Kann es sein, dass man mit Epilepsie auf einer bestimmten Entwicklungsstufe stehen geblieben ist?

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5 Antworten

Hallo Karianda

Ich habe ganz ähnliches erlebt. Meine Tochter hatte eine Absencen-Epilepsie. Sie hat ganz normal die Schulen besucht und später einen Beruf gelernt. Da sich ihre Epi in der Pubertät "verwachsen" hat, ist sie heute gesund und darf auch Auto fahren.

Ich war damals auch in einer Gruppe und habe festgestellt, dass Epilepsie sehr verschiedene Bilder zeigt. Je mehr Grand-Mals jemand hat, um so grösser ist die Gefahr, dass gewisse Hirnpartien geschädigt werden. Da war z.B. ein 13-jähriger, der auf dem Stand eines Kindergartenkindes war

Ich denke nicht, dass das Alter eine grosse Rolle spielt. Die junge Frau scheint ein paar schlimme Anfälle gehabt zu haben, die einiges aus der Reihe gebracht haben. Du solltest sie nicht mit gesunden Frauen vergleichen!

Dir wünsche ich alles Gute

Ne, das halte ich für ausgeschlossen - gerade Epilepsie ist nicht umsonst "das Leiden der Könige" und Menschen mit dieser Krankheit galten früher als auserwählt und vom Schicksal geadelt , z.B. Caesar.

Eine Freundin von mir hatte auch bereits während der Kindheit einige Grand Mal Anfälle und hat ihr Studium trotzdem mit Auszeichnung bestanden und ist bis heute beruflich sehr erfolgreich.

Schau Dir mal an, wieviel berühmte - sehr erfolgreiche - Epileptiker es gibt:

http://www.epilepsie-selbsthilfegruppe-hamburg.de/menschen_g.htm

Trotzdem kann man natürlich nicht verallgemeinern, dass die meisten Epilepsie-Betroffenen intelligent sind.

Ich habe auch eine Absence-Epilepsie und hatte in der Schule Teilleistungsstörungen.

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@Karianda

Trotzdem kann man natürlich nicht verallgemeinern, dass die meisten Epilepsie-Betroffenen intelligent sind. 

Sie sind genauso intelligent oder nicht nicht intelligent wie alle anderen - es ist noch nie irgendein Zusammenhang  zwischen Epilepsie und der Entwicklung des Intellekts festgestellt worden

Zeitweilige Lernstörungen, die durch Epilepsie verursacht werden, haben nichts mit Intelligenz zu tun, diese  entwickelt sich trotzdem ohne jede Beeinträchtigung

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Hallo Karianda,

ein solcher Zusammenhang ist nicht bekannt.

Möglicherweise liegen dem sonderbaren Verhalten andere psychische Störungen zugrunde oder sie ist einfach "anders". Mit einer Epilepsie ist es jedoch nicht vergesellschaftet.

Lg

Danke, mir ist auch nur bekannt, dass Epilepsie-Betroffene häufig unter Depressionen leiden.

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Epilepsie überschneidet sich mit der "Symptomatik" und den Ursachen von ADhS - (bsp. beides ist hauptsächlich eine Störung in ähnlichen Regionen auf Chromosom 21) - , von welcher recht viel bekannt ist. Deshalb ist es bei Epillepsie wahrscheinlich, dass es zwar so wirkt als ob man stehen bleibt, aber tatsächlich man einfach in anderen Gebieten besser ist.

Epilepsie kommt gelegentlich als Komorbität mit bestimmten neurodiversen Phänomenen, wie z. B. Autismus vor. Das sollte die Dame sicherheitshalber mit ihrem Neurologen abklären. So von ferne ist es unangebracht, darüber zu spekulieren.

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