würden das Pferd abgeben/ verkaufen und sich ein einfach zu reitendes Pferd für das Mädchen kaufen, das aber parallel regelmäßig von einem erfahrenen Reiter geritten wird.

So, wie es jetzt ist, wird das Pferd in jeder Reitsituation erleben, dass Reiter anstrengend und im Extremfall böse sind (die machen Sachen, die das Pferd nicht abstellen kann, z.B. hart treiben, an den Zügeln ziehen etc.) und die Reiter werden lernen, dass sie dieses Pferd nur bewegen können, wenn sie immer stärker Druck machen. Also verspannen sich beide, sobald einer aufsteigt und die Situation wird immer weiter eskalieren, bis das Pferd im Extremfall auf gar nichts mehr reagiert, weil es null positive Rückmeldung erfährt. Und der Reiter entnervt aufgibt. Auch für das kleine Mädchen ist das keine gute Reiterfahrung.

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Kommentar von MilleW
28.11.2015, 10:47

Danke für deine Antwort :)

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Blödes Problem, was du da hast. Das Pferd lässt sich sicherlich korrigieren, aber vermutlich nicht von dir, sondern wirklich von einem Profi. Ich würde das so machen, wie Tasha, das Pferd in Beritt geben - in der Anfangszeit wird es nur von dem Bereiter geritten, um das Pferd nicht weiter zu verwirren und um ihm auch den "Spaß" an der Arbeit mit Menschen wieder zu vermitteln. 

Wenn das einigermaßen funktioniert, solltest du - wie du es ja offenbar vorhast - Reitunterricht auf dem Pferd nehmen, damit du unter der Anleitung die Arbeit des Bereiters/RL (wäre ideal, wenn das eine Person wäre) weiterführen kannst. 

Auch von Seiten der erwachsenen Besitzer des Pferdes (das Pferd mag zwar für die 7-jährige Tochter angeschafft worden sein, gehört aber den Eltern) wäre es doch vernünftig, ein ordentlich ausgebildetes und sicheres Pferd für das Kind zu haben. Longenunterricht für ein 7-jähriges Kind finde ich jetzt zwar nicht unbedingt das schlechteste, allerdings sollte auch hier das Pferd auch von jemandem geritten werden, der ihn quasi dann immer wieder korrigiert und den Spaß am Reiten nicht vermiest. 

Ich seh das ähnlich wie Tasha - macht man jetzt gar nichts, wird sich die Situation immer weiter aufschaukeln. Ob du da mit 2-mal Reitunterricht was zu ändern vermagst, wage ich allerdings zu bezweifeln (u.a. aus den oben genannten Gründen).

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Ich würd mal "abgestumpft" durch "unmotiviert und verritten" ersetzen, denn das Pony kann am wenigsten dafür wie es jetzt ist. Ehrlich gesagt klingt die Situation für mich ziemlich frustrierend für euch beide... Für mich klingt das auch nicht so als ob ihr da alleine wieder raus kommt. Kann denn Deine RL evtl Korrekturreiten, oder jemand anderes im Stall, der wirklich fit ist? In welcher Ecke Deutschlands seid ihr denn?
Du kannst evtl versuchen über Bodenarbeit und Gelände die Motivation des Ponys zu verbessern, aber da habt ihr ja auch massive Probleme. Sorry, keine sehr ermutigende Antwort...

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Kommentar von MilleW
28.11.2015, 10:56

Im Gelände läuft er eigentlich immer aber ich war in letzter Zeit nicht mehr da weil ich keinen mitreiter habe und alleine nicht darf. Bodenarbeit ist auch nicht möglich da wir vor kurzem Stall gewechselt haben und der kein Roundpen oder so hat.

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