Kann ich aus dem unten stehenden Grund eine Mietminderung durchführen?

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3 Antworten

Ich würde sagen, dass du so einfach die Miete nicht mindern kannst. Erst einmal bist du in der Beweispflicht, dafür müsstest du dir ein Lärmprotokoll erstellen und Zeugen haben. Danach müsstest du bei ausreichender Beweislage deinen Vermieter kontaktieren, dieser mahnt dann ggfs deinen Nachbarn an. An sonsten kann dir der Mieterschutzbund sicherlich weiterhelfen.

Ein Zitat aus einem Juraforum:

Es gilt aber zu beachten, dass der Mieter in der Regel Wohngeräusche seiner Nachbarn dulden muss, soweit sie im Rahmen des normalen und sozialadäquaten Lebens in einer Wohnung entstehen. Die Nachbarn haben nämlich ebenso ein Recht auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit aus Art. 2 Absatz 1 in Verbindung mit Art. 1 Absatz 1 Grundgesetz (GG). Dieses Recht kann daher nur durch das im Mietrecht geltende Gebot der nachbarschaftlichen Rücksichtnahme beschränkt werden. Dieses Gebot wird dann nicht verletzt, wenn die Geräusche in Zimmerlautstärke entstehen (nach Ansicht des Landgerichts Kleve mit Urteil vom 01.10.1991, Az.: 6 S 70/90, liegt die Zimmerlautstärke tagsüber bei einem Dezibelwert von 40 Dezibel und nachts bei einem Wert von 30 Dezibel).

Es gilt aber zu beachten, dass der Mieter in der Regel Wohngeräusche seiner Nachbarn dulden muss, soweit sie im Rahmen des normalen und sozialadäquaten Lebens in einer Wohnung entstehen. Die Nachbarn haben nämlich ebenso ein Recht auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit aus Art. 2 Absatz 1 in Verbindung mit Art. 1 Absatz 1 Grundgesetz (GG). Dieses Recht kann daher nur durch das im Mietrecht geltende Gebot der nachbarschaftlichen Rücksichtnahme beschränkt werden. Dieses Gebot wird dann nicht verletzt, wenn die Geräusche in Zimmerlautstärke entstehen (nach Ansicht des Landgerichts Kleve mit Urteil vom 01.10.1991, Az.: 6 S 70/90, liegt die Zimmerlautstärke tagsüber bei einem Dezibelwert von 40 Dezibel und nachts bei einem Wert von 30 Dezibel).

Trittgeräusche

Trittgeräusche von der Nachbarswohnung berechtigen in der Regel keine Mietkürzung. Etwas anderes kann nur gelten, wenn übermäßig oft mit hochhackigen Schuhen (sog. High Heels) durch die Wohnung gelaufen wird (so das Landgericht Hamburg mit Urteil vom 15.12.2009, Az: 316 S 14/09).

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Kommentar von Luna9995
06.03.2016, 02:11

Erstmal danke! Der Mieter und der dem Mann hat das selbe Problem, ich habe einen Zeugen, der hier öfters mal ist und auch hier schläft, der kriegt das auch immer mit. Ich sag es mal so, 30db sind in etwas die lautstsärke von einem summenden Kühlschrank und diese getrampel übertönt das locker. Alleine schon muss es doch sehr laut sein, da ich es höre und ÜBER ihm wohne. Das Gepolter ist noch lauter als das trampeln. Ich mein, ich habe eigentlich einen tiefen Schlaf und wenn soetwas einen weckt, dann muss das schon lauter sein. Ich werde denke ich mal da ich in einer Rechtschutzversicherung bin, mal einen Anwalt aufsuchen.

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ich würde erstmal genau buch führen. also immer aufschreiben wenn wieder etwas poltert oder trampelt. nicht nur nachts, auch tagsüber. wenn du das dann mal ein zwei wochen durchgezogen hast würde ich damit zum vermieter gehen und mit ihm darüber sprechen, dass er mal diesen nachbarn zur brust nimmt.

ich glaube aber nicht, dass das ein grund ist die miete zu mindern. denn der vermieter kann ja in erster linie nichts dafür...

du kannst aber natürlich auch öfter mal das ordnungsamt rufen, wenn es wirklich so störend ist nachts. vielleicht lässt er sich davon auch etwas mehr einschüchtern.

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Kommentar von Luna9995
06.03.2016, 02:04

Der Mann kommt immer Nachts und fährt dann am frühen Morgen. Naja aber es ist ja schon ein Nachteil für mich, dass ich meine Wohnung nicht richtig dadurch nutzen kann. Gesagt hatte mir das auch keiner beovr ich die WOhnung angemietet hatte. Als ich vor kurzem mit der Vormieterin geredet hatte, meinte sie dass sie das auch immer nachts gehört hat.
Der Mann pflegt wohl seine Mutter oder so, aber das eben nur Nachts. Mir tut das auch echt leid für die Dame, aber  nach 22 Uhr habe ich doch ein Anrecht darauf, schlafen zu können oder?

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Kommentar von johnnymcmuff
06.03.2016, 03:38

Es geht einfacher und schneller, siehe meine Antwort.

Ein Lärmprotokoll ist laut BGH-Urteil nicht nötig.

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Du musst den Vermieter nachweislich auf den Mangel hinweisen, am Besten per Einwurfeinschreiben unter Fristsetzung auffordern etwas zu unternehmen.

Was hier einige User bezüglich Lärmprotokoll schreiben ist falsch, schau hier rein:

http://www.juraforum.de/mietrecht/vor-mietkuerzung-muss-kein-laermtagebuch-gefuehrt-werden-390348

Ab Kenntnissetzung an den Vermieter darf die Miete angemessen gemindert werden, die Höhe einer Mietminderung sollte ein Fachmann festlegen.

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