Kann es sein, dass heute kaum noch jemand gern zur Schule geht?

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14 Antworten

Zumindest hat wohl die Anzahl der Kinder, die gerne zur Schule gehen abgenommen. Die Gründe werden wohl vielfältig sein. Ich denke der wichtigste ist der Stress durch die immer überfrachteten Lehrpläne und der Druck nicht nur gut sondern sehr gut sein zu müssen. Früher hat man auch mit Quali noch gute Berufschanncen gehabt, die Hauptschule war die Norm. Auf die Realschule oder das Gymnasium gingen die wenigsten von der Klasse. Heute ist das anders, da wir man (eben wegen der immer höheren Leistungserwartungen oft in Schulformen gedrängt in die man nicht passt. Dann mit den guten mithalten zu können ist enorm schwierig. Misserfolge sind vorprogrammiert und wer geht schon gerne an solche Orte?

Wegen den vollgemüllten Lehrplänen bleibt oft auch keine Zeit für coole Sachen die man durchaus in der Schule machen kann. Wie gerne denke ich an meine "Eskursionen" zurück in denen natürlich auch schon Stoff behandelt wurde, der Spaß aber nicht zu kurz kam.

Mobbing war bei uns kaum ein Thema. Klar, Aussenseiter die geärgert wurden gab es schon immer, aber es hat sich wirklich in Grenzen gehalten. Vor allem Cybermobbing fand nicht statt. Schlicht weil es das technisch noch nicht gab.

Die Lehrer waren zum teil noch menschlicher, weil sie nicht so frustriert waren. Ich meine wer unterrichtet schon gerne wenn viele null Bock zeigen? Das ist so ein richtig schönes Wechselspiel zwischen Leher und Schüler.

Eines der populärsten Videos zum Thema ist wohl dieser Rap (ist Englisch, hat aber auch deutsche Untertitel)

Die Hauptprobleme sind:

Es geht in der Schule nicht darum, interessantes & wichtiges dazu zu lernen, sondern einfach nur um Leistung. Studien fanden heraus, dass das aktuelle Schulsystem Mobbing und Ausgrenzung fördert, da es eben immer nur um Leistung geht, darum, besser zu sein als andere.

Die Schule zerstört Kreativität. Man wird dazu gezwungen, Sachen zu lernen, die einen kein bisschen interessieren, nur um sie beim nächsten Test auszuspucken und wieder zu vergessen. Man kann nahezu nichts abwählen und sich kaum anhand der eigenen Interessen vertiefen. Ich bin aktuell 11.Klasse und mache Abitur nur, weil es gesellschaftlich notwendig ist. Ich könnte mit meinem aktuellen Wissensstand wahrscheinlich schon losstudieren und 2 Semester faulenzen ^^

Ich programmiere für mein Leben gerne, und lerne dabei immer sehr viel dazu, kann das aber, abgesehen von 2 Wochenstunden Informatik, nur außerhalb der Schule machen. Ich hatte jetzt 2 Wochen Ferien und habe täglich 8-10 Stunden programmiert, weil es einfach meine Leidenschaft ist. Dabei habe ich soviel mehr gelernt, als mir die Schule jemals beigebracht hat...

Wenn du noch mehr zu dem Thema und alternativen Schulmodellen erfahren willst, empfehle ich dir dieses Video (lass dich nicht vom Titel beirren, es ist sehr informativ und gut recherchiert):

Beziehst du deine Frage eigentlich nur auf die Schüler? Ich kenne auch etliche Lehrer, die eigentlich überhaupt keine Freude mehr an ihrer Arbeit haben. Alle sind frustriert, und wenn jeder es an "der anderen Seite" auslässt, ist der schönste Teufelskreis in Gang.

Es liegt übrigens nicht an "heute - früher". Ich habe ein Patenkind in Kolumbien, der dank der Unterstützung durch unseren Verein überhaupt zur Schule gehen kann. Ohne diese hätte er mit zwölf Jahren abgehen und arbeiten müssen, Vollzeit für extrem wenig Geld, versteht sich. Er ist selig, dass er zur Schule gehen kann, eine chance auf eine Ausbildung bekommt, die ihm noch längst keinen guten Job garantiert, aber wenigstens die Möglichkeit überhaupt erst eröffnet.

Hierzulande und im jetzigen relativen Luxus (bitte mit vorsicht interpretieren) sehen, wie unten schon gesagt, viele keine Notwendigkeit, zur Schule zu gehen und zu lernen. An Kohle kommt auch ein Schwachmat wie Bo...len, der keinen geraden Satz herausbringt, oder eine Blondie mit entspr. Oberweite, die sonst nichts zu bieten hat.

Sich an der richtigen Stelle anzubiedern, einzuschleimen und notfalls Mama und Papa samt Rechtsanwalt aufzufahren, geht eben einfacher als hartes Lernen und Arbeiten. Also; keinen Bock auf den Stress, ich krieg eh die Kanzlei von meinem Alten. Das ist eine Überspitzung - auf der anderen Seite der Medaille stehen die, die schon hundertmal erfahren haben, auch evl durch das beispiel ihrer Eltern gesehen haben, dass sie eh keine echte Chance haben, weil sie arm sind, weil sie nicht normgerecht aussehen, weil sie eben Underdogs sind. Wie sollen die denn Motivation entwickeln, wenn sie wissen, dass selbst viel Lernen und Bemühen nicht reichen, weil später der Sohn des besten Freundes des Geschäftsführers den Posten kriegen wird, egal, ob er besser ist oder nicht.

Es ist für alle Beteiligten schier unfair, aber nicht alle bekommen es im gleichen Maß zu spüren.

Ich gehe wieder gern zur Schule. 

Es gab aber eine Zeit, in der ich die Schule gehasst habe. Nicht den Unterricht selber, den hab ich grundsätzlich gemocht, wenn er nicht mal wieder völlig sinnlos war. 

Ich habe die Schule als Ganzes nicht gemocht. Es ging oft immer nur um Leistung. Du musst gut sein, in allen Fächern. Du bist nie gut genug. So hat sich das für mich angefühlt. Es gab immer so eine Erwartung der Gesellschaft. Du lernst und gibst dein bestes und wenn es dann doch nicht funktioniert, dann gibt es von da Heim am Besten noch dumme Kommentare. Ich hatte das Gefühl, oft nicht als Mensch, der auch andere Dinge zu tun hat, als Hausaufgaben zu machen hat und der auch andere Probleme hat, gesehen zu werden. Wenn ich nach Hause kam, war ich nach 6 Stunden Schule oft ziemlich erschöpft und ich wusste einfach nicht, wie ich die ganzen Schulsachen (Hausi, lernen) machen sollte. Und dann wirst du von den Lehrern auch noch als faul bezeichnet, wenn man es mal nicht schafft.

Es ist eigentlich wahrscheinlich gar nicht so schlimm. Ich habe das aber früher manchmal so empfunden. Der meiste Druck kam zwar von mir selbst, aber deshalb habe ich die Schule nicht gemocht. Heute gehe ich anders mit dem Druck um und es ist nicht mehr schlimm. Deshalb mag ich die Schule auch wieder.

Berufsschule ist noch schlimmer ;) Aber ja die reguläre Schule war auch für mich..grausam..meist weil die Lehrer keine Fehler akzeptieren wollten..

Ich bin selbst nie gern zu schule gegangen ...früh aufstehen ,man wird nur angekackt bei fehlern ( ja so waren Lehrer bei uns ) Schule hat daheim schwirigkeiten gemacht ....es war ein weiter weg zur schule hin und zurück ...im Winter zu kalt an der Bahn und im Sommer zu heiß ....ständig wurden Arbeiten geschrieben ...das aller größte problem die Mitschüler die einen nur nerven ....Ich bin froh da draußen zu sein 

Also ich gehe zwar gerne zur Schule, aber kenne auch viele auf die das nicht zutrifft. Falls du deine Frage ebenfalls auf die Lehrer beziehst, ich kenne da ein paar die ihren Beruf wirklich mögen bei uns ;)

Ich selbst finde Schule eigentlich ziemlich okay, dass man früh aufstehen muss und viele Hausaufgaben aufbekommt ist zwar blöd, aber ich erlebe mit meinen Freunden immer viel in der Schule. Gäbe es keine Schule, würde mein Leben sehr langweilig sein.

Tja, wen Du nen guten Abschluss hast, dann machst du ne gute Ausbildung und hast danach meist einen guten Job.

Was hast Du davon? Wenig Freizeit und Geld!!!

Wen Du keinen vernünftigen Abschluss hast, dann machst Du warscheinlich auch keine gute Ausbildung und hast danach auch keinen guten Job bzw. gar keinen Job und musst Sozialhilfe beantragen.

Was hast Du davon? Viel Freizeit und Geld!!!

Die meisten denken sich einfach, egal was ich für einen Schulabschluss habe, ich komme auch so durchs Leben.

Und damit haben Sie vollkommen recht!!!

Weil man selbst mit dem besten Abschluss keine Garantie mehr hat auf einen gutbezahlten Job. Außerdem hat man einfach auf viele Fächer keinen bock weil es einem einfach nicht interessiert und auch nicht beruflich und privat weiterbringt. Von unfairen und unguten Artgenossen als Lehrer und eventuelles Mobbing mal ganz zu schweigen.

das kann viele gründe haben:

-sie sind zu klug -> zu wenig herausforderung

-sie werden gemobbt

-Sie geben einen Sche** auf ihre zukunft und wollen nur spaß im augenblick haben

-sie werden von den eltern unterdrückt mit leistungs druck

-sie verstehen sich mit klassen kollegen nicht

-sie haben keine freunde

-sie hassen die lehrer

mehr fallen mir gerade nicht ein :D

mfg :)

Ich vermute weil sie nicht mehr unserer Zeit angepasst ist. Deutsche Schulen sind gut aber die Schüler brauchen das meiste garnicht mehr was man dort lernt

Habe zufällig heute morgen ein interessantes Video zu dem Thema gesehen ich pack den Link einfach mal hier dazu (gehe selbst auch nicht so gerne in die Schule):

War das überhaupt mal so, dass die Mehrheit der Schüler gerne in die Schule gegangen ist?

Glaube kaum ;)

Erst wenn man täglich schuften muss, weiß man die "alte Schulzeit" wert zu schätzen.

du sprichst mir aus der Seele, wie gern würde ich heute wieder zur Schule gehen!

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