Kann Hochbegabung mit Depressionen zusammenhängen?

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13 Antworten

Hey (:

Ich bin ebenfalls 14, hochbegabt und "Depressive". Es kann schon mit deiner Hochbegabung zusammenhängen. Hochbegabte empfinden so einiges anders als andere Menschen mit durchschnittlichen IQ. So werden Hochbegabten beispielsweise weniger schnell kalt, sie reagieren einfach sensibler auf ihre Umgebung und manchmal auch auf ihr inneres, ich nenne es mal Chaos. Es kann sein das du mit anderen weniger schnell warm wirst, weil du ganz einfach eine andere Art hast, über Themen und Umstände nachzudenken und zu reagieren. Das soll jetzt nicht bedeuten das die Durchschnittsmenschen dumm und dämlich sind... Du reagierst einfach nur unglaublich sensibler. So kann es sein das du schneller verletzt wirst, durch Worte bei denen der Andere sich nichts bei gedacht hat. Grübelst du oft gesagte Dinge nach die andere wie belanglose Themen ausgesprochen haben?

Bei mir war es jedenfalls so das ich besonders sensibel auf das Licht reagiere. Meine Stimmung passt sich dem einfach an. Ist es dunkel sinkt sie drastisch, ist es hell gebt sie sich.

Es hängt nicht immer gleich alles mit der Pupertät zusammen! Sicher.. Wow! Das ist ne schwere Phase die manches nur noch verschlimmert. Aber immer alles mit dem Wort "Pupertät" abzutun ist verfluchter Schwachsinn! Genau das ist der Fehler. Hör nicht auf die Anderen wenn sie meinen du übertreibst damit. Wichtiger ist das du auf dich achtest! Wenn du der Meinung bist das es ernst ist, dann ist es bestimmt auch ernst. Besser wenn du einmal falsch liegst, als wenn du es sein lässt und versuchst damit zu leben ohne deinen Stand in irgendeiner Hinsicht zu verbessern! Auf Dauer kann sich das sogar zum schlimmeren wenden., Es wäre sicherlich einen Versuch wert mal einen Psychologen aufzusuchen. Da kannst du dann sehen ob dir diese Art von "Therapie" liegt. Allerdings ist es auch möglich das es dir überhaupt nicht gefällt. Wichtig ist nur das du erfährst WAS deine Stimmung so runter zieht. Hochbegabte sind sehr gut darin Dinge alleine zu regeln. Vor alledem wenn es um ihre eigene Psyche geht, denn die können sie alleine immer noch am besten verstehen.

Wenn du einen persönlicheren Kontakt eher meidest und dich so nicht öffnen kannst, empfehle ich dir die Seite Junoma. http://www.junoma.de/ Anonyme und vor alledem eine kostenlose Website. Die Anmeldung ist einfach und erfordert nicht viele Daten. Geht alles ganz fix. Es ist wie ein online Psychologe mit dem du Nachrichten austauschen kannst, ohne das (bsp.) deine Mutter/Vater davon erfährt. Aus eigenen Erfahrungen kann ich sagen das man da ernst genommen , und alles streng vertraulich behandelt wird.

Entschuldigung das ich so viel geschrieben habe, ich hoffe das passt alles.

Viel Glück (;

Liebe Grüße, nA.

Ich finds gut, dass du dir die Mühe gemacht hast so viel zu schreiben. Aber bist du wirklich 14? Weil das, was du schreibst kommt mir viel niveauvoller und geistreicher vor als das, was so manche andere 14-Jährige von sich geben. Ich will damit nicht sagen, dass ich ich aufgrund meines IQs unbedingt "besser" oder "schlauer" als Gleichaltrige bin, sondern nur, dass einige Ansichten der Jugend allgemein absolut sinnlos sind und du der erste bist der mir "begegnet", der diese naiven Ansichten (gesellschaftspolitische etc.) offensichtlich nicht teilt.

PS: Danke für die Antwort!

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Moin,

bei mir hat ein Psychologe vor schätzungsweise fünf Jahren einen Wert von 147 ermittelt, was also in etwa deinem entspricht. Ich bin jetzt 18, habe grade mein Abi gemacht (wobei meine Leistungen anders als bei dir durchaus hätten besser sein können - Schnitt von 2,3 ;) ) und fange nächsten Monat mit meinem Jurastudium an. In deinen Ausführungen kann ich mich erstaunlich gut wiederfinden.

Mir hat es eigentlich nie an etwas gemangelt, und trotzdem habe ich etwa seit der 5. Klasse Probleme mit meinem Selbstwertgefühl, verbringe meine Freizeit nur sehr selten mit Mädchen (obwohl ich definitiv heterosexuell bin) und bin stundenlang im Internet bzw. Onlinespielen unterwegs. Ich hatte auch mal die eine oder andere richtig krasse Phase, in der mir meine gesamte Existenz sinnlos und vergeblich erschien, was wohl auf mein ungefestigtes Weltbild zurückzuführen sein dürfte (philosophische Ausschweifungen erspare ich dem geneigten Leser mal in dieser Stelle :D). Daran hat sich auch eigentlich nichts geändert, und doch bin ich im Moment irgendwie zufrieden mit meinem Leben. Wenn ich genauer darüber nachdenke, weiß ich eigentlich nicht wirklich, wie es zu solchen Schwankungen kommen kann. Möglicherweise sind daran gewisse Hormonaktivitäten im Gehirn Schuld, deren gezielte Beeinflussung schon vielen Depressiven sehr geholfen hat.

Was ich damit sagen will: Ich vermute einfach mal, deinem Leben fehlt das gewisse etwas, ein Ziel, eine Berufung, ein Sinn, für den du gerne leben willst und der deine Selbstzweifel beseitigt. Das kann durchaus mit deiner Hochbegabung zusammenhängen, weil eine solche eben auch ein größeres Potential für die Entfaltung kritischer, zweifelnder Gedanken mit sich bringt.

Mein Ratschlag wäre daher, mal jemandem deine Gedanken zu offenbaren, und das kann ruhig auch ein Psychologe sein. Ich selbst habe mit meiner distanzierten Art diesen Schritt nie gewagt, bin mir allerdings sicher, dass soetwas äußerst nützlich sein kann. Ein guter Freund von mir ist seit etwa zwei Jahren bei einer Seelenklempnerin und hat damit, soweit ich weiß, einige positive Erfahrungen gemacht. Ansonsten gibt es natürlich Vereine wie Mensa, wo sich Hochbegabte untereinander austauschen können. Ich selbst wollte damit nie etwas zutun haben, weil es irgendwie chauvinistisch wirkte - ist allerdings nur mein Gefühl, und vermutlich ein falsches dazu ;-)

Auf jeden Fall viel Glück weiterhin und mögest du eines Tages hell erleuchtet werden ;-D

Irgentwie baut es mich auf, dass es jemand anderem genau so oder zuminderst ähnlich gegeangen ist, und dieser jetzt sozusagen "den Sinn wieder gefunden hat". Danke für die Antwort!

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Also erstmal, einen IQ von 152, alle Achtung. Und vielleicht würde es dir helfen, wenn du über all das mal sprechen könntest. Vielleicht solltest du mal mit jemandem auf deinem Niveau über all das reden, das könnte dir vielleicht weiterhelfen. Du schüttest dich sozusagen also aus, falls das etwas für dich ist?

Ich weiß nicht ob ich das kann, weil ich das Ganze nach außen relativ gut abschirme und mich eigentlich alle als lebensfrohen Menschen kennen. Ich glaube, die meißten wären eher schockiert wenn ich mich "ausschütte". Aber vielen Dank für deine Antwort!

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Du bist mitten in der Pubertät und da ist dein verhalten völlig normal, das muss nicht gleich eine Depression sein. Zumale, du kannst dieses nicht selber an dir Diagnostizieren sondern musst dafür zu einem Psychologen zu dem dich dein Hausarzt überweist. Sollte dieser die Diagnose Depressionen stellen gibt es verschiedene Möglichkeiten; Angefangen von der Gesprächstherapie über Familientherapie bis in zu einem Klinikaufenthalt und Medikamenten, die aber ehr bei richtig schlimmen Depressionen gegeben werden. Das du nachdenkst, auch wenn alles sonst in Ordnung ist, ist wirklich "normal" da Hormone uns auch eine Achterbahn der Gefühle beschweren und somit auch unser Denken beeinflussen. Woher weisst du denn das du so einen hohen IQ hast ? Hat dich ein Arzt offizielle getestet ? Du solltest vielleicht mal mit deinem hausarzt reden wie du dich fühlst oder deinem vertrauenslehrer

Der IQ wurde von einer Expertin getestet. Und vielen Dank für die Antwort!

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@qweasdyxc95

Dann kann es sein, das du schlichtweg unterfordert bist. Ich hab gefragt, weil viele halt nur solche Tests im Internet machen und dann meinen der Wert sei real zu nehmen. Ich habe selber einen IQ von 140 & es hat mich zumindest frustriert das die anderen in meinem Alter nicht auf meinem "Stand" waren, als ich dann ältere Freunde hatte, mit denen ich mich unterhalten konnte ging es aber. Wie gesagt, das Gespräch mit Arzt / Vertrauenslehrer halte ich für sinnvoll, da Genie und Wahnsinn bei Hochbegabten immer nahe zusammen liegen. Und besser, ein Gespräch geführt als später an den Folgen leiden zu müssen

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Guck doch mal auf die Seiten von IKUH und DGHK - und such Kontakt zu anderen hochbegabten Kindern UND deren Familien. Vielleicht gibt es dort ähnliche Fragen, wie Du sie hast. Und vielleicht auch nützliche Ratschläge von Insidern. Das könnte Dir schon über dieses Gefühl von schlechtem Leben hinweghelfen.

Abgesehen davon ist die Zeit des Erwachsenwerdens - und diese Zeit hat für Dich begonnen - eine oft schwierige Zeit, für jeden Jugendlichen. Die Hormone spielen verrückt, der Körper entwickelt sich, man erweitert seinen geistigen Horizont, denkt über viel nach, hat aber noch nicht den Überblick, um zu Ergebnissen zu kommen, die einen zufriedenstellen.

Klar, dass sich dann schon mal Unlust einstellt.

Dazu kommt: Jungen fehlt in der Schule die Bewegung, das Auspowern und richtige "Männerarbeit", bei der man auch mal ein Werkstück vor Augen hat als sichtbares Zeichen der eigenen Leistung und Stärke. Diese Dinge musst Du Dir außerhalb der Schule suchen. Freiwillige Feuerwehr, Segel- oder Schweißkurs, was immer Dir da einfällt.

Und ganz wichtig: gute Kameraden. Und trotz Pubertät den Kontakt und die Freundlichkeit zu den Eltern nicht verlieren. Die braucht man als Rückhalt.

Alles Gute für Dich!!!

P.S. Außer IKUH und DGHK gibt es auch noch MENSA.

Dake für die Antwort!

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Ich glaube leider nicht an Deine Hochbegabung. Ein IQ von 152 bedeutet, dass Du schlauer als 99,97 % aller Menschen bist. Ja, eine Depression kann man auch bekommen wenn man hochbegabt ist (zumal der Umgang mit Hochbegabten im Jugendalter durchaus negativ ist) aber mir ist nicht bekannt, dass Hochbegabung Depressionen begünstigt.

Ich habe 2 mal diesen Test gemahct, einmal in der 1. Klasse (152) und einmal in der 4. Klasse (149). Die Testerin hat gesagt, dass diese leicht Schwankung absolut normal ist. Wie gesagt, ich will damit nicht nur Aufmerksamkeit oder Mitleid erregen, ich habe ein Problem und versuche einen Ausweg zu finden, wozu diese Information eventuell hilfreich sein könnte.

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Dass du dir mehr gedanken machst als andere liegt nicht unbedingt an deiner intelligenz .es liegt eher daran dass du emotionaler bist und an deinem etwas geringem selbstbewusstsein.dass du noch gut in der Schule bist zeigt dass du deine depression ,,im griff ''hast.

Das sind keine Depressionen, du bist einfach nur schlecht gelaunt. Warst du denn beim Therapeuten oder Psychiater? Das ist keine Seltenheit viele Kinder die mit Konsole aufgewachsen sind, sind nicht mehr glücklich. Früher waren wir Sorgenlos, haben Fußball gespielt und waren jeden Tag draußen. Und heute?...

So etwas nennt sich schlichtweg Pubertät, depressiver Verstimmungen können in dieser Zeit auftreten, sind aber nicht zu verwechseln mit echten Depressionen. Vielleicht, weil du doch so klug bist, um dies noch weiter zu fördern, ein Buch kaufen mit dem Titel "Pubertät die unbekannte Welt" ^^

wo hast du deinen IQ testen lassen?

naja es ist gut möglich, dass Hochbegabte Deprssionen bekommn, aber das woh eher, weil sie mit ihrer Art überall anecken. Also keine Freunde finden oder sich einsam und unverstanden fühlen, weil sie trotz nachgewiesener Hochbegabung schlecht in der Schule sind, ... .

wenn du wirklich unter Depressionen leidest kan ich mir kaum vorstellen, dass es wegen deiner Hochbegabung ist!

Das würde den Umkehrschluss erlauben, das Depressive oft verkannte Hochbegabte sind.

Depressionen kommen von zuviel negativem Denken, nicht von zuviel bestimmten Denken.

Deine Hochbegabung hat nichts mit deinen Depressionen zu tun, höchstens mit deiner Frustration.

Depressionen sind (da ihr Ursprung ein chemischer Prozess ist) ausnahmslos auf einem "negativem (verletztem) Selbstbild" begründet.

irgendwie zusammenhänngen schon, hängt ja alles zusammen, aber ob Du jetzt einen iq von 215 oder 85 hast, "mehr" vom leben erwarten kann jeder. besonders in der pubertät.

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