Kann gutgläubigkeit aus dem Elternhaus kommen?

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8 Antworten

Mit Gutgläubigkeit hat das nichts zu tun. Es ist die Angst, etwas zu verlieren, was eigentlich gar nicht da ist. Die Liebe. Sie hast du durch deinen Vater nie kennengelernt. (Ich habe alles bekommen, nur wenn....) Damit hat er sich selber eingeredet alles für sein/seine Kinder getan zuhaben. Was du brauchst ist eine Menge Selbstbewusstsein. Nach deiner Schilderung wirst du es sicher nicht alleine schaffen. Gehe bitte zum Arzt und rede mit ihm über eine ambulante Therapie. Es wird zwar etwas länger dauern bis du einen Psychologen gefunden hast, weil sie doch sehr ausgebucht sind. Allein daran kannst du aber schon erkennen, das du mit deinem Problem nicht alleine dastehst. Trau dich und gehe hin, nicht irgendwann sondern bitte sofort.

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Kommentar von silberblick
30.03.2012, 15:52

Ich habe da schon oft drüber geredet und auch mal bei einer anonymen Gesprächstherapie....und habe deswegen nicht das Bedürfnis zu einem Psychiater oder Therapeuten zu gehen wo ich eine Stunde bzw 45 Zeit habe zu reden. Ich mag diesen zeitdruck nicht und diesen Zwang. Wenn ich mal was wollte bzw. was fragen, dann sollte ich auch in der Werbung kommen....:) Ich mag diese Termine nicht (nä Woche um 13 Uhr erzählen....das ist Druck!) Gutefragenet ist ganz ok, da ist man anonym und man bekommt schnell viele Antworten und kann sich Gedanken machen. Sofort schon mal gar nicht! Ich muss da nicht sofort hin und mir ist das "egal" ob die ausgebucht....sind oder nicht-muss nicht unbedingt ein termin haben. LG und danke für die Antwort.

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Kommentar von Seeteufel
02.04.2012, 17:44

Danke für das Sternchen. Ich wünsche dir, das du den für dich richtigen Weg findest.. LG vom Seeteufel

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Hallo =) Also ich bin der festen Überzeugung, dass vieles, nicht alles(!), von dem, wie wir uns mal verhalten werden, welche Meinungen wir vertreten,..., davon abhängt, was wir von unseren Eltern gelernt haben. Wenn es etwas Gutes war, dann übernimmt man das unter Umständen, wenn es etwas Schlechtes war, dann sieht man entweder ein,dass man es selber nicht so machen will oder man macht es leider auch nach und schiebt möglicherweiße die Ausrede vor, dass man es ja nie anders gelernt hat. Was dich betrifft, kann ich mir schon vorstellen, dass du das aus deiner Kindheit mitgenommen hast, also die Angst fallen gelassen zu werden, wenn man sich eben nicht (vollständig) aufopfert und nicht pariert. Aber ich frage dich auch: was hast du denn für Freunde, die dich fallen lassen, wenn es dir am Schlechtesten geht? Wenn sie das schon öfter gemacht hat, dann darfst du den Fehler (nicht nur) bei dir suchen! Du musst auf dich selber aufpassen, dass du dich nicht für andere verlierst, sonst wirst du noch krank. Und dann hat niemand was davon. Klar ist es wichtig, für andere da zu sein und ihnen ein Freund zu sein, aber das muss ja nicht in Selbstaufgabe enden. Vor allem ist das tragisch, wenn deine Umgebung das nicht sieht, oder nicht zu schätzen weiß. es ist immer gut, das Gute im Menschen zu sehen, aber es ist wichtig, auch das Schlechte wahrzunehmen, sonst erstellt man sich ein Idealbild, oder ein falsches Bild von einer Person und hält sie für jemand ganz anderen, als sie ist. Mein Rat: Es ist gut, das Gute zu sehen!, aber pass auf dich selber auf :)

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Kommentar von silberblick
30.03.2012, 11:45

Den Text ist sehr aufschlußreich geschrieben und formuliert. Es sind keine "Freunde", dass weiß ich ja nun auch und die Menschen, die das auch taten (ständig fordern) usw. waren keine Menschen die es gut meinten. Das habe ich in den letzten 4 Jahren Gott sei Dank bei vielen festgestellt und bin auch froh nun darüber das erkannt zu haben. Manche Leute kann man nicht zufrieden stellen.

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" Liegt das an Gutgläubigkeit, weil man an das gute im Menschen glaubt? Oder liegt es am Elternhaus? darf man am besten nicht krank werden...."

Ja - das sind alles Faktoren - die da mitspielen können !

Man kann ja alles auch übertreiben - z.B. mit der Gutgläubigkeit - wenn sie einem den realistischen Blick auf eine Situation oder einen Menschen verstellt !

Und bei allem Glauben an das Gute - was zweifellos mehr oder weniger vorhanden ist - darf man nicht übersehen - dass das Böse auch in der Nähe sein kann !

Oft ist es auch das Helfersyndrom - das dominiert - und uns nicht merken lässt - wie wir uns verausgaben !

Deshalb sollten wir bei allen Beziehungen darauf achten - dass wir nicht nur geben - dann verlieren wir zu viel Energie - sondern dass Geben und Nehmen eine gewisse Balance aufweisen !

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Hallo silberblick,

ich weiß gerade nicht, welcher Begriff der Passende ist..., aber als Gutgläubigkeit würde ich es nicht bezeichnen.

Du wurdest in deiner Kindheit seelisch missbraucht...und so wie es sich in deinem Text oben anhört...war da möglicherweise auch noch mehr. Wahrscheinlich hast du dadurch ein Trauma erlitten. Dieses hast du ganz sicher aus deinem Elternhaus.

Dein Verhalten...könnte eine Folge dieses erlittenen Traumas sein. Ich habe oft gelesen, dass Missbrauchsopfer in ihrem späteren Leben dann besonders leicht wieder in diese Opferrolle geraten. Warum das so ist, weiß ich nicht... (Vielleicht trifft das bei dir ja auch nicht zu.)

Ich denke, deine Freunde nutzen dich einfach schamlos aus...und du lässt sie das auch. Vermutlich begleiten dich immerzu Verlustängste und deswegen hast du nie eher was unternommen und es immer hingenommen. Versuch für dich, dieses Denken "wenn ich nicht gut genug bin, werde ich ausgetauscht" abzulegen wertschätze dich selbst mehr. Freundschaft und Liebe sind kein ständiger Wettkampt. Man tut Sachen für andere, für einander..., aber weil man es gerne tut und nicht weil es verlangt wird.

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Kommentar von silberblick
30.03.2012, 13:28

Ja, dass kann alles sein, dass es noch Traumafolge ist. Vielleicht brauche ich einen Persönlichen Trainer, damit das nicht mehr passiert...nun ja, aber ich sehe mich nun auch selber vor, da ich ja nun nicht mehr Kontakt habe. Hab es ja nun erkannt was Sache ist und lasse mir das nicht mehr gefallen. In einer Opferrolle hängen zu bleiben solte man aber auch nicht, sondern eher nach vorne schauen und andere Kontakte suchen! Ich kenne welche, die sehen sich immer nur als ein Opfer und machen "nie etwas falsch"-das kann ja nicht sein. So etwas gibt es ja nicht.Jeder macht Fehler, ich auch. Aber: Manchen kann man es nie Recht machen! Danke für die Antwort.

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natürlich kommt es aus dem elternhaus - woher denn sonst? bevor ein kind mit anderen menschen die nicht die eltern sind, kontakt hat, will ihm doch keiner etwas böses.

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Kommentar von silberblick
30.03.2012, 11:47

es gibt auch Eltern, die nicht normal ticken. meinen Vater würde ich als "nicht normal "bezeichnen.Ich könnte über den Geschichten bzw. Tatsachen erzählen, da würdest du erstarren. Es lohnt sich aber nicht, sich mit diesen Menschen zu beschäftigen bzw. auf ihn zu schauen und ihn vor Augen zu nehmen. Es gibt leider auch Eltern oder Elternteile, die nicht normal sind und z.B. auch ihre eigenen Eheprobleme auf ihre Kinder wälzen-egal wie alt sie sind. Z. B ich wa rzuhause Schuld an der Ehe meiner Eltern (laut meinen Vater usw.). Er hat das gesagt, da war ich 11 jahre alt und immer und immer wieder....was ich mir alles anhören musste....so ist das halt....gut nicht zwangsläufig mit jedem Kontakt haben zu müssen. Sie sind für ihre Ehe usw, Krankheiten usw. selbst verantwortlich. Danke für deine Antwort!

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Ich denke das du die Gutgläubigkeit hast,weil du denkst es können nicht alle Menschen so sein wie du es bei deinen Eltern erlebt hast.L.G.

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Ja kommt sicher vieles vom Elternhaus ,so wie man es vorgelebt bekommen hat.

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Kommentar von silberblick
30.03.2012, 11:37

gutgläubigkeit habe ich aber nicht vorgelebt bekommen usw...danke aber für deine Antwort!

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ICh habe auch dieses Problem. Ja es liegt am Elternhaus. Verlustängste

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Kommentar von silberblick
30.03.2012, 11:40

Ja, dass ist die Angst weggeworfen zu werden, wenn man die Bedingungen/Wünsche usw. anderer nicht erfüllt. Leider habe ich das oft erlebt, dass mir Menschen vor dem Kopf stoßen-wenn ich nicht tue was sie sagen, dann soll ich mich "verpissen". Ich lasse mich dann meist aausnutzen, aus Angst dass mir das passiert. Irgendwann kann ich dann abr nicht mehr, weil ich dann Überfordert bin, die ansprüche sind bei vielen so hochgeschraubt und um so mehr man leistet, umso mehr wird dann gefordert.....wenn ich an diesem Punkt mal nein sage, dann kann ich gehen bzw. noch beschimpft. Habe das oft erlebt und habe mir vorgenommen mich zukünftig auf sone Leute gar nicht mehr einzulassen. Keine Angst mehr zu haben oder das Ausnutzverhalten nicht rechtzeitig zu erkennen. habe nun meine Augen offen und lass nicht mehr mit mir machen.

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