Kann ich als Frau einen weiblichen Gutachter verlangen?

3 Antworten

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Hallo Immchen,

schön dass Du Dich für Deine Freundin so einsetzt. Diese Situation war auch ganz sicher für Sie demütigend, denn für sie ist es eine Wiederholung des Traumas, .....und wieder kann Sie sich nicht wehren. Das ist wirklich schrecklich, das meine ich ernst !!!! Wie schlimm, das ist können wohl wirklich nur Betroffene und sehr empfindsame Menschen nachvollziehen.

 

Aber dennoch eine Information am Rande

Beim Bekleiden, kann man sehr gut erkennen in wie weit jemand durch die Behinderung eingeschränkt ist. Ist Hilfe erforderlich, ist das Pullover über den Kopf ziehen möglich, können Verschlüsse geöffnet werden (Reißverschlüsse, Knöpfe...)

 

Es ist  deshalb anzunehmen, dass der Gutachter wirklich nur die Einschränkungen beurteilen wollte . Leider hat er nicht erkannt, dass das für Deine Freundinn eine Wiederholung des Traumas war. 

Aber wie will Deine Freundin nach Ihren schlimmen Erlebnissen, die ja traumatisch sind das differenzieren. Daher ist Sie mit einem männlichen Gutachter wirklich absolut überfordert.

Ein männlicher Gutachter beteutet für Sie ggf eine weitere Traumatisierung, für solche Fälle muß es Ausnahmeregelungen geben, ( da Sie ja so gesundheitlich weiter

geschädigt werden würde) Wenn nicht muß Sie diese aufgrund des Traumatas beantragen, wenn es gar nicht anders geht mit einem Anwalt.

Dazu benötigt Sie wahrscheinlich einen Bericht Ihrer Psychologin, ihres Psychiaters

Wie gesagt, es kann sein, dass Sie dafür kämpfen muss. Der Weiße Ring könnte sie hierbei unterstützen, aber auch Ihre Therapeutin (ich hoffe Sie hat eine)

Zu dem kann Sie ja eine Begleitperson zur Rückendeckung mitnehmen z. B. Dich oder vielleicht die Therapeutin.

 

Alles erdenklich Gute für Dich und Deine Freundin. 

 

Ganz liebe Grüße

zitro

 

Habe den weißen Ring kontaktiert und gute Hilfestellung erhalten. Gemeinsam kriegen wir das hin, miene Freundin traut sich jedenfalls und das ist wieder ein Schritt vorwärts.

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@Immchen

Der Schritt vorwärts freut  mich  sehr Immchen, und ich wünsche Euch dass  alle weiteren Schritte folgen.

Danke schön für das Fähnchen !!!

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Hallo,

nach meinem Kenntnisstand haben Betroffene generell keine Einflußmöglichkeit bzw. Auswahlrechte dahingehend, einen weiblichen Gutachter zu verlangen.

Die medizinische Begutachtung ist in der Tat eine erhebliche Herausforderung und nicht zuletzt psychische Überbelastung!

Ich habe bei mir selbst und auch bei Bekannten mehrmals miterlebt, welche negativen Begleiterscheinungen eine medizinische Begutachtung mit sich bringen kann.

Allerdings im beschriebenen Fall sollte der Begutachter (gleich ob männlich oder weiblich) sehr wohl sehen und miterleben, daß man nicht simuliert und leidet!

In vielen Gutachten taucht nämlich der Satz auf:

"Der Patient zeigte keinen Leidensdruck, bestieg die Untersuchungsliege ohne weitere Auffälligkeiten, war sehr freundlich und..."

Es ist dringendst anzuraten,daß Ihre Bekannte einen Rechtsbeistand hinzuzieht!!

Dieser kann nach Durchsicht der Akten abschätzen, wie am Besten weiter vorzugehen ist.

In der Regel wird die Sache vor dem Sozialgericht ausgetragen.

Dort wiederum kann der Rechtsbeistand ggf. einen entsprechenden Antrag auf eine weibliche Begutacherin einreichen und entsprechend begründen.

Aus Ihren Vorgaben ist nicht ersichtlich, inwieweit Ihre Bekannte bereits einen Rechtsbeistand an der Seite hat.

Die preisgünstigste Lösung ist die Mitgliedschaft bei einem Sozialverband, wie z.B. Bei einer Gewerkschaft. In der Regel hat man in diesem Zusammenhang Anspruch auf einen Rechtsbeistand.

Sollte noch keine derartige Mitgliedschaft bestehen, ist die Mitgliedschaft im VDK eine gute Wahl. Die Juristen des VDK begleiten Ihre Mitglieder bei den Sozialgerichten und helfen mit Rat und Tat bei allen möglichen Fragen und Problemen im Zusammenhenag mit den verschiedenen Sozialversicherungsträgern.

Eine Rechtsschutzversicherung mit Sozialgerichtsrechsschutz würde ggf. die Gerichts- und Verfahrenskosten incl. Fachanwalt und notfall incl. ein gerichtlich zuzulassendes Privatgutachten übernehmen.

Zu guter letzt bleibt bei Mittellosigkeit noch die Möglichkeit des Antrags auf Prozesskostenhilfe beim Sozial und oder zuständigen Amtsgericht.

Fazit:

Die Erfahrung zeigt, daß ohne kompetenten Rechtsbeistand die Chancen schlecht stehen, seine Rechte druchzusetzen!

Der beste Rat Ihrerseits an Ihre Bekannte muß also dahingehend deuten, daß Sie Ihre Rechte durchsetzen kann und muß, aber allein und ohne HILFE geht das nicht!

Viel Erfolg und beste Grüße

Konrad

Da sie das nicht kann, da hat Paula Recht, könntest Du ja mit der Vorgeschichte vorsprechen und bitten!!!, ob sie einen weiblichen Gutachter nehmen.

also das Recht hat sie nicht, aber sie kann auf den Guten Willen hoffen? Wenn nicht, kann sie denn dann Begleitung mitnehmen?

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