Kann ich an meinem 2. Wohnsitz Sozialhilfe beantragen?

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1 Antwort

Tja, da ist nun die Frage, ( die du dir selbst aber nicht hier im Forum beantworten solltest) weshalb du dich nicht scheiden liessest oder aktuell lässt.

Dein Mann hat dir bisher Unterhalt ( nach welchem Ermessen?) gezahlt und du warst damit irgendwie klar gekommen.

Bei einer Scheidung wäre nicht nur der Unterhalt vom Familiengericht bemessen worden, sondern auch die Rente deines Mannes an Punkten zur Hälfte dir überschrieben worden. Das geht natürlich auch heute noch. Bei einer Scheidung würde also Dene Rente höher ausfallen. Ob diese dann jedoch ausreichend ist, sei dahingestellt.

Sollte eine Scheidung nach wie vor nicht in Betracht kommen, so wird bei einem Antrag an das Sozialamt ( wenn du selbst noch nicht Rentnerin bist dann beim Jobcenter) natürlich das Einkommen deines Mannes in Betracht gezogen und dir mitgeteilt, dass du von ihm Unterhalt verlangen kannst, dieses aber ggfs einklagen musst. Erst der Unterhaltstitel weist dem staatlichen Träger aus, ob du zuwenig  Einkünfte hast und daher Anspruch auf Sozialleistungen hättest. Wenn du verheiratet bleibst, kann höchstens zukünftig mit einer Witwenrente gerechnet werden , aber ob du diese jemals erhältst steht in den Sternen und ob du damit finanziell auf den grünen Zweig kämest, bezweifle ich.

Ich rechne gerade nach, wenn du seit 47 Jahren verheiratet bist, dann galt das gesetzlich verankerte Verbot des Mannes bzgl deiner Arbeit schon bei Eheschließung nicht mehr! Du hättest dir das verbitten müssen. Zumindest wird dieser Sachverhalt bei einer Berechnung des Unterhaltes vermutlich  nicht mehr anerkannt. 

Es wäre gut, wenn du dich bei einer Rentenkasse UND bei einem Rechtsanwalt beraten lässt. 

Alles Gute wünscht

 Thelma Louise 

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