Kann es sein das ich immer noch Depressionen hab?

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8 Antworten

Es gibt viele Störungen, bei denen depressive Verstimmungen auftreten können, aber nicht bei allen nennt man das dann auch eine Depression. Bei den Depressionen gibt es aber auch solche, die unter der Oberfläche schlummern und nicht notwendigerweise durch depressive Stimmung gekennzeichnet sind. Jedenfalls kann es durchaus schwierig sein, im Einzelfall eine Depression zu diagnostizieren, so eindeutig wie eine Grippeinfektion ist das nicht. Die Einordnung in ein Schublädchen ist aber auch nicht besonders hilfreich. Viele Menschen mit Depressionen oder depressiven Neigungen neigen auch zum Grübeln oder haben Ängste. Wie und ob das zusammenhängt weiß man nicht wirklich. Ich denke, solange du nicht in deiner Lebensführung eingeschränkt ist, musst du keine 'Diagnose' haben. Ich denke, es reicht, wenn du dir klar machst, dass deine Neigung zum Grübeln nicht immer segensreich ist und dass du zwar nicht aus deiner Haut raus kannst und das einfach aufgeben kannst, aber vielleicht auch nicht immer so ernst nehmen musst.

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Die Stimmung wird durch Botenstoffe im Gehirn gesteuert. Stimmungsschwankungen werden insbesondere durch Stress-und Glückshormone ausgelöst. Stresshormone drücken die Stimmung - Glückshormone heben sie. Man kann die Bildung von Glückshormonen aber auch durch die Ernährung ankurbeln. Voraussetzung für die Bildung z.B. des Glückshormons Serotonin ist dass die Aminosäure Tryptophan ausreichend zur Verfügung steht. Die Besten Lebensmittel gegen innere Unruhe und für gute Laune findest Du hier.

http://eatsmarter.de/gesund-leben/news/besten-gute-laune-lebensmittel

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Dein Alter würde etwas helfen.

Wurdest Du denn früher mal mit Depression diagnostiziert?

Jeder Mensch hat ab und zu depressive Phasen und besonders Leute mit überdurchschnittlicher Intelligenz tendieren dazu, dass sie sich zu viele Gedanken zu allem Möglichen machen und Dinge "zerdenken".

Falls Du wirklich mit einer Depression diagnostiziert wurdest, habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht.

Die schlechte zuerst. Eine echte Depression wird man nie komplett los.
Stell sie dir wie ein lästiger Pickel vor der, egal wie oft Du ihn ausdrückst, immer und immer wieder kommt.

Eine Depression ist genauso. Sie steckt tief in dir. Flüstert Dir andauernd Selbstzweifel zu. Sie kennt Deine Schwachstellen und sticht genau immer dort hinein um Dich runter zu ziehen.

Sie ist sowas wie der nervigste Mitbewohner der Welt.

Das Gute ist allerdings, dass wenn man weiss, dass man an einer Depression leidet, man auch dagegen vorgehen kann. Medikamente, Therapie. Und vor Allem WEISS MAN, dass man an einer Depression leidet.

Die Stimmungsschwankungen und die Tiefs verlieren einiges an Macht, wenn man weiss woher sie kommen.

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Kommentar von Lisa13cat
05.04.2016, 13:39

Also ich bin 19 und ich hab mir das selber diagnostiziert indem ich halt sehr sehr viel recherchiert hab. Und ich hab mir auch da viel selber geholfen. Am schlimmsten waren meine Depressionen als ich mich von meinem ersten freund getrennt hatte und ich sowieso keine Freunde hatte. Als ich mit 18 ausgezogen bin wurde es schon viel besser, weil va meine Mutter sehr negativ und vermutlich auch viel stärkere Depressionen hat als ich. Zum Beispiel redet die fast nur darüber wie schlecht es ihr geht und weint ganz schnell und ständig. Ich hab immer noch kontakt va wegen meinen kleinen Geschwistern. Aber allein davon kommt das ganze ja auch nicht. Seit meinem jetzigen freund geht es mir erst richtig viel besser und ich hab auch keine Migräne mehr die ich auch mal zeitweise hatte. Medikamente möchte ich nicht nehmen und ich glaub nicht das eine Therapie mir sehr viel helfen könnte, weil mir das alles sehr bewusst ist und ich weiß was ich machen muss das es besser wird. Es ist ja auch nicht so eindeutig immoment.

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Woher weißt du denn, dass du mal Depressionen hattest? Hat das ein Arzt bestätigt?

Wenn du diesbezüglich schon mit Ärzten in Verbindung gestanden hast, solltest du wissen, dass die Depressionen bei den allermeisten Leute phasenweise wieder kommen, mal harmloser, mal schlimmer.

Wenn du diese Vermutung hast, solltest du deinen Arzt vom letzten Mal wieder aufsuchen.

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Fallen dir Hausarbeiten (Putzen etc.) schwer und kannst du dich nur schwer motiveren etwas zutun? Bist du desinteressiert? Wie oft duscht du dich? Umso schwerer die Depression, umso weniger Lust hat man und kommt wirklich nur schwer mit solchen einfachen Lebensdingen zurecht. 

Ich hatte mal Stimmungsschwankungen, die sich sogar teilweise in mehreren Minuten immer erneut ändern und Probleme mit den Aufstehen früh. Dann habe ich Johanniskraut genommen und seitdem sind wenigstens die extremen Stimmungsschwankungen und die Aufsteh-Probleme früh weg. 

Wenn du dich antriebslos fühlst und dich sogar nicht zum Lernen aufraffen kannst, dann könnte es schon mal ein klares Anzeichen sein. Am besten du machst einen Test und sehr gewissenhaft, damit auch wahre Ergebnisse herauskommen. 

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Kommentar von Shinjischneider
05.04.2016, 13:19

Bei Johanniskraut ist wichtig zu wissen, dass es sich nicht mit der Pille verträgt und die Wirkung der Pille schwächen/negieren kann. Deswegen sollten Frauen die Verhütungsmittel nehmen kein Johanniskraut zu sich nehmen.

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Kommentar von Lisa13cat
05.04.2016, 13:43

Das was du da für Zeichen nennst hatte ich mal. Ich wollte auch nicht mehr leben aber mich trotzdem nicht umbringen. Immoment krieg ich auch alles hin und meistens klappt alles. Nur manchmal fühle ich mich sehr antriebslos und würde den ganzen Tag schlafen wollen. Ich steh unter der Woche zur gleichen Zeit meist auf und mache Haushalt/ duschen und so. Das ist eigentlich kaum noch ein Problem. Mein Problem ist das zerdenken

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Kommentar von Rosy1974
17.08.2016, 12:05

Die von dir genannte Problematik KÖNNTE ein Hinweis auf eine Depression sein. Muss aber nicht. Es gibt auch körperliche Ursachen, die einem müde, schlapp und antriebslos machen. Es ist so einfach für einen Arzt bei diesen Symptomen eine Depression zu digagnostizieren. Dafür bekommt er von der Krankenkasse sein Geld, ohnedem, dass er viel Arbeit damit hatte. Ich wurde jahrelang mit Psychopillen vollgepumpt, bis man nach vielen Jahren feststellte, dass ich seit Jahren eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung hatte. Als ich operiert wurde, verschwanden all die sog. "depressiven Symptome". Wie es sein kann, dass die Psychopillen mir nicht geholfen haben, aber eine Nebenhöhlen-OP diese Symptome auf einen Schlag beseitigen konnte, erklärte mir eine Ärztin  wie folgt: "Wissen Sie, die Symptome einer Depression und einer Nebenhöhlenentzündung sind nahezu identisch. Da ein Mensch kein Auto ist, kann es da schon mal zu einer Verwechslung kommen". Ich lach mich tot.

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Solche extremen, schnellen Stimmungsschwankungen könnten darauf hindeuten, daß du manisch-depressiv bist.

Aber Gewißheit bekommst du nur vom Facharzt.

Vorsicht vor Diagnosen aus dem Netz !

Übrigens : Die Anfälligkeit für Depressionen bleibt einem ein Leben lang erhalten.

:-)

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Kommentar von Lisa13cat
05.04.2016, 13:46

Hat das auch was mit meinen schlafproblemen zu tun?

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Du schreibst, du musst mehrfach nachts auf die Toilette und schläfst nicht richtig.

Ich geb dir einen guten Rat: Geh zum Arzt und lass dir eine Überweisung in ein Schlaflabor geben. Schlecht schlafen in Kombination von nächtlichen Toilettengängen könnten auf Schlafapnoe hinweisen. Dies ist eine körperliche Erkrankung, weil das Gewebe in den Atemwegen nicht straff genug spannt. Bei einer Schlafapnoe wird ein Druck auf die Brust durch die nächtlichen Atemaussetzer ausgeübt. Dieser Druck verlagert sich auf das Herz. Darauf hin werden die Herzkammern unterschiedlich gefüllt. Dadurch wird dem Körper eine Überwässerung vorgetäuscht... Dann setzen die Nieren ein und man muss mehrfach auf Toilette. Bei mir waren es im Schnitt 5 - 6 Mal. Es hat einfach nur gereicht, dass ich das Rückenteil des Bettes leicht steil gemacht habe (da atmet man besser, als wie wenn man flach liegt). Jetzt muss ich meist nur noch 1 Mal nachts raus.

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Kommentar von Rosy1974
17.08.2016, 12:12

Sorry, hab mich falsch ausgedrückt: Du schreibst, du meinst gut zu schlafen, fühlst dich aber morgens gerädert. Also, solche Atemaussetzer, die ein ständiges Wachwerden auslösen, nimmt man meist gar nicht wahr. Das geschieht meist, ohnedem, dass man es merkt. Alleine, wenn man 3 Mal nachts raus muss, ist der  Schlaf gestört und kann dann auch dazu führen, dass man zickig wird. 3 Mal auf die Toilette ist jedenfalls nicht normal. Vielleicht hat es ja ganz andere (organische) Ursachen. Würde mal an deiner Stelle im Internet "nächtlichen Harndrang" ergooglen und die nächsten Schritte mit dem Hausarzt besprechen, wie z. B. das mit dem Schlaflabor. Aber es kann auch andere Gründe haben, wie die erfahren wirst, wenn du entsprechend danach googlest.

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ja, es kann sein

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