Kann ich als Verkäufer einen zu hohen Preisvorschlag für meinen Artikel rechtlich geltend machen?

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8 Antworten

Gestern Abend gegen 22 Uhr erhielt ich urplötzlich einen Preisvorschlag
von gigantischen 27.101,00 € für die besagte Wii U. Als ich gegen 2 Uhr
nach Hause kam und dies sah,

Du kannst ja versuchen den Kaufvertrag zivilrechtlich durchzusetzen. Aber alle Kosten bleiben an Dir hängen, da die Käuferin natürlich Recht hat, spätestens mit dem: http://dejure.org/gesetze/BGB/119.html

Schon bei Annahme des Preisvorschlags Deinerseits würde jeder Richter von unlauteren Absichten ausgehen.

Dir ist, entgegen Deiner Einschätzung, kein Verlust entstanden. Somit kannst Du auch keine Schadensersatzansprüche geltend machen. Das "Schließlich habe ich andere potentielle Käufer sowie Preisvorschläge ausgeschlagen." war vorher.

Eier also nicht rum und erkläre Dich mit der Lösung des Kaufvertrag einverstanden.

Bei ebay eröffnest Du einen Fall: http://resolutioncenter.ebay.de/
und gibst an: "Ich habe mich mit dem Käufer geeinigt, die Transaktion abzubrechen.". Bitte vorher den Käufer das zu bestätigen und ebay wird Dir danach eine Gutschrift der Verkaufsprovision erteilen.

Und nun kommt Deine größte "Arbeit": Artikel wieder einstellen. Du kannst sogar im Text angeben, dass der Artikel wieder eingestellt wird, weil der vorhergehende Käufer sich bei der Abgabe des Gebots leider vertan hat.

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haikoko 13.03.2016, 20:29

Wie würden Sie einen solch kuriosen Fall handhaben?

Wie ich das handhaben würde, habe ich Dir in meiner Antwort geschrieben. Was ich über Deine Überlegungen denke, schreibe ich lieber nicht.

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Ferbie333 13.03.2016, 21:14

Guten Abend!

Auch Ihnen möchte ich für Ihre äußerst hilfreiche Antwort zuerst einmal danken!

Aber auch Sie bitte ich, davon abzusehen, mir etwaige niedere oder unlautere Absichten nachzusagen! Ich finde die enstandene Thematik sehr interessant und wollte über jegliche Optionen, die damit in Relation stehen, Bescheid wissen.

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haikoko 13.03.2016, 21:57
@Ferbie333

Ich zitiere mich:

Eier also nicht rum und erkläre Dich mit der Lösung des Kaufvertrag einverstanden.

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Wie sieht es rechtlich aus? Kann ich auf diesen Preisvorschlag beharren? (Was im Moment zumindest nicht meine Intention ist.)

Die Käuferin hat dir mitgeteilt, dass es sich um einen Tipfehler handelte.

Nach §119 BGB ist kein Kaufvertrag zustande gekommen.

http://dejure.org/gesetze/BGB/119.html

Wie sieht es jetzt trotz alledem mit einem Schadensanspruch aus?
Schließlich habe ich andere potentielle Käufer sowie Preisvorschläge
ausgeschlagen.

Dir steht kein Schadensersatz zu, weil du genau wußtest, dass die Käuferin sich geirrt haben muß.

Lies dazu bitte §122 (2) BGB.

http://dejure.org/gesetze/BGB/122.html

Wie würden Sie einen solch kuriosen Fall handhaben?

Ich hätte den Preisvorschlag abgelehnt.

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Ferbie333 13.03.2016, 21:09

Guten Abend!

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Ich bitte Sie, davon abzusehen, mich als kaltherzigen Menschen zu klassifizieren, der ausschließlich auf seinen persönlichen Vorteil aus ist! Dem ist nicht so und ich hatte niemals vor, einen Anwalt über den Fall zu konsultieren.

Ich wollte mich, dem Interesse wegen, einfach nur über jegliche Optionen diesbezüglich absichern.

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Glyphodon 13.03.2016, 21:35
@Ferbie333

Ich bitte Sie, davon abzusehen, mich als kaltherzigen Menschen zu
klassifizieren, der ausschließlich auf seinen persönlichen Vorteil aus ist! Dem ist nicht so und ich hatte niemals vor, einen Anwalt über den Fall zu konsultieren.

?? Lies dir bitte meine Antwort nochmal durch. Wo habe ich dich auch nur andeutungsweise als kaltherzig bezeichnet??

Noch sachlicher konnte ich nicht antworten.

Was ich von Leuten wie dir halte, schreibe ich lieber nicht...

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dresanne 13.03.2016, 22:49
@Ferbie333

Du bist doch diejenige gewesen, die gefragt hat, ob sie die Summe rechtlich durchsetzen kann. Jetzt schiebe mal nicht anderen den schwarzen Peter zu.

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Da Du schon bei Annahme des Kaufvertrages wusstest, dass es sich um einen Tippfehler handelt, warum bist Du überhaupt erst darauf eingegangen?? Ich hätte erst mal nachgefragt bei dem potentiellen Käufer. Auf ein paar Stunden Wartezeit wäre es doch sicherlich nicht angekommen.

Wie gesagt, da Du ja wusstest, dass es ein Tippfehler war, kannst Du dich schlecht rausreden. Du wirkst unglaubwürdig und damit unseriös.

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Wenn Du ein wenig nachgedacht hättest, wärst Du alleine dahinter gekommen, dass das nur ein Tippfehler sein kann. Ich an Deiner Stelle hätte den Bieter darauf aufmerksam gemacht, anstatt zuzuschlagen. Nun hast Du den Ärger. Brich den Verkauf ab oder melde nach ein paar Tagen einen nicht bezahlten Artikel, damit Du die hohe Verkaufsprovision nicht zahlen musst. Die Bieterin wollte 271,-- Euro eingeben und hat sich vertippt bei den 0-Stellen.


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dresanne 13.03.2016, 22:51

Für Deine unüberlegte Annahme hast Du jetzt 199,--Euro Verkaufsprovision am Hals.

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Das ist ein schwierige Frage und selbst wenn du im Recht bist, wird das ohne einen Anwalt wohl nichts werden. Und selbst hier würde so etwas wohl auf einen Vergleich hinaus laufen. Anständiger Mensch der du bist, verzichtest du darauf den Reibach auf Kosten einer Frau zu machen, die sich vertippt hat. Überlege mal in welche Nöte du einen Menschen bringst, weil du dir dessen Fehler zunutze machen willst. Das ist einfach nicht in Ordnung.

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Ferbie333 13.03.2016, 21:05

Hallo!

Wiegesagt, ich hatte niemals die Intention, auf eine derart horrende Summe zu bestehen, weil natürlich der Zweifel, dass es sich nur um einen Tippfehler handelt, weiterhin bestand hatte. Ebenso wäre es moralisch natürlich alles andere als verständlich.

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windsbraut0307 14.03.2016, 19:26
@Ferbie333

na eben, komm nimm dein Herz in die Hand und sei großzügig. Welche Freude hätte man an einem solchen Geschäft, wenn jemand anderes dadurch in Not gerät??

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Damit kommst du nicht durch. Die Käuferin kann die Willenserklärung gem. Paragraph 119 BGB wegen Irrtums anfechten. Die Frist hat sie gem. Paragraph 121 BGB auch eingehalten.

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Ich nehme an der preisvorschlag sollte sich max. Auf 271,00 Euro belaufen. Denk mal nach über 27000 eiro wo lebst du. Es ist nicht zu übersehen das es sich um einen Fehler handelt. Daher gehe auf die Käuferin ein.

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Wenn ersichtlich ist, dass es sich bei einem Gebot um einen Tippfehler handelt kann das Gebot wiederrufen werden. Da gabs mal irgendwo ein Urteil zu ...

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windsbraut0307 13.03.2016, 19:56

Auch dann wenn der Kauf schon abgeschlossen ist?

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Rosswurscht 13.03.2016, 20:02
@windsbraut0307

Ja, weil es sich offensichtlich um ein Irrtum handelt kann man so ein Gebot wiederrufen.

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