Kann es sein das jeder Mensch an einer Persönlichkeitsstörung leidet?

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8 Antworten

Jeder Mensch hat Probleme, mit denen er fertig werden muss. Wenn du dir aber den ICD10 oder DSMIV anschaust, wirst du sehen, dass Persönlichkeitsstörungen viele spezifische Kriterien haben, von denen mehrere erfüllt sein müssen, damit man die Diagnose stellen kann. Und das trifft eben nicht auf sehr viele Menschen zu.

Nicht nur das - diese Kriterien müssen auch im pathologischen Sinne erfüllt sein. Das heisst, dass der Betroffene oder sein Umfeld auch darunter leidet, und das Dauerhaft, nicht nur vorübergehend. Außerdem gibt es noch einige Kriterien zur Diagnosestellung einer Persönlichkeitsstörung generell (egal welche), die auch erfüllt sein müssen.

Auszug aus dem DSM-IV: "Persönlichkeitszüge stellen überdauernde Formen des Wahrnehmens, der Beziehungsgestaltung und des Denkens über die Umwelt und über sich selbst dar. Sie kommen in einem breiten Spektrum sozialer und persönlicher Situationen und Zusammenhänge zum Ausdruck. Nur dann, wenn Persönlichkeitszüge unflexibel und unangepaßt sind und in bedeutsamer Weise zu Funktionsbeeinträchtigungen oder subjektivem Leiden führen, bilden sie eine Persönlichkeitsstörung. Das wesentliche Merkmal einer Persönlichkeitsstörung ist ein andauerndes Muster von innerem Erleben und Verhalten, das merklich von den Erwartungen der soziokulturellen Umgebung abweicht und sich in mindestens zwei der folgenden Bereiche bemerkbar macht: Denken, Affektivität, Beziehungsgestaltung oder Impulskontrolle (Kriterium A). Dieses überdauernde Muster ist in einem weiten Bereich persönlicher und sozialer Situationen unflexibel und tiefgreifend (Kriterium B) Es führt in klinisch bedeutsamer Weise zu Leiden oder zu Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen (Kriterium C) Das Muster ist stabil und langdauernd und sein Beginn kann zumindest bis zur Adoleszenz oder bis zum frühen Erwachsenenalter zurückverfolgt werden (Kriterium D). Das Muster kann nicht besser als Manifestation oder Folgeerscheinung einer anderen psychischen Störung erklärt werden (Kriterium E) Und geht nicht auf die direkte körperliche Wirkung einer Substanz (z.B. Droge, Medikament, Exposition gegenüber einem Toxin) oder eines medizinischen Krankheitsfaktors (z.B. ein Kopftrauma) zurück (Kriterium F)." (APA, 1996, S. 712)

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Jeder Mensch hat irgendwo einen "Klatsch weg", der muss nicht unbedingt bewusst sein, der kann sich auch noch so gering äußern, aber er ist da. Er kann auch im Laufe des Lebens auftreten und demjenigen gar nicht auffallen.

Jap genau ! Kein Mensch ist perfekt. Jeder hat seine Macken und Fehler. Und das ist doch das Interessante an einem Menschen. Ich möchte nichts mit einem Menschen zutun haben, der aalglatt ist und nichts interessantes zu Berichten hat. Wenn alle perfekt wären, wäre das Leben ziemlich öde :(

Habe festgestellt, dass Wikipedia nicht immer recht hat. Manchmal scheint es mir etwas einseitig, oder auf etwas fixiert. Es möchte uns eine Meinung aufzwingen.

Na ja, und man muss auch lesen können. Nirgendwo steht in Wikipedia, dass jeder Mensch an einer Persönlichkeitsstörung leiden würde. Das ist allein Interpretation des Fragenden.

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Wikipedia ist auch nicht das ultimative Buch der Wahrheit. Das ist nur eine kleine Sicht auf die Dinge der Welt.

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Menschen Die mit dem Leben nicht fertigwerden wird es immer geben.

Wenn wir alle gleich wären wärs doch Langweilig oder ?

Blöderweise sehen wir alles was jemand nicht wie alle anderen macht als störung oder unnormal...

Fast jeder Mensch leidet ab und an an sich selbst.

Ja, jeder Mensch hat Macken.

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