Kann ich auf eigener hompage selbstgemachte sachen verkaufen?

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3 Antworten



Handelt es sich bei dem Nebenerwerb um eine selbstständige Tätigkeit (z. B. Gutachtertätigkeit eines hauptberuflichen Beamten) oder um eine gewerbliche Tätigkeit (z. B. Verkauf von selbst gebauten Puppenhäusern eines hauptberuflichen Tischlergesellen) gibt es einige Punkte zu beachten. 

Selbstständige oder gewerbliche Tätigkeit

Zunächst ist zu prüfen, ob es sich um eine selbstständige oder gewerbliche Tätigkeit handelt. Allerdings wird bei einem Nebenerwerb vermutlich keine Gewerbesteuer anfallen, da es einen persönlichen Freibetrag von 24.500 Euro (auf den Gewinn) gibt. Dann besteht die Möglichkeit zur Kleinunternehmerschaft im Rahmen des Umsatzsteuergesetzes zu optieren. Dies ist bei einem Umsatz bis zu 17.500 Euro möglich. Dadurch muss für den Nebenerwerb keine Umsatzsteuer abgeführt werden. Bestehen die hauptberuflichen Einkünfte aus Lohneinkünften werden Einkünfte aus dem Nebenerwerb bis zu 410 Euro im Jahr nicht versteuert. Allerdings ist zu beachten, dass permanente Verluste aus einer Nebentätigkeit, die zu ständigen Steuererstattungen führen, nicht berücksichtigt werden. Das Finanzamt wird hier irgendwann Liebhaberei feststellen und alle Verluste wieder aus den Steuerberechnungen entfernen. 


http://www.steuerberaten.de/tag/nebenerwerb/ 
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Kommentar von PatrickLassan
10.08.2016, 10:25

Dann besteht die Möglichkeit zur Kleinunternehmerschaft im Rahmen des Umsatzsteuergesetzes zu optieren

Es ist genau anders herum: Kleinunternehmer ist man kraft Gesetz, man kann zur Regelbesteuerung optieren (§ 19 Umsatzsteuergesetz).

https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html

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ist das erlaaubt

Natürlich.


wie sieht das mit steuern aus und was muss ich beachten??

Welche Steuer? Einkommensteuer? Gewerbesteuer? Umsatzsteuer?

Du hast Gewinnerzielungsabsicht und möchtest längerfristig dieser Tätigkeit nachgehen, ergo handelst du gewerblich. Deine Webseite braucht ein Impressum, eine Datenschutzerklärung, eine Widerrufsbelehrung, etc.


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Ganz einfach: Du gehst zum Gewerbeamt und meldest ein Gewerbe an. Dann bekommst du Post vom Finanzamt mit der Aufforderung einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung auszufüllen und abzusenden. Dann geht alles seinen Gang.

Ich kann dir nur empfehlen das vorher durchzurechnen und ggf. einen Steuerberater hinzuzuziehen, denn allein das ausfüllen des Fragebogens zu steuerlichen Erfassung ist für Laien kompliziert. 

Du meinst sicher du könntest etwas Geld nebenher verdienen ohne das anzumelden. Das geht in Deutschland leider nicht. Entweder du meldest das sauber an und lebst dann mit allen steuerlichen Konsequenzen oder du machst es unter der Hand, also schwarz. 

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