Kann es sein, dass ich depressive Neigungen aufweise?

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4 Antworten

"[...] Aufnahmeprüfung für das Gymnasium bestande[n] [...]"

"Meine Eltern sind zusammen, sie lieben sich und natürlich mich [...]"

"i[n] meinem Leben läuft eigentlich alles super [...]"

und doch

"[...] da ich in diesem Leben nichts habe."

Nichts ist ein großes und Wort und wird häufig sehr unbedacht in den Raum geworfen, denn du hast eine ganze Menge und sicher noch sehr viel mehr, als du in deinem Text durchblicken lässt. Allein die Tatsache, dass du nicht mit deinem Leben abgeschlossen hast, zeigt, dass es durchaus Dinge gibt, die dich am Leben halten und auch, in einem gewissen Maße, binden. 

Wäre dem nicht so, als hättest du tatsächlich nichts, dann wäre dieser Punkt schon überwunden und würdest diese Nachricht hier nicht formulieren. Dessen solltest du dir bewusst werden, denn du besitzt eine Menge - scheinst es jedoch zu ignorieren oder fataler Weise als eine Art Selbstverständlichkeit zu betrachten. 

Womöglich gibt es noch etwas, was dir fehlt oder du vermisst aber daran lässt sich durchaus arbeiten, wenn du für dich ergründest, was du dir eigentlich wünschst beziehungsweise was du vermisst. 

"Ich meine damit nicht, dass ich sterben möchte, doch es würde mich nicht wirklich stören, [...]"

Irre dich an der Stelle nicht. Der Gedanke an einen hypothetischen Tod ist wesentlich einfacher zu handhaben, als die Situation vor seinem faktischen Lebensende zu stehen - womöglich auch noch sehr plötzlich. Warum ich das so betone hat nur einen Grund: Verfalle nicht in Leichtsinnigkeiten, die dir womöglich einmal das Leben kosten könnten. Menschen, die beispielsweise einen Suizidversuch überlebten, sprechen nicht selten von der Situation das sie dann, wenn es "kein zurück mehr gab", plötzlich bereuten, dass sie diesen Schritt gingen und von einer panischen Angst übermannt wurden. 

Sterben ist nicht immer das, was man sich vorstellt.

"[...] vielleicht mal in geraumer Zeit einen Arzt/Seelenklempner aufsuchen."

Das halte ich prinzipiell für keine schlechte Idee. Empfehlen würde ich dir, wenn du diesen Plan verfolgst, dich einmal mit deinem Hausarzt in Verbindung zusetzen. Dieser kann meist eine erste Einschätzung liefern und dich auch über mögliche nächste Schritte beraten - manchmal hat dieser auch direkt Kontakte, an die er dich weiterleiten kann.

Für eine ambulante Psychotherapiesuche empfehle ich auch immer

https://www.therapie.de/psyche/info/

über diese Suchmaschine findest du sehr einfach, detailliert und auch sortiert alles über Therapeuten in deiner Umgebung, bei denen es sich lohnen könnte, sich zu melden. Lasse dich auch nicht entmutigen - die Therapeutensuche ist nicht leicht und es kann dauern, bis man einen entsprechenden Platz gefunden hat. Die Suche lohnt jedoch und vielleicht wirst du rasch fündig.

Allgemein Informationen und die Antworten auf häufige Fragen findest du wohlgemerkt gesammelt und fachkundig beantwortet an dieser Stelle

https://www.ptk-bayern.de/ptk/web.nsf/gfx/8E3BB5A56E124C13C1257FB900366394/$file/FAQ-Psychotherapie.pdf (Es handelt sich um ein PDF, sollte ein Download starten, ist es lediglich dieses Dokument)

So kannst du dich auch vorweg informieren, ob eine Psychotherapie etwas für dich sein könnte oder eventuell doch eine andere Maßnahme ergriffen werden müsste. Wenn du dazu noch konkrete Fragen hast, dann kannst du dich gerne in Form eines Kommentares oder auch privat melden und ich versuche dir so schnell wie möglich bei dir zu melden.

Im Endeffekt ist es, so denke ich, wichtig, dass du dir zum einen bewusst machst, was du eigentlich hast, was dir Freude bereitet und was du vermisst. Gewinne über dich selbst einen Überblick und vielleicht ergibt sich allein schon darüber ein Ansatz, an dem man beginnen kann etwas zu verändern - hin zum Positiven. Weiterhin solltest du deinen Plan verfolgen und auch eine Therapie in Anspruch nehmen, sofern du dies für einen guten Schritt hältst - das Informationsmaterial ist diesbezüglich verlinkt. 

Ich wünsche dir viel Erfolg und Glück bei deiner Suche und hoffe, du wirst fündig werden und eventuell wieder mehr Freude und Glück empfinden können, sobald sich eine Besserung einstellt.

Liebe Grüße.

Man muss nicht krank sein um zum arzt zu gehen. Die Diagnose Krank und was kann man dem Arzt überlassen. Wenn du zu einem Therapeuten willst, empfhle ich dir die Kassenärzliche Hotline die dir da ärzte empfehlen können, alleine schon deshalb weil du sonst kaum alleine einen Therapeuten findest der überhaupt noch patienten aufnimmt. Man kann da auch  schon mit 3 Monaten rechnen. Du gehst dann also da hin und machst 5 sitzunge. zahlt alles die Krankenkasse. Danach hat der Arzt quasi überhaupt die möglichkeit da eine diagnose zu stellen. Und du und er können sich entscheiden ob ihr da zusammen dran arbeiten könnt. Man holt sich vorher übrigends eine überweisung vom hausarzt. Man sagt einfach nur man braucht eine für einen therapeuten und schon hast du die.

Was sind da für Leute? - In der Regel würden die nicht sagen das sich ihre Eltern lieben. Meist Menschen die Scheidungskinder (Singlemütter-Kinder) waren oder die Famililie zwar heil nach aussen aussieht aber einfach nicht ist. Wobei das nciht unbedingt Ihr Thema ist. Aber auch Menschen die Probleme mit Suchtopfern haben oder selber welche sind. Alle haben gemeinsam das sie viel von anderen Erwarten und Hilfe brauch sich selbst zu entwickeln. Klar sind auch welche dabei die mal einen Selbstmordversuch hintersich haben, aber letzenendes sind das alles normalos mit teilweise sehr einfachen Problemen nur jeder nimmt halt Probleme und Herausvorderungen und Verantwortung für sich und andere anders wahr. Bzw. haben einfach eine andere Schmerzgrenze/schwelle, die intensität ist aber bei allen gleich. Manche machen es um für ihre eigene Kinder jetzt mal ihre Gedanken zu sammeln, andere machen es für sich, andere machen es für den Partner. Alle sind Freiwillig da und sowas wie zwang gibt es nciht solange du nciht straffällig warst und dafür verurteilt bist.

Ich sehe manchmal den Sinn am Leben nicht und hänge auch nicht an diesem Leben. Ich meine damit nicht, dass ich sterben möchte, doch es würde mich nicht wirklich stören, da ich in diesem Leben nichts habe.

Ich glaube das das viele so sehen aber nciht zugeben und damit ist dieser Gedanke dann recht alleine. Zumal du für solche Kommentare auch dann wenig verständnis bekommt. Einfach weil die leute es bei sich nicht ertragen können oder auch nciht damit bei anderen umzugehen wissen. Viele Reden sich ein "Lebe den Moment. Und Liebe sit alles." Frag Dich mal warum so viele Selbstfindungskurse, Yoga und Couchings so erfolgreich sind. Jeder hat eine Geschichte und möchte sich darüber bedeutung oder verstädnnis und so konkurrieren die Menschen auch gegenseitig, wer die leidvollere Geschichte hinter sich hat. Deshalb sind dann Leute die dafür bezahlt werden besser oder es ist zumindestens Fair das sie dafür geld kriegen.

Fazit: Ich möchte dir damit sagen, ist ist alles Gut bei Dir. Deine Gedanken sind okay. Man kann auch  dieses Angebot des therapeuten bei wirklich einfachen Dingen aufsuchen. Die entscheiden ob du wirklich bedarf hast, du musst dir selber also die Frage nicht stellen, sondern mach es wenn du sagst da ist was, ich lasse es besser mal checken. Du brauchst nicht erst ein schlechtes Erlebnis als Begründung (Leben wollen/müssen oder strerben wollen/müssen spielt keine Rolle). Du kannst aber auch Dich in Persönlichkeitsentwicklung, Religion und Wissenschaft geistig weiter lernen und bewußter werden. Bewußter über deine Gedanken/ Verstand und Gefühl. Beides sind Dinge die auf Entscheidungen und Führung/Tätigkeiten von Dir beruhen. (Therapie oder Persönlichkeitsentwicklung beides kann Dich aber auch enttäuschen. Dann wechsle die Quelle. Versteif dich nicht mit irgendwas oder steiger dich nicht irgendwo rein.)

Man muss nicht vergewaltigt, geschlagen, innerlich zerbrochen sein um depressive Neigungen zeigen zu können.

Wir sind keine Psychologen oder Ärzte und daher können wir dir keine Diagnose geben. Außerdem müsste man sich ein wenig mehr mit dir beschäftigen und das am besten persönlich.

Aber du wolltest ja wissen was wir denken.

Das kann sein, aber ich denke fast jeder hat diese Phase mal gehabt.

Depressionen können viele Ursachen haben.

Zum Beispiel einen körperlichen Grund.

So ist es halt mit dem Körper und seinen Botenstoffe die nicht immer so laufen wie sie laufen sollen.

Schon einige Spaziergänge unter der Sonne können einem helfen.

Also...diese Gedanken alleine hat wohl jeder und sonst hast du ja nicht wirklich andere Symptome genannt.

Deshalb "öffne die Schachtel und schaue einfach mal ob die Katze nun tot oder lebendig ist"

Keine Ahnung, ob das sehr aussagekräftig ist, aber laut online-Test soll ich teilweise depressiv sein oder depressive Neigungen haben, andereseits muss man auch sagen, dass online-Tests auch zeigen, dass ich ein Soziopath bin, also zweifle ich deren Glaubwürdigkeit an. Es kann natürlich gut sein, dass es wegen dem Winter ist. Es ist immer dunkel, meine Lieblingsbeschäftigung, das Mofa-fahren, kann ich nicht mehr ausüben und andere Faktoren sorgen eigentlich seit längerem dafür, dass es mir im Winter nie besonders gut ging, obwohl ich ein grosser Freund der Kälte bin. Ich glaube mitlerweile auch weniger, dass es Depressionen sein könnten, sondern eher, dass ich diesem Abschnitt meines Lebens einfach unglücklich bin und hoffe, dass ich, wenn ich volljährig bin, oder auch später, mein Leben so gestallten kann, wie ich das möchte und meine negativen Gedanken so vergessen kann. Danke für die Hilfe.

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Ja...diese online Tests xD.

Denen kann man wirklich nicht viel glauben schenken.

Das ist oft so. Ich erwähnte ja schon das mit der Sonne. Im Winter sind wir öfters zu Hause oder im Dunkeln. Wir beschäftigen uns weniger, vor allem sportlich, wie man es im Sommer so macht.

Man möchte lieber im Bett liegen und manchmal grübelt man eben zu viel nach, da man sich nicht viel beschäftigt.

Das was du nennst bezeichnet man als Winterdepression. Gerade Depressiven Menschen hassen diese Jahreszeit bzw haben Angst davor, weil sich ihre Symptome meist Verstärkern und sie noch weniger Motivation haben etwas dagegen zu unternehmen.

Wenn du Interesse hast kannst du mich auch mal privat anschreiben. Ich bin nämlich solch ein depri :D.
Und ich habe mich mit der Krankheit auch beschäftigt. Außerdem besitze ich noch so einen Psychologischen Test mit richtigen Auswertungen, um zumindest die Stärke einer Depression bestimmen zu können.

Aber was ich bei meinen letzten Satz oben gemeint habe ist, statt noch weiter über sowas und so zu grübeln gehe doch einfach mal zum seelenklempner mit dem Verdacht.
Der kann dir ja mehr helfen als wir ;)

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Man kann seine Gefühle auch selber steuern. Ich kenne genug Leute die Depressionen haben und die haben es nicht einfach so. Einer wurde von Kindheit bis zur erwachsenen Alter heftig gemobbt.Er wurde immer gemobbt, arbeitet jetzt auf den 2. Arbeitsmarkt. Es gibt Leute die einfach nur emotional sind. Ich war mein ganzes Leben lang sehr emotional und solche Leute sind auch krankheitsanfälliger. Ich bin auch selber durch Mobbing krank geworden.

Hast du in deinen Leben auch genug Abwechslung, weil das kann auch ein Anzeichen für Frust sein? Wenn man z. B. den ganzen Tag nur daheim ist und sich nicht bewegt. Einfach mal mit Freunden treffen, auch alleine schwimmen gehen etc. vielleicht in einen Verein anmelden. Das kann alles helfen. Depressionen ist irgendwie in Mode gekommen, glaube ich, weil man sowas so häufig in Medien hört.

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