Kann es sein, dass die Farbwahrnehmung aus der Tatsache resultiert, dass...?

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6 Antworten

Es gibt keine "verschiedenen Spektren", sondern nur ein Spektrum, das aus verschiedenen Wellenlängen besteht.

Und all deine phantastischen Überlegungen befreien dich nicht von der Pflicht, dich schlicht und einfach mal über die physikalischen und biologischen Grundlagen des Farbensehens zu informieren.

Ich rede ganz bewusst von Pflicht.
In einen auf Aufklärung und Demokratie beruhendem Gemeinwesen hat jeder die Pflicht, sich aufzuklären.

Die Wahrheit ist ganz banal, in jedem einzelnen Schritt.
Es gibt 3 Typen von Farbrezeptoren, noch in der Netzhaut wird dieses 3-Farben-Modell in ein Gegenfarben-Modell umgerechnet. Daneben finden noch andere Umrechungen und v.a. Datenkomprimierungen statt.

Im Chiasma optikum werden die Informationen der beiden Augen teilweise umgeschaltet, sodass die linke Großhirnhälfte den rechten Blickbereich beider Augen empfängt, und umgekehrt.
Jedenfalls bei Säugern, das hat sich entwickelt.

Dazwischen werden aber alle Informationen noch mal im Thalamus umgeschaltet.
Und da früher nicht das Großhirn, sondern das MIttelhirn für die Verarbeitung von Lichtreizen zuständig war, weiß auch niemand so genau (ich jedenfalls nicht), welche Hirnteile noch von den Informationen des Augen Kopien erhalten, oder Blindkopien.
Bei einer E-Mail heißt das BCC.

Es ist deine Pflicht, und wenn du der nicht nachkommst, bist du einer, den mal eben aus Mitleid mitschleppt. Kein wertvoller Bestandteil einer Gemeinschaft.

Ich kann mich auch stundenlang über die sdodymanastische Lyrik auslassen.
Ohne dass ich die Lyrik kenne.
Oder die sdodymanastische Sprache wirklich zu kennen.
Oder auch nur die sdodymanastisch Grammatik zu kennen.
Oder auch nur einige sdodymanastisch Vokalbeln zu kennen.
Oder auch nur zu ahnen, dass es die sdodymanastisch Sprache gibt.

Für mich ist die sdodymanastisch Lyrik jedenfall bunt, ob es sie gibt, oder nicht.
Der Marquis du Mersaque sagt Piece, Alda!

So etwa gehst du mit der Realität um.

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Kommentar von grubenhirn
23.09.2016, 12:26

Ich habe deine Kritik zur Kenntnis genommen!

Und all deine phantastischen Überlegungen befreien dich nicht von der
Pflicht, dich schlicht und einfach mal über die physikalischen und
biologischen Grundlagen des Farbensehens zu informieren.

Es ist eben so, dass es mir mehr um die Philosophie als um die Naturwissenschaft geht.

Das Farbensehen ist nicht gänzlich mit der Naturwissenschaft ( hier:Biologie und Physik) zu erklären, da auch das Bewusstsein und damit die "Philosophie des Geistes" eine Rolle in der Erklärung spielt.

Aber es stimmt, die biologischen Vorgänge hier hätte ich dennoch etwas genauer in die Frage implementieren können.

Danke für deine Ausführung.


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1. ein Objekt sendet Strahlung aus (oder reflektiert diese), daher ist die Realität auch nicht farblos, man braucht nicht mal ein Lebewesen zur Farbwahrnehmung, es gibt Farbmessgeräte

2. diese Strahlung trifft auf ein Auge, und erst bestimmte Zellen in der Netzhaut erzeugen die neuronalen Signale

3. jetzt erst registriert das Gehirn diese Signale, und wir nehmen etwas wahr

4. danach können wir diesen Eindruck "benennen", und je nach Kultur und Sprache ist die Benennung und sprachliche Differenzierung der Farben verschieden

Farbwahrnehmung ist Unterscheidung, und diese wird durch die verschiedenen Zelltypen in unserer Netzhaut realisiert (die auf verschiedene Wellenlängenbereiche ansprechen).

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Die Realität (des Lichtes) ist objektiv überhaupt nicht farblos. Freilich gibt es objektiv unendlich verschiedene Wellenlängen, also  Farben des Lichtes, die sich wiederum zu unendlich vielen verschiedenen Spektren zusammensetzen lassen; diese lassen sich mit einem Prisma auflösen, die Auflösung lässt sich mit einem Schwarz-Weiß-Film fotografieren und analysieren. Ist das objektiv genug ?

Allerdings ist unsere subjektive Farbwahrnehmung durch die drei verschiedenen Zäpfchenarten des Auges nur eine wehr vereinfachte Abbildung des objektiven Tatbestandes ... 

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"Dass also Farbwahrnehmung nichts weiter als eine Art "Unterscheidung" ist?"

Ja es ist die Unterscheidung von verschiedenen Wellenlängen.

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Philosophie sollte zumindest bei physiologischen Vorgängen zuerst mit den Grundlagen vertraut sein. Dazu gehört das Wissen, dass beim Sehen nicht mehrere Spektren, sondern nur ein kleiner Ausschnitt des elektromagnetischen Spektrums verarbeitet wird.

2. erfahren Farbtüchtige beim Erkennen von Farben unterschiedliche Empfindungen. Also ist das Farbsehen wesentlich mehr als nur die Unterscheidung. Die strahlenden Farben eines durch ein mit Prisma erzeugten Farbspektrums sind doch recht eindrucksvoll, und die bloße Unterscheidung ist beinahe Nebensache.

Ich empfehle dazu dem selbsternannten Philosophen die Lektüre von Goethes Farbenlehre, obwohl seine physikalische Erklärung im Widerspruch zu Newton steht und heute als verfehlt gelten muss. Z.b. würde danach die Technik des Farbfernsehens  nicht funktionieren.

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Naja ja, du hast halt die verschiedenen Rezeptoren die unterschiedlich auf die verschiedenen Frequenzen anspringen. Je nachdem wie, sieht du halt ne Farbe.

Aber ob man sagen kann das die Welt Farblos ist, naja sagen wir es eher so: Unser Farbsehen ist die Interpretation des Gehirnes, wie die Umwelt aussieht, eine Kamera "interpretiert" das in Werte.

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