Kann es sein das gebildete Menschen?

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24 Antworten

Nein, das kann nicht sein, das wäre denn doch eine Simplifizierung.
Die AfD wird auch von der s.g. Mitte gewählt, in Berlin um 3.000 ehemalige CDU Wähler.

Die AfD sitzt in 10 Landesparlamenten, der Osten hat aber nur 5 Bundesländer.
Zu behaupten nur der Osten wählt rechts ist an Chuzpe kaum noch zu überbieten.

Kann es sein das gebildete Menschen nicht die afd wählen und ungebildete schon?

Ich würde es differenzierter betrachten wollen, weil es zwei große Gruppen von AfD-Wählern gibt:

  1. Wer die Partei "aus Protest" wählt, muss nicht zwingend (politisch) "ungebildeter" sein.
  2. Wer die Partei "wegen inhaltlicher Zustimmung" wählt, hat im Regelfall einen starken (politischen) Tunnelblick. Und das wiederum könnte man durchaus als "(politische) Un-Bildung" bezeichnen.

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Zu 1: Nicht jeder, der die AfD wählt, ist mit der Politik der AfD einverstanden. Oft ist es sogar einfach nur Protest gegen die anderen Parteien, also sowas wie "ein Schlag ins Gesicht der etablierten Parteien".

Sie benutzen also die AfD, um ihrem Frust Ausdruck zu verleihen. Aber sie haben kein Interesse daran, dass die AfD größer wird oder gar (mit-)regiert. Vielmehr wollen sie damit die etablierten Parteien "disziplinieren". 

Und weil es in unserer Parteien-Demokratie keinen anderen Weg so unmittelbarer Einflussnahme für das Volk gibt, entscheiden sie sich für diesen Weg.

Zu 2: Das sind in aller Regel Leute, die das Programm der AfD nicht gelesen und/oder nicht verstanden haben. Wenn man diesen Leuten erklärt, dass es sich bei der AfD um eine ultra-neoliberale Partei handelt, gegen die selbst die FDP (und der Schaden, den die FDP in Deutschland angerichtet hat, ist nur noch in Milliarden Euro zu messen) wie ein Kindergarten-Verein wirkt, starren sie einen in aller Regel völlig ungläubig an und schütteln verwirrt den Kopf.

Da die wenigsten dieser Leute auch ultra-neoliberale Ziele haben (etwa Entlastung der Reichen), weil sie selbst nicht gerade "reich" sind; also nichts davon haben und - im Gegenteil - unter dem Strich sogar für diese Politik bezahlen würden, kann man also durchaus von mangelnder Bildung ausgehen.

Ich halte derartige Ansagen für propagandistisch. In meinem Umfeld kenne ich etliche Leute, die ich für mindestens "nicht blöd" halte, und die - rein formal betrachtet - auch durchaus respektable Abschlüsse/Ausbildungen haben, und die gerade wegen ihres Situationsverständnisses zur AfD gefunden haben.

statistisch betrachtet ja. aber es gibt auch professoren, rechtsanwälte, ärzte die die afd wählen und putzfrauen die nicht die afd wählen

Hartz4-Empfänger sind nicht (alle) ungebildet. Wie kommst du denn darauf? Arbeitslos kann heutzutage jeder werden, mit oder ohne Ausbildung. Solche pauschalisierten Vorurteile solltest du dir schleunigst abgewöhnen.

natürlich weiß ich das nicht alle hartz 4 Empfänger ungebildet sind...

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Kann es sein "dass", Ja natürlich: Das liegt daran, dass sich gebildete Menschen WESENTLICH mehr für ihre Lebensumstände interessieren und das was sich gegen Mißstände unternehmen lässt, als der "einfache Mensch", der lieber alles auf sich zu kommen lässt und der die "einfachen Lösungen" für die richtigen hält. Das aktuelle (abschreckende)Beispiel können wir uns im Moment aus der Ferne betrachten. Wenn sich das SO entwickelt, wie ICH es befürchte, müssen die Amis bald "Heil Trumpler" rufen, wenn sie sich begrüßen.

Im Kern geht es nicht um Bildung bei den AfD-Wählern.

Entscheidend wie anfällig jemand für diese Antipartei ist hängt davon ab wie sehr er sozial integriert ist und am Gemeinwesen interessiert.

AfD-Anhänger sind Einzelgänger die von der Gesellschaft sich abgetrennt sehen. Egoisten ohne ein Denken an andere. ichmenschen die sich selber isoliert haben.

Mit dem Bildungsgrad hat das nichts zu tun. Egoisten gibt es in allen Gesellschaftsschichten. Im Osten kommt halt die irrationale Angst vor dem Unbekannten noch dazu. Was man nicht kennt das lehnt man ab und dann läuft man Rattenfängern nach.

Im Kern ist Rechtsextremismus aber nicht schichtgebunden. AfD-Wähler gibt es überall.

Hat nicht unbedingt was mit der Bildung zu tun, aber du hast Recht, dass desto aufgeklärter man ist, desto eher wählt man ja nicht die AfD. Allerdings denke ich nicht, dass man das so verallgemeinern sollte/kann. Zudem sind nicht direkt alle Hartz 4 Empfänger ungebildet

So ein Blödsinn!Wer die AFD wählt zeigt damit Mut mal zu sagen CDU SPD hallo wir Wähler möchten Veränderungen!

Anders als die AFD zu wählen geht es ja nicht!Oder kommt Merkel entgegen in ihrer Flüchtlingspolitik und nimmt mal die Anschläge,Ängste der Menschen ernst!Nein.

Servus,

Ja, an den Umfragen zur Wahl lässt sich erkennen, dass Menschen mit einfacher Bildung häufiger AfD wählen.

Bei Menschen mit einfacher Bildung haben wir einen AfD-Anteil von 22%, während es bei hoher Bildung ungefähr 9% sind (Wahl in Berlin jetzt erst vor ein paar Tagen, Statistik von Infratest Dimap)

Die Grünen sind lustigerweise die klaren Sieger bei den Menschen mit hoher Bildung - sowohl SPD als auch CDU haben eher Wähler einfacher Bildung.

Gerade bei den Geringverdienern / Hartz IV Empfängern finde ich es lustig, wenn sie AfD wählen - anscheinend weil sie die Steuerpolitik der AfD nicht kennen und sich praktisch den eigenen Ast absägen...

Ich würde vermutlich von der AfD steuermäßig sogar profitieren - aber ich bin dennoch gegen sie, einfach weil ich zu aufgeklärt bin, um mich mit rechtspopulistischem Unsinn vollabern zu lassen...

Lg

Darf man fragen woher du weißt, dass dem so ist? Hast du dafür irgendeine Quelle?

Ganz prinzipiell: Politische Ansichten sind nicht zwangsläufig in Verbindung mit (mangelder) Bildung zu sehen, nein.

http://m.spiegel.de/politik/deutschland/a-1112212.html

Die AfD hat mit Abstand ihren größten Zuspruch bei Arbeitern, Arbeitslosen und Bildungsfernen. Bei der Berlin-Wahl hatte sie in Marzahn und Hellersdorf ihre besten Ergebnisse - Plattenbausiedlungen mit hohem Anteil an sozial Benachteiligten und Frustrierten.

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Also ich sehe es anders....

Jeder... der die AFD wählen würde, sollte sich das Parteiprogramm wenigstens--- auszugsweise--- durchgelesen haben.

Wer da als H4-Empfänger die AFD wählt.... denkt nicht an eigene finanzielle Vorteile.... oder ist --z.B.---von dem Konzept der "Bürgerarbeit" überzeugt.....

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btw.:

...ich wäre jedenfalls einverstanden gewesen... mit "Bürgerarbeit" statt "H4".... weil das für mich "würdiger" gewesen wäre, als mich von 25-30 jährigen Sachbearbeiter/Innen "blöd" anmachen zu lassen....

auch eine Bekannte von mir... eine Frau Doktor... sieht es ähnlich.

Als ein Krankenhaus geschlossen wurde... bzw. die Gynäkologie und Geburtshilfe... war sie kurz arbeitslos.....

Sie regte sich wahnsinnig darüber auf... WIE mit ihr umgegangen wurde....

Zitat:

".....so... Frau Doktor.... was stellen SIE sich denn vor.....?"

Aus Verzweiflung übernahm sie kurz für einige Monate einen Stand auf  einem Markt....und verkaufte Spargel...u.ä...... für damals 7,50.- € pro Stunde....

Jetzt hat sie wieder eine Stelle... mehr noch... sie konnte eine Praxis übernehmen........ und freut sich besonders....auf jegliche Mitarbeiterinnen eines  Jobcenters......

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ok, ich liege sicher voll daneben, was in Bezug zu Deiner Frage stünde....

mag aber noch kurz einfügen, was das Parteiprogramm der AFD zum Thema "Migration" aussagt:

Auszug:

Weil wir uns der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet fühlen, muss die Einwanderungspolitik nach klaren Kriterien gesetzlich geordnet werden, z. B. in Anlehnung an entsprechende Kriterien wie in Australien oder Kanada. 

Entscheidend sind Sprachkenntnisse, Ausbildung, berufliches Wissen und die Erfordernisse des deutschen Arbeitsmarktes.

 Eine Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme – auch aus Ländern der EU – lehnt die AfD strikt ab.

aus: https://www.alternativefuer.de/programm-hintergrund/fragen-und-antworten/zuwanderung-und-asyl/

Konkret liege ich selbst irgendwo zwischen "Den Linken" und der "AFD"....

Wenn ich dem Wahlomat glauben darf... erreichen die erwähnten Parteien bei mir beide ca. 60 %

aber auch SPD, CDU und die Grünen liegen bei rund 50 %

Die AfD wird viel von frustrierten Leuten gewählt. Hartz 4 Empfänger sind eher frustriert im Leben als Lehrer oder Ärzte. 

Die Wählerschaft der AfD geht durch alle Klassen und Schichten, Wahnsinn so was.

Gebildete Menschen sind nicht per se fortschrittlich, das anzunehmen ist naiv, Ärzte, Juristen und Lehrer wählten zahlreich die NSDAP.


Was hat denn der Bildungsstand mit der politischen Ansicht zu tun? 

Der Job vlt,  ein hoher Arbeitgeber der seine Arbeiter wie Dreck behandelt ( übertrieben gesagt)  wird wohl kaum eine sozialistische oder Kommunistische Partei wählen 

Aber was soll das mit der Bildung zu tun haben?  

Die meisten AfD-Wähler sind arbeitslos oder einfache Arbeiter. Dementsprechend ist auch der Bildungsstand der Wähler eher niedriger. 

Damit beleidigst du keinen, da es einfach eine Tatsache ist!

Wer schon einmal die Latrine einer Uni benutzt hat,

 der ist noch lange nicht "gebildet", 

von KLUG ganz zu schweigen !!!!

Ja, ich könnte dir hier nun viel dazu berichten und zahlreiche Studien vorweisen, aber kurz und knapp:
AFD = dumme, untergebildete, von der Geschichte nicht lernende Menschen.

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