Kann ich als Vermieter eine Minderung anbieten, wenn ich eine Wohnung früher übernehmen möchte?

8 Antworten

Wenn der Mieter vor dem Vertragsende ausziehen "soll" muß er eh nur so lange Miete zahlen wie er die Wohnung tatsächlich nutzen kann.

Vorausgesetzt der Mieter kann schon früher in die neue Wohnung wäre es möglich den Vertrag einige Tage früher zu beenden. Zu viel gezahlte Miete wäre dann halt zu erstatten.

Ansonsten mußt Du warten bis der Mieter die Wohnung zurück gibt. Verpflichtet ist er dazu nach Ende des Mietverhältnisses.

Andererseits könnte ich bei vorzeitiger Übernahme wahrscheinlicher einen neuen Mieter finden, der einen Monat eher einziehen würde, als wenn ich die Suche ab dem nächsten Monatsersten beginnen müsste.

Mit der Nachmietersuche kannst Du doch schon beginnen sobald Du von der Kündigung des Mieters Kenntnis hast.

Es kann ja auch dazu kommen, dass ich in den Urlaub fahre und deswegen die Wohnung nicht am Monatsletzten übernehmen kann.

Dann mußt Du halt jemand damit beauftragen.

Abwesenheit, aus welchem Grund auch immer, entbindet nicht von den vertraglichen Pflichten.

Das gilt für Mieter und Vermieter.

Warum so kompliziert? Versuch dich mit dem Mieter so zu einigen, dass die Übergabe an dich am Wochenende nach seinem Auszug stattfindet. Einen halben bis einen Monat als Puffer bis zum nächsten Einzug plane ich auch immer ein, kostet mich zwar etwas Geld, ist aber günstiger, als wenn es zu bösen Überraschungen kommt (Mieter zieht nicht rechtzeitig aus, Wohnung ist nicht wie vereinbart renoviert, vorhandene Mängel beseitigen).

Oder - was ich bei einem so weiten Weg zum Haus machen würde - beauftrage eine Hausverwaltung. Die können dann nicht nur den Ein- und Auszug mit den Mietern "überwachen", die kümmern sich auch um die Instandhaltung, haben Rahmenverträge (damit kannst du also evtl. bei Handwerkern, Stromversorgern, Versicherungen etc. sparen) und können auch neue Mietverträge abschließen. Die Kosten kannst du ebenso steuerlich geltend machen, wie deine Fahrten zum Haus. Und die Fahrten dorthin sind sicherlich deutlich teurer, als eine Hausverwaltung - dein Zeitaufwand noch gar nicht mit eingerechnet.

Außerdem ist eine Hausverwaltung ihnen verpflichtet ,Mietersorgen zu erledigen ,  das Gebäude zu kontrollieren und - mit ihrer Billigung - Reparaturen zu veranlassen. Die Kosten sind Teil der Nebenkosten .

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Der Mieter schuldet Übergabe mit Beendigung seines Mietverhältnisses, also am letzten Miettag oder dem nächstfolgenden Arbeitstag zu üblicher Geschäftszeit.

Üblicherweise findet aber bereits eine Besichtigung zur Mängelfestsellung, Rückbauumfang und ggf. geschuldeter Renovierung mindestens 14 Tage vorher statt, um die Wohnung in vertragsgemäßem Zustand nahtlos weitervermieten zu können.
Mit reiner Übergabe, Schlüsselempfang und Zählerstandprotokoll kann man nun jemanden beauftragen: Sofern kein Hausmeister oder Nachbar entgeltlich dafür bereitstünde, einen Dienstleister (Hausmeisterserve, Housesitter) auf Stundenbasis beauftragen. Und ihn verpflichten, lediglich Quittungen über Schlüsselempfang und Zählerstände auszustellen, aber kein Übergabeprotokoll zu unterschrieben, wenn man auf sein sechsmonatiges Prüf- und Mängelbehebungsrecht nach Übergabe nicht verzichten will.

Natürlich kann man sich auch auf eine vorfristige Übergabe verständigen und die vorbezahlte Miete entsprechend taggenau (in bar) erstatten - so der Mieter da mitspielt.

G imager761


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