Kann ich auf Rufmord verklagt werden?

9 Antworten

Beweislast

Der Beschäftigte muß Indizien belegen, die eine Benachteiligung wegen eines geschützten Diskriminierungsmerkmals vermuten lassen. Gelingt ihm dies, trägt der Arbeitgeber die Beweislast dafür, daß andere, sachliche Gründe die unterschiedliche Behandlung rechtfertigen oder die unterschiedliche Behandlung nach dem AGG zulässig ist, § 22 AGG.Der Beschäftigte muß also zunächst belegen, daß er gegenüber einer anderen Person ungünstiger behandelt worden ist.Dann muß er sogenannte Vermutungstatsachen vortragen und glaubhaft machen, aus denen sich ergibt, daß diese unterschiedliche Behandlung auf einem nach § 1 AGG unzulässigen Grund beruht.Verlangt ist lediglich eine Darlegung, die eine Benachteiligung wegen des Geschlechts als wahrscheinlich erscheinen läßt.

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Das Gericht war der Meinung, die Beweislast zur Entkräftigung sexueller Belästigungen liegen beim Angeklagten, weshalb das Urteil zu seinen Ungunsten gesprochen wurde.
LAG Köln Az: 7 Sa 508/04

Okay gut zu wissen.. Hab nur bei dem Hintern greifen den Nachteil keine Beweise erbringen zu können online Zeugen..

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@Ceriise

Zeit notieren, kurz in Stichworten die Situation beschreiben, was hast Du gemacht etc. 

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@Taimanka

Hab ich alles gemacht, danke dir! 

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Hat er etwas Derartiges gesagt? Wie kommst Du darauf, dass er Dich verklagen wird? Die Kollegen werden ihn gut genug kennen, dass sie Dir glauben.

Du hättest schon viel früher selbst zum Chef gehen müssen. Die Situation muss ja schon lange unerträglich für Dich gewesen sein. Außerdem hast Du jetzt (endlich) das Gesetz auf Deiner Seite. Hinterngrapschen ist eine  strafbare Handlung.

Wegen einmal Hintergrapschen würde ich ihn nicht verklagen. Aber er riskiert etwas, wenn er Dich verklagt. Dann wird nämlich vor Gericht rauskommen, dass er ein sexistisches A...loch ist.

Der Chef hat sofort reagiert, weil es bestimmt nicht das erste Mal war, dass er mit sexistischen Äußerungen oder Handlungen aufgefallen ist. So ein Typ vergiftet das Arbeitsklima, was sich u. U. auch auf das Arbeitsergebnis niederschlagen kann.

Ja er ist ausgerastet beim Chef und der Chef hat mich vorgewarnt das es dazu kommen kann das er mich verklagen will. 

Ja es geht seit Juni so.. Ich wusste einfach nicht ob ich ernst genommen werde als nur ein kleiner Azubi. Aber jetzt wo ich merke wie alle dadran sind tut es mir leid das ich nicht genug in die Geschäftsleitung und Kollegen geglaubt habe das sie hinter mir stehen. 

Ich hoffe sehr das das Gesetz hinter mir steht, denn ich habe echt große Angst das mir was passiert obwohl ich nicht Lüge. Ich habe so oft gelesen das die Opfer meist das nachtragen haben.. 

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@Ceriise

Du hast deine Kollegen und den Chef hinter dir, das finde ich super. Nutze im Falle einer Anzeige seinerseits diesen Vorteil. Scheu dich nicht, nach Hilfe zu fragen, sicherlich können sie dir auch in diesem Fall irgendwie helfen.

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@Ceriise

Wenn die Kollegen und sogar der Chef hinter Dir stehen, was willst Du mehr in Deiner Situation?

Er wird Dich nicht verklagen. Sein Verhalten deutet eindeutig darauf hin, dass ihm das Hinterngrapschen zuzutrauen ist. Er wird nicht riskieren, dass da noch mehr zur Sprache kommt.

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@BiggerMama

Meine Sorge ist das der Chef in Erwägung zieht ihn zu kündigen und dies eben dann zur Anzeige führt für mich, denn er hat laut geäußert das er dies machen möchte. 

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@Ceriise

Sei froh, dann bist Du den Typen los! Sein Verhalten hat er sich selbst zuzuschreiben. 

Für ihn ist das eine schlimme Situation, die er einzig und allein sich selbst zuzuschreiben hat.

Ich weiß aber nicht, ob Dein Chef ihn ohne Abmahnung einfach so rausschmeißen kann. Es gibt Vergehen, bei denen der Chef sofort kündigen kann. Ich weiß nicht, ob sexuelle Belästigung dazu gehört.

Dieser Kollege kann auf gar keinen Fall riskieren, Dich weiterhin zu belästigen.

Du bist viel zu ängstlich. Du hast Zeugen für die sexuelle Belästigung.

Dein Chef hat Dich nicht gewarnt, um Dich zu verängstigen, sondern damit Du Dich psychisch wappnest, um ihm entgegen zu treten.

Dieser Typ fühlt sich natürlich angepisst. Das ist halt so, wenn jemand nicht in der Lage ist, eigene Schuld einzugestehen. Er versucht mit allen Mitteln, seine Position zu verteidigen.

Aber er ist nicht im Recht, und er wird kein Recht bekommen. Davor bewahren Dich die Kollegen.

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Zuerst einmal: Ich finde es gut, dass du dir Hilfe geholt hast. Aber nimm dir in Zukunft ruhig mehr Mut zusammen und setze Grenzen früher und deutlicher. Das, was diese Person da abzieht, ist widerlich. Wahrscheinlich zählt er darauf, dass du als sein Opfer sich nicht traust, ernsthaft dagegen anzugehen und somit wehrlos bleibst. Aber auch eine Azubine muss sich so etwas nicht gefallen lassen.

Zum Rufmord: Du hast deinen Kollegen sicherlich nicht beleidigt oder üble Nachrede betrieben. Es gäbe dann nur noch die Möglichkeit der Verleumdung, doch dass tust du ja nicht. Tratsche es halt nicht überall herum, bevor du nicht mit hundertprozentiger Sicherheit im Recht bist.

Sollte er dich wegen einer dieser oben genannten Delikte anzeigen, dann stelle eine Gegenanzeige wegen sexueller Belästigung. Vielleicht kannst du seine Grabscherei nicht nachweisen, aber sein sonstiges Verhalten (die unangenehmen Fragen und wie du darauf reagiert hast) wird anderen Mitarbeitern doch sicherlich auch aufgefallen sein. Das wären schon mal Argumente, die deine Position bekräftigen würden.

Nein beleidigt habe ich ihn sicherlich nicht, er hat mich eher beleidigt denn seine fragen lassen indirekt daraus schließen das er vermutet das ich eine S**** bin obwohl ich erstens nie feiern gehe, zweitens seit 3 Jahren in einer Beziehung bin und wir auch schon seit 2 Jahren zusammen leben, drittens nie mit einem Ausschnitt zur Arbeit komme und mein Hintern ist immer von meinem Oberteil bedeckt. 

Ja das sonstige Verhalten.. Da habe ich viele die auf meiner Seite stehen. Sehr viele.. Es sind ungefähr 7-8 Leute.. + 2 andere Damen die er auch immer wieder in diesem Ton und in dieser perversen Art anspricht und versucht Blicke zu erhaschen. 

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