Kann ich bei der Riester-Rente auch mehr als 4 % meine Brutto-Einkommens jährlich einzahlen oder muss ich dafür eine neue private Rentenversicherung einzahlen?

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4 Antworten

Kann ich bei der Riester-Rente auch mehr als 4 % meine Brutto-Einkommens jährlich einzahlen

Klar. Du kannst inklusive Zulagen maximal 2.100,- € pro Jahr in den Vertrag fließen lassen.

In der gestezlichen Rentenversicherung wird KEIN GELD ANGELEGT. Also würde ich dir empfehlen dein Geld nicht dorthin zu tragen, wenn du nicht musst.

Pro EUR 20.000 Einmaleinzahlung bekäme ich später monatlich EUR 100 mehr Rente ...

Die Rentenformel lautet

Entgeltpunkte x aktueller Rentenwert x Rentenartfaktor x Zu-/Abgangsfaktor.

Der Höchstbeitrag (18,7% von 72.600,- €) zur Gesetzlichen Rentenversicherung beträgt 13.576,20 € pro Jahr. Wenn du mehr in Sachen Basisversorgung tun willst, mach dich mal schlau zum Thema Rürup-Rente.

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Langerlulatsch 22.11.2015, 23:10

In der gestezlichen Rentenversicherung wird KEIN GELD ANGELEGT.

Okay, aber für eine Bareinzahlung bekomme ich mehr Rentenpunkte und damit später auch eine höhere Rente. So ist es doch, oder?

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kevin1905 22.11.2015, 23:12
@Langerlulatsch

Okay, aber für eine Bareinzahlung bekomme ich mehr Rentenpunkte und damit später auch eine höhere Rente. So ist es doch, oder?

Ja aber Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis. Für 20.000,- € Beiträge gibt es keine 100,- € mehr monatliche Rente. Wer immer dir das erzählt hat, lügt oder hat keine Ahnung.

Und wie ich bereits sagte, mehr als 13k € im Jahr kannst du nicht in die GRV einzahlen.

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Möglich ist es schon lohnt aber nicht. Maximal kann man einschließlich der zulagen 2.100 Euro p.a. In eine Riester Rente einzahlen und erhält dadurch außer der Zulage noch Steuervorteile. Nur eine gründliche individuelle Beratung durch einen versierten Fachmann kann Dir in Deinem Aktuellen und individuellen Einzelfall eine Empfehlung für die richtige Vorsorge geben.

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RudiRatlos67 22.11.2015, 16:30

Die meistens besseren Alternativen heißen Rürup und bAV, auf garkeinen Fall heißen sie Wohnriester, wer Dir das andrehen will, der verkauft einem blinden auch ein Fernglas

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kevin1905 23.11.2015, 23:00
@RudiRatlos67

Im Grunde ist ja jeder Riestervertrag ein potenzieller Wohnriester, wenn er eine wohnwirtschaftliche Verwendung erfährt.

Erklärt man aber die fiktive Besteuerung des Wohnförderkontos korrekt, ebenso wie die strengen Bedingungen, die für eine riestergeförderte Immobilie gelten, wollen das die Kunden - zurecht - für sich nicht mehr.

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RudiRatlos67 23.11.2015, 23:18

sehe ich genauso. Außerdem sehe ich eine Prozessflut auf die Gerichte zukommen, von denen, die sich vor renteneintritt von ihrem Partner getrennt haben und dadurch die zulagen zurück zahlen müssen.

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Hallo, 

ich glaube, da geht einiges durcheinander.

1. Ja, Du kannst mehr als 4% Deines Einkommens in den Riester einzahlen. Es werden aber maximal 2100 € im Jahr steuerlich anerkannt. Mögliche Beiträge darüberhinaus sind nicht steuerfrei. Sie werden dann wie eine private Rentenversicherung behandelt. Riester-gefördert werden aber nur Menschen, die grundsätzlich in die DRV einzahlen müssen. 

2. In die Rentenversicherung kannst Du Einmalbeiträge zahlen, allerdings nur zwischen 84 € und 1124 € im Monat. Das geht auch nur, wenn Du nicht schon pflichtversichert in der DRV bist. Das widerspricht sich also mit der Riesterförderung.

3. Du bekommst (ganz grob) pro 6500 € Einzahlung im Jahr einen Rentenpunkt, der 30 € Rente Wert ist. So gesehen ist 100 € Rente nicht Falsch, allerdings schlicht nicht möglich.

4. Ggf. meinte Deine Quelle aber auch, dass Du in die Basis-Rente einzahlen kannst, die in Steuer, Flexibilität usw. der Deutschen Rentenversicherung sehr ähnlich ist. Da kannst Du nämlich tatsächlich 20.000 € einmalig einzahlen, die - je nach Alter - auch tatsächlich zu 100 € Monatsrente werden können. Allerdings darfst Du in diesem Jahr dann keine Beiträge zur Deutschen Rentenversicherung geleistet haben (reduzieren die 20.000 € Freibetrag). Das widerspricht dann wieder dem Riester.

Also irgendwas stimmt hier nicht.

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Ja, Du kannst Einmalzahlungen an die gesetzliche Rentenkasse leisten.

Nein, Du bekommst nicht 100,- Euro Rente pro 20.000,- Euro.

Wenn Du das haben willst, dann lege das Geld in eine Fonds-Vermögensverwaltung oder einen vermögensverwaltenden Fonds an. Dann brauchst Du Dich im Prinzip um nichts mehr zu kümmern.

Dafür brauchst Du aber eine gute Beratung - die es leider bei den Banken heute nicht mehr gibt.

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