Kann es sein dass sich durch eine Erkältung die Demenz rapide verschlechtert (innerhalb 3 Tagen)?

5 Antworten

Jain. Eine Erkältung kann die Hirnleistung herabsetzen. Das passiert ja auch mal bei gesunden Menschen, dass man mal etwas tüdelig wird, wenn man so richtig erkältet ist, oder sich nur schwer konzentrieren kann. Das ist bei Demenzkranken genau so, nur wirkt derjenige dann eher so, als wenn die Krankheit verstärkt wird.

Der Zustand sollte sich nach der Erkältung wieder verbessern

JA! Habe diese Erfahrung bei nahem Verwandten 1.Grades schon mehrmals gemacht. Die leichte bis mittlere Demenz verschärft sich binnen eines Tages stark, manchmal dramatisch. Das heißt, Einkäufe, die meist noch "normal" abliefen, waren dann nur noch chaotisch möglich, also mehrmals am Tag zum Kaufladen, dann falsche Dinge gekauft. Vorstellungen wahnhafter Art tauchen auf, z.B. vom Nachbarn beschuldigt zu werden, Geburtstag bald zu haben, Jahreszeiten werden stark verwechselt. Das eigene Lebensalter wird um bis zu zehn Jahre falsch angegeben, verstorbene Verwandte "leben" angeblich, Enkel und eigene Kinder werden verwechselt, völlig falsche Geburtsreihenfolge und Verwandtschaftverhältnisse werden angegeben. Das ist alles SCHRECKLICH. Legt sich nach Abklingen der Erkältung von selbst, dann "nur" noch leichte bis mittlere Demenz. Zur Verwirrung kann bereits ein ganz leichter Infekt beitragen, ist absolut typisch bei bestehender Demenz! (Späte Antwort, sorry.)

Möglich ist alles.

Das merkst du ja schon bei dir selbst, wenn du eine richtig schwere Erkältung hast wie schlapp du bist. Das betrifft auch das Gehirn und selbst bei gesunden Menschen wird es dir in den Grauenzellen etwas tütelig.

Desahalb ist es möglich, dass in der Akutphase einer Erkältung das Gehirn noch mehr irritationen hervorbringt.

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